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Aller(t)räume: Neue Horizonte für Integration

Ein neues Kapitel für die Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte wurde mit dem Start des Projekts „Allerträume“ in der Welfenallee 32 aufgeschlagen. Dieses interkulturelle Zentrum, hinter dessen Titel eine Mission steckt: Integrationsbegleitung und die Förderung von Selbsthilfe.

Das Team, bestehend aus Violetta Samman als Sprachmittlerin, Julia Hage als Erzieherin und Jasmin Moayad als Sozialarbeiterin, sowie Projektleiter Jonas Westermann von dem städtischen Eigenbetrieb Celler Zuwanderungsagentur, hat eine klare Vision. Das Ziel: Unterstützung bieten und Hilfestellungen zur Integration bereitstellen. Hierzu zählen die Entwicklung und Umsetzung von Angeboten sowie die Vernetzung mit Kooperationspartnern.

v.l.: Jonas Westermann, Julia Hage, Dirk Nothdurft, Violetta Samman und Susanne McDowell

Offiziell gestartet am 1. August 2023, begann die eigentliche Arbeit am 1. September 2023 mit der Einrichtung der Räumlichkeiten, ein Schritt, der Dank der großzügigen Unterstützung von „allerland“ und der bkk Energie möglich wurde.

Die Sozialdezernentin Susanne McDowell teilt die Freude und den Stolz über dieses Projekt. Sie bezeichnet es als Glücksfall für Celle und betont die Wichtigkeit eines friedlichen Miteinanders. Durch den Integrationsfonds des Landes Niedersachsen konnte das Projekt realisiert werden, wobei 90 Prozent der Finanzierung durch Fördermittel abgedeckt werden und lediglich ein Eigenanteil von 10 Prozent verbleibt.

„Wir von der Stadt Celle sehen die Notwendigkeit für ein friedliches Miteinander“, unterstreicht McDowell und erinnert daran, wie wichtig es ist, den Wert der Demokratie und das Ziel eines harmonischen Zusammenlebens in der Gesellschaft zu betonen.

Für Dirk Nothdurft, Betriebsleiter der Celler Zuwanderungsagentur, ist dies das erste große Projekt dieser Art, das einen entscheidenden Baustein für die Integration darstellt. Die großzügigen Räume und die Übernahme von Möbeln durch die bkk Energie ermöglichten einen schnellen Start der Arbeit.

Jonas Westermann beschreibt die Anfangszeit als Zeit des Kontaktaufbaus. Durch Auftaktveranstaltungen und Netzwerkarbeit gelang es, bereits viele Partner und Teilnehmer aus der Migrantengemeinschaft zu gewinnen. Es geht um Vertrauensaufbau und Erstorientierung, um gemeinsam ins Gespräch zu kommen. Die Kursangebote, teilweise von den Teilnehmern selbst initiiert, bieten eine ausgezeichnete Plattform dafür.

Die Resonanz ist ermutigend: Über 200 Menschen nutzen monatlich die Angebote, und diese Zahl steigt kontinuierlich an. Violetta Samman hebt die Vielfalt an guten Ideen aus den Gruppen hervor, die gemeinsam neue Angebote entwickeln, wie zum Beispiel Bastel- oder Schachkurse.

Julia Hage betont die Bedeutung des Stabilisierungskurses, der Frauen Halt und Orientierung geben soll. Bereits wurden mehrere Angebote erfolgreich ins Leben gerufen:

  • EOK (Erstorientierungskurs): Für Menschen ohne bisherigen Integrationskurs.
  • Yoga: In Kooperation mit der Fabi, mit speziellen Kursen nur für Frauen.
  • Chorgruppe: Ukrainische Lieder werden hier gepflegt.
  • Seniorentreffen: Eine Betreuung durch das Team wird angeboten.
  • Interkultureller Frauentreff: Ein Raum für Austausch, betreut mit einem strukturierten Programm.
  • Stabilisierungsgruppen: Für Frauen mit belastender Flucht- und Migrationserfahrung.
  • Traumasensible Beratung: Unterstützung für diejenigen, die unter den Folgen von Flucht und Migration leiden.
  • Mangazeichenkurs: Ein kreativer Kurs für Jugendliche mit einer erfahrenen Mangaka.

Die interkulturelle Frauentreff ist noch in der Entwicklungsphase und bietet Raum für eigene Ideen. Gleiches gilt für die Elternkindgruppe, die einen besonderen Fokus auf den Austausch der Eltern legt.

„Aller(T) Räume“ bietet somit ein breites Spektrum an Unterstützung und Begegnung für Menschen mit Migrationshintergrund und Fluchtgeschichte. Die Vielfalt der Angebote ermöglicht es, Bedürfnisse zu erfüllen und neue Wege der Integration zu gestalten.

Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler-Presse.de

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