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26. Jahrestag des Zugunglücks von Eschede: Gedenken an die Opfer

    Am heutigen Montag, dem 3. Juni, wurde an der Gedenkstätte in Eschede der Opfer des Zugunglücks von 1998 gedacht. Der 26. Jahrestag war eine Gelegenheit für die Hinterbliebenen, Retter und Beteiligte, sich zu versammeln und gemeinsam an das tragische Ereignis zu erinnern.

    Heinrich Löwen, Sprecher der Selbsthilfe Eschede, eröffnete die Gedenkveranstaltung mit bewegenden Worten. Er erinnerte an den schicksalhaften Tag des 3. Juni 1998, der das Leben vieler Menschen für immer veränderte. Löwen betonte die anhaltenden Herausforderungen, denen die Hinterbliebenen gegenüberstehen, und lobte die Solidarität und Stärke der Gemeinde Eschede, die sich nach dem Unglück bewiesen hat. Besonders hob er hervor, dass die Anerkennung der Verantwortung und die Entschuldigung der Deutschen Bahn unter der Führung von Richard Lutz, dem Vorstandsvorsitzenden der DB, wesentlich zur Bewältigung des emotionalen Traumas beigetragen haben.

    Angelique Koch, Zugchefin der DB im Fernverkehr, gedachte der sieben Kolleginnen und Kollegen, die an jenem Tag ihr Leben verloren. Sie schilderte, wie sehr das Unglück sie und viele ihrer Kolleginnen und Kollegen bis heute belastet. Koch betonte die verstärkten Sicherheitsmaßnahmen, die nach der Katastrophe eingeführt wurden, und schloss mit der Hoffnung, dass sich ein solches Unglück nie wiederholen möge.

    Auch Giesela Angermann, die ihren Sohn Klaus bei dem Unglück verlor, sprach auf der Veranstaltung. Sie dankte Heinrich Löwen für seinen unermüdlichen Einsatz und betonte, wie wichtig dessen Unterstützung für sie war. Die Anteilnahme und das Engagement der Gemeinschaft halfen ihr, mit dem Verlust umzugehen.

    Pastorin Franziska Baden, die bereits zum sechsten Mal an der Gedenkveranstaltung teilnahm, sprach ein Gebet für die Opfer und deren Angehörige. Die ruhige und würdevolle Atmosphäre der Veranstaltung bot den Anwesenden einen Raum zum stillen Gedenken und gemeinsamen Austausch.

    Richard Lutz unterstrich in Gesprächen am Rande der Veranstaltung die Bedeutung des Zusammenhalts und der Verantwortung, die die Deutsche Bahn gegenüber den Hinterbliebenen empfindet. Er betonte, wie wichtig es sei, die Erinnerung an das Unglück lebendig zu halten und gleichzeitig Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen.

    Zahlreiche Hinterbliebene, Retter und Helfer erinnerten gemeinsam an die 101 Opfer des Zugunglücks. Zu den Anwesenden zählten auch Bürgermeister Heinrich Lange, Ortsbürgermeisterin Stephanie Bölke, der damalige Kreisbrandmeister Gerd Bakeberg, Udo Steiner als Ombudsmann für die Opfer und Hinterbliebenen sowie verschiedene Beschäftigte der Deutschen Bahn, darunter Ute Plambeck, Konzernbevollmächtigte für Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

    Redaktion
    Celler Presse
    Fotos: Celler-Presse.de

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