Dienstag, 8. September 2026

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Bürogebäude mit Krippenhaus auf der Allerinsel feierlich eingeweiht

Jedem Kind in der Stadt Celle ortsnah einen Krippen- oder Kindergartenplatz anbieten zu können, ist das Ziel der Stadt Celle. Bereits in den vergangenen beiden Jahren hat die Stadtverwaltung 200 neue Plätze in Celler Kindertagesstätten geschaffen. Es wurden die Neubauten der Kita Im Tale und Altenhagen errichtet. Ferner wurden die Kindertagesstätten Neustädter Holz und Im Französischen Garten erweitert. Heute konnte der Neubau auf der Allerinsel – Bürogebäude mit Krippenhaus – der Bestimmung übergeben werden.

Auf der Allerinsel wurde bereits der Bereich rund um den Celler Hafen bebaut. Das aktuelle Bauvorhaben ist das erste Gebäude, das nördlich der Hafenstraße errichtet wurde. In der Kindertagesstätte wurden in 4 Gruppen 60 neue Krippenplätze geschaffen. Im Kindergartenbereich können bereits jetzt jedem Kind ein Platz angeboten werden. Dieses Ziel wird auch im Krippenbereich verfolgt. Hier übersteigt aktuell die Nachfrage noch die Zahl der zur Verfügung stehenden Plätze. Daraus ist die Idee der Einrichtung eines reinen Krippenhauses entstanden. Solche Einrichtungen gibt es bereits in vielen Kommunen. Nun ist es soweit: Ab sofort steht das Krippenhaus auf der Allerinsel zur Verfügung. Der Standort auf der Allerinsel bietet sich dafür besonders an. Er liegt zentral und ist verkehrsgünstig zu erreichen. Ferner stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Eltern, die in der Innenstadt arbeiten oder auf dem Weg zum oder vom Bahnhof sind, können ihre Kinder gut zum Krippenhaus bringen oder abholen.

Die Grundsteinlegung war im Mai 2024 und nach gut 12 Monaten erfolgte die Abnahme. Während der Bauphase ergaben sich hohe Herausforderungen durch individuelle Anpassungen an Mieterwünsche, so waren intensive Abstimmungen der aufwändigen Haustechnik zwischen allen Mietparteien und dem Eigentümer notwendig. Neben der Nutzung als Krippenhaus wird der Bürobereich durch Mobil Krankenkasse und von der Volksbank Celle belegt. Dennoch sind ca. 300 m2 noch nicht belegt.

Insgesamt sind 16,5 Millionen € investiert worden. Auf dem Grundstück von 3534 m2 ist ein Gebäude mit einer Nutzungsfläche von knapp 4000m2 entstanden (Erdgeschoss und drei Obergeschosse). Das Energiekonzept sorgt für niedrige Energieverbräuche bei hoher Heiz- und Kühlleistung. Die Energieversorgung wird über eine Luft-Wasser-Wärme-Pumpe mit Redundanz über das bestehende BHKW und das Nahwärmenetz auf der Allerinsel sichergestellt. Die über die Photovoltaikanlage erzeugte überflüssige Energie wird dem öffentlichen Netz zugeführt.

Bei der heutigen Eröffnung betonte allerland-Geschäftsführer Lasse Laging die gute Zusammenarbeit über die gesamte Planungs- und Bauzeit. Dabei waren der Generalunternehmer Goldbeck und das Architekturbüro von BothmerHübner zuverlässige Partner. Vor allem sei aber wichtig, so Laging, dass es bei den Bauarbeiten keine Unfälle gegeben habe.

Oberbürgermeister Jörg Nigge begrüßte, dass das Projekt nun Realiät geworden ist. Mit diesem Gebäude als Riegel müsse nun die Brachfläche weiter entwickelt werden. Es werden Investoren gesucht.  „Wir wollen mit aller Macht die Allerinsel weiterentwickeln“, so Nigge, der einmal mehr das Konzerndenken als Prinzip der Stadt hervorhob.

Hilmar Albrecht vom Generalunternehmer Goldbeck betonte ausdrücklich die sehr harmonische Kooperation zwischen den Partnern, wenn er auch manchmal zwischendurch eingreifen musst, um wieder zu schlichten, weil es doch unterschiedliche Meinungen zwischen Abwicklung und Bauen gegeben habe. Nun aber bedauere er, dass es nicht im Sinne der Beteiligten war, die Eröffnung mit einem Hafenkonzert zu gestalten, schließlich sei ja hier ein Hafen und einen Shantychor gebe es auch. Wie Albrecht erläuterte, haben während der Bauzeit Transporte von den Produktionsstätten Hamm und Bielefeld nach Celle mit einer Kilometerleistung zwischen 25000 und 30000 Kilometer stattgefunden. Während der Garantiezeit von fünf Jahren stehe Goldbeck für die Betreuung des Gebäudes weiter zur Verfügung. „Wenn irgendwas nicht passt, ist Ihnen zu warm oder ist Ihnen zu kalt, rufen Sie an – aber nicht sofort – schauen Sie erstmal was Sie selber machen können“, so Hilmar Albrecht augenzwinkernd. So sieht der Generalunternehmer dieses Bauwerk auch als Prestigeobjekt für die Zukunft. „Ich bin gespannt, wie viele von den kleinen Kindern irgendwann mal sagen ‚wow tolles Gebäude ich werde Bauingenieur oder –bauingenieurin oder ich werde Architektin‘“ In 15, 16, 17 Jahren könnten sie sich zum Praktikum anmelden oder dann zum Studium gerne auch nach Hannover kommen, um dort zu sehen, wie schön man so wie hier bauen kann

Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler-Presse.de