Benennung eines Weges im Französischen Garten nach Johann Friedrich Struensee
Anlässlich des 250. Todestages von Caroline Mathilde, der dänischen Königin im Exil, stellen Jörg Rodenwaldt (Zukunft Celle), Mitglied des Stadtrates, und Stephan Ohl (parteilos), Mitglied des Stadtrates und des Ortsrates Blumlage-Altstadt, einen gemeinsamen Antrag: Ein Weg im Französischen Garten soll künftig den Namen Johann Friedrich Struensees tragen. Struensee, der nicht nur als Aufklärer und Reformer in die Geschichte einging, war auch engster Vertrauter und Geliebter der Königin.
„Caroline Mathilde verbrachte ihre letzten Lebensjahre in Celle. Ihre Verbindung zu Struensee war nicht nur persönlich, sondern auch politisch von europäischer Tragweite“, erklärt Jörg Rodenwaldt. „Mit der Benennung eines Weges ehren wir nicht nur einen Vordenker der Aufklärung, sondern würdigen auch die historische Rolle Celles als Zufluchtsort und Erinnerungsort.“
Stephan Ohl ergänzt: „Der Französische Garten, in dem bereits das Denkmal Caroline Mathildes steht, ist der ideale Ort für diese Geste. Die Benennung eines Weges nach Struensee schafft eine sichtbare Verbindung zwischen zwei historischen Persönlichkeiten, deren Schicksale untrennbar miteinander und mit Celle verbunden sind.“
Die im Stadtrat eingebrachte Resolution hofft auf eine breite Unterstützung für die Initiative und ruft den Ortsrat auf, die Idee positiv zu begleiten und einen Weg im Französischen Garten nach Struensee zu benennen. Der Antrag im Ortsrat sieht vor:
– die Auswahl eines geeigneten Wegabschnitts im Französischen Garten,
– die Abstimmung mit dem Denkmalschutz und dem Grünflächenamt,
– die Ergänzung durch Infotafeln und digitale Angebote zur Beziehung zwischen Struensee und Caroline Mathilde,
– sowie die Einbindung von Schulen, dem Bomann-Museum und – sofern möglich – der dänischen Patenstadt und Botschaft zur feierlichen Einweihung im Jubiläumsjahr.
„Dieses Projekt verbindet lokale Erinnerung mit europäischer Geschichte. Es ist ein Zeichen für Aufklärung, Mut und Menschlichkeit – und für die besondere Rolle, die Celle in dieser Geschichte spielt“, so Rodenwaldt und Ohl abschließend.
Die Antragsteller hoffen auf zahlreiche Befürworter der Initiative und eine würdige Umsetzung im Gedenkjahr.
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