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„Aus der sozialen Welt des Landkreises nicht wegzudenken“

  • Celle

 „Kann ich in einem Kindergarten Karriere machen?“ Diese Frage hört Ketija Talberga oft, und das DRK-Vorstandsmitglied beantwortet sie stets mit einem klaren ja, wie sie auf der Mitgliederversammlung in der CD-Kaserne berichtete. Der DRK-Kreisverband Celle fördert gezielt junge Berufseinsteiger aus allen Bereichen. Junge Führungskräfte kontinuierlich fortbilden und attraktive Arbeitsplätze bieten ist laut Wilhelm Köhler, ebenfalls Vorstandsmitglied, ein wichtiges Ziel für die Zukunft.

Die Zahl der Mitarbeiter und auch der Bereiche, in denen das Rote Kreuz aktiv ist, nimmt zu. Das jüngste Projekt ist ein Fahrdienst, der auf lange Sicht den Rettungsdienst entlasten soll, indem er niederschwellige Transporte übernimmt. Auch die Schulbegleitung ist relativ neu, entwächst aktuell den Kinderschuhen: „Wir haben eine dreimonatige Qualifizierung für diesen neuen Berufszweig auf den Weg gebracht, das Konzept wurde zertifiziert, der erste Kurs startete vor wenigen Tagen“, informierte Köhler die ehren- und hauptamtlichen Rotkreuzler sowie zahlreiche Gäste, darunter Landrat Axel Flader, in der vollbesetzten kleinen Halle des Veranstaltungszentrums. Insgesamt 700 Frauen und Männer sind in der Pflege, den Kindertageseinrichtungen, dem Rettungsdienst, dem Hausnotruf, den Bereitschaften, der Erste-Hilfe-Ausbildung sowie in der Ganztagsschulbetreuung und der Schulbegleitung tätig. Im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme von rund 50 hauptamtlichen Angestellten, hinzu kommen rund 450 Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren. Auch in einer Sparte, auf deren Nennung Ketija Talberga gerne verzichtet hätte: „Ich wünschte, es bräuchte keine Ukraine-Hilfe mehr, aber dem ist leider nicht so.“ Das Begegnungs-Café für Geflüchtete aus der Ukraine findet nach wie vor guten Anklang und hilft, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden. „Dort wird vermittelt, wie Deutschland tickt“, merkte Talberga an. Hinzugekommen ist ein Gesprächskreis, der beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützt.

Der Präsident des DRK-Kreisverbandes Celle Ulrich Kaiser fasste in seiner Moderation das Thema Einwanderung breiter. „Wir stehen vor neuen Herausforderungen, z.B. der Flüchtlingsaufnahme.“ Er wies ausdrücklich auf das ehrenamtliche Engagement hin. „Ohne die ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen wären die Aufgaben nicht zu bewältigen. Man kann es nicht hoch genug bewerten“, betonte er und sprach seinen großen Dank aus. Neben dem Krieg in der Ukraine und der Migration nehmen auch die Wetterereignisse der jüngsten Vergangenheit Einfluss auf die Arbeit und die innere Ausgestaltung des Roten Kreuzes: „Der Katastrophenschutz hat eine andere Wertstellung bekommen“, sagte Ulrich Kaiser und leitete über zum Gastreferenten des Abends, den Präsidenten des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz Mirko Temmler, der die Einrichtung mit drei Standorten, darunter das Trainingszentrum in Scheuen und die Niedersächsische Akademie für Brand- und Katastrophenschutz am Bremer Weg in Celle, vorstellte.  

Beim anschließenden geselligen Beisammensein bot sich die Gelegenheit für Nachfragen, Vertiefung des Vorgetragenen sowie Austausch mit den Gästen und den Rotkreuzlern untereinander. Unter dem Strich machten die Inhalte der Mitgliederversammlung deutlich, was Ulrich Kaiser im Laufe der Zusammenkunft formuliert hatte: „Aus der sozialen Welt des Landkreises ist der DRK-Kreisverband nicht wegzudenken.“

Anke Schlicht
Foto: Michael Rohr

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