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Gänsebraten: Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Anlässlich des Sankt-Martins-Tags (11.11.), aber auch schon mit Blick auf Weihnachten weist die Landwirtschaftskammer Niedersachsen auf die gravierenden Qualitätsunterschiede bei Gänsebraten hin: den Unterschied zwischen regionaler, frischer Ware und tiefgefrorenen Gänse-Importen.

Auch in diesem Jahr konkurrieren die niedersächsischen Gänsehaltungen mit billigen Gänse-Importen aus dem Osten. Oftmals werden tiefgefrorene Gänse aus Ungarn und Polen für 3-5 Euro je kg Schlachtgewicht angeboten. Dieses Preisniveau ist für heimische regionale Gänse absolut nicht zu realisieren. Das Preisniveau für regionale und frische Gänse liegt etwas höher als im vergangenen Jahr und kann mit 16-18/19 Euro je kg frische Gänseschlachtkörper eingestuft werden. Da in diesem Jahr das Mischfutter für Gänse relativ teuer war und die Gans neben Gras auf der Freilandfläche auch noch mit Kraftfutter – zumindest in der Jungtieraufzucht – gefüttert werden musste, müssen die teureren Futterkosten auf den Schlachtkörper umgelegt werden.

Tierschutzaspekte

Insbesondere was gefrorene Teilstücke wie Gänsebrust oder Gänsekeule betrifft, sollten sich Verbraucherinnen und Verbraucher darüber im Klaren sein, dass die Mastmethoden oder die Haltung des Geflügels im Ausland nicht denen der deutschen Produktion entsprechen: So steckt manchmal hinter einer Gänsekeule oder Gänsebrust aus Osteuropa ein Teilstück aus der Stopflebererzeugung. Diese ist in Deutschland verboten, entsprechend erzeugte Produkte dürfen aber hier gehandelt werden – ohne dass sie kennzeichnungspflichtig sind. Zudem ist der Transport des heimischen Geflügels tierschonender, da die Wege zur Schlachtung kurz sind und in der Direktvermarktung auch teilweise auf mobile Schlachtung am Ort der Erzeugung zurückgegriffen wird.

Wer möglichst hochwertige, heimische Ware kaufen und essen möchte, sollte sich für frische deutsche Gänse entscheiden, welche meist aus Freilandhaltung stammen und für mindestens 20 Wochen gehalten wurden. Wem das Braten von Gans mit Rotkraut und Knödeln zu aufwendig und zeitraubend sein sollte, kann vielerorts und teilweise online auch fertig zubereitete Gänsemenüs bestellen.

Saisongeflügel

Gänsefleisch wird in Deutschland hauptsächlich zwischen dem Martinstag und Weihnachten gegessen, der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch liegt laut Bundesinformationszentrum Landwirtschaft bei 300 Gramm. Zum Vergleich: bei Hühnerfleisch sind es 15,5 Kilogramm.

Hierzulande und insbesondere in den überwiegend evangelischen Regionen Niedersachsens wird der Gänsebraten eher als klassischer Weihnachtsbraten angesehen als in den katholischen Regionen im Süden Deutschlands. Dort wird traditionell zu Sankt Martin mit der Martinsgans begonnen, die dann zum Teil auch zu den Weihnachtstagen einen Festschmaus darstellt.

PR
Foto: LWK Niedersachsen

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