Freitag, 16. Januar 2026

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DURCH DAS SCHWEIGEN – Internationales Projekt über das DP-Camp Bergen Belsen feierte im Schlosstheater Celle Premiere

In der von der Kulturstiftung des Bundes geförderten Theaterproduktion „Durch das Schweigen“ setzten sich Künstler und Künstlerinnen des Schlosstheaters Celle, aus Palästina und aus Israel mit der Geschichte des Displaced Persons-Camps nahe dem KZ Bergen-Belsen auseinander.

Das Internationale Theaterprojekt basiert auf autobiografischen Romanmotiven von Lizzie Doron, der Tochter einer Holocaust Überlebenden, und historischen Dokumenten in Kooperation mit dem Jaffa-Theatre Tel Aviv. Kooperationspartner in der Region ist die „Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten“.

Die Mehrgenerationen Geschichte untersucht das Verhältnis von Gewalt, Schweigen und Vertreibung bis in die heutige Zeit.

Das Stück beleuchtet neben der Vergangenheit die aktuellen Konflikte, wie zunehmender Antisemitismus, und das deutsch-israelisch-palästinensische Verhältnis. Es zeigt aber auch, dass man durch freundschaftliche Annäherung gewaltfrei in ein Gespräch kommen kann, und sich mit einer friedlichen Verständigung mehr Verständnis für das Leben und das Leid des Anderen entwickelt.

Die Sehnsucht nach Frieden und Freiheit verbindet die Figuren, und wurde von der internationalen Besetzung in diesem ganz besonderen Theaterstück beeindruckend dargestellt.

Das DP-Camp war von 1945 – 1950 Zufluchtsort und Heimat für 12000 jüdische Menschen. Sie erhielten von den Alliierten den Rechtsstatus „Displaced Persons“, dadurch hatten die Bewohner des Camps Anspruch auf besondere Fürsorge.

Die Bewohner des Camps fingen schon bald mit der Wiederbelebung des jüdischen Lebens an.

Es gab in dem Camp Schulen, ein Gericht Polizei, kulturelle und soziale Einrichtungen und ein demokratisch gewähltes Zentralkomitee der befreiten Juden.

Theaterkünstler gründeten das KAZET-Theater, und gingen mit ihren Stücken sogar auf Tournee.

In der Hoffnung auf Sicherheit, Frieden und Freiheit bereiteten sich die Bewohner des Camps auf die Auswanderung nach Israel vor.

Als die Einwanderungsbedingungen nach und nach gelockert wurden, verließen die Bewohner das Camp – es wurde 1950 geschlossen.

Zum großen Finale dieses äußerst beeindruckenden Theaterabends, wurde das Premierenpublikum in das eigens errichtete Theaterzelt in den Schlossinnenhof geleitet, und mit viel Musik empfangen.

Nach den Standing Ovations für die großartige Leistung des Ensembles und den Musikern, gab es einen Extra Applaus für die anwesende Autorin Lizzie Doron, die sich herzlich für die hervorragende Inszenierung und beim Publikum bedankte.

Die Aufführungen finden anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung des KZ Bergen-Belsen ab April im Schlosstheater Celle statt.

Sein 350-jähriges Bestehen nimmt das Schlosstheater zum Anlass, Brücken von der Vergangenheit in die Gegenwart zu bauen.

Regie: Dori Engel
Projektleitung und Konzeption: Andreas Döring

Editha Urich
Redaktion Celler Presse
Fotos: Marie Liebig

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