Für ein freies Leben ohne Gewalt: Aufruf zur Lichter-Demonstration am 25.11.2025 um 17:30 Uhr
Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am Dienstag, 25.11.2025, rufen in diesem Jahr die feministische Organisierung „Gemeinsam kämpfen“, das Autonome Frauenhaus Celle e.V., die Celler Gruppe LiST (Land in Sicht Transition), der Dachverband des Êzîdischen Frauenrates e.V. (SMJE), Women Defend Rojava, der Frauen-Diverspersonen-Kinder-Treff der Solidarischen Initiative Neuenhäusen, der DGB/KV Celle, die GEW/KV Celle, das Bunte Haus sowie der Arbeitskreis Internationalismus wieder gemeinsam zu einer Lichter-Demonstration in Celle auf. Die Lichter-Demonstration steht dieses Mal unter dem Motto: Für ein freies Leben ohne Gewalt!
Die Veranstaltung beginnt am Dienstag, 25.11.2025, um 17:30 Uhr auf dem Thaerplatz vor der Congress Union, führt wieder durch die Celler Innenstadt und endet am Markt. Menschen aller Geschlechter sind herzlich willkommen und dazu eingeladen, Lichter und Laternen mitzubringen.„Wir werden gemeinsam gedenken, protestieren, zusammen singen, uns miteinander organisieren und ein deutliches Zeichen gegen die erneut ansteigende patriarchale Gewalt setzen“, so Mira Fuchs von der feministischen Organisierung „Gemeinsam kämpfen – für Selbstbestimmung und demokratische Autonomie“.
Der 25. November ist seit 1981 der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Er wurde auf dem ersten Lateinamerikanischen Frauenkongress 1981 ausgerufen, um an die Ermordung der drei Mirabal-Schwestern am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik zu erinnern. 1999 machten die Vereinten Nationen den Tag offiziell zu einem weltweiten Aktionstag.
Jede dritte Frau weltweit erlebt in ihrem Leben körperliche oder sexualisierte Gewalt. In den vergangenen 25 Jahren sei diese Zahl kaum gesunken, berichtet die WHO[1]. Auch in Deutschland sind die Zahlen in den letzten Jahren gestiegen. Besonders erschreckend: Im Jahr 2023 gab es beinahe jeden Tag einen Femizid in Deutschland. Im laufenden Jahr 2025 wurden bis Mitte Oktober bereits 80 Femizide gezählt[2].
Hass und Gewalt gegen Frauen und weitere unterdrückte Geschlechter sind fest verankerte gesellschaftliche Probleme, die es entschlossen zu bekämpfen gilt. Es gibt vielerorts selbstorganisierten Widerstand, immer größer werdende Netzwerke gegen Femizide und patriarchale Gewalt. Als Zusammenschluss verschiedener feministischer Gruppen und Einzelpersonen haben die Netzwerke es sich zur Aufgabe gemacht, auf jeden Femizid in ihrer Umgebung öffentlich mit Aktionen oder Demonstrationen zu reagieren. Ihr politisches Ziel ist es, patriarchale Gewalt sichtbar zu machen und zu verdeutlichen, dass Morde an Frauen und weiteren unterdrückten Geschlechtern kein Zufall sind, sondern im Patriarchat System haben.
„Deswegen gehen wir – gemeinsam mit unzähligen Menschen weltweit – auch in Celle am 25. November gemeinsam gegen patriarchale Gewalt auf die Straße. Wir stehen zusammen für ein freies Leben ohne Gewalt, denn: Wir wollen uns lebend!“ lautet das Credo.
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