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Bürgerempfang in Celle: Begegnung, Rückblick und besondere Ehrung

Unter dem Motto „Stadt trifft dich!“ hat die Stadt Celle am Freitag, 12. Dezember 2025, zum Bürgerempfang in die Congress Union eingeladen. Der Einladung folgten bis zu 500 Bürgerinnen und Bürger. Neben Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft nahmen auch Delegationen aus den Celler Partnerstädten teil. Vertreten waren unter anderem Tulsa (USA), Kwidzyn (Polen), Hämeenlinna (Finnland), Mazkeret Batya (Israel), Sumy (Ukraine) sowie Quedlinburg, mit dem seit 1990 eine Städtefreundschaft besteht.

Bereits im Foyer begrüßten Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge, Erste Stadträtin Nicole Mrotzek, Stadtbaurätin Elena Kuhls sowie Sebastian Stottmeier, Stadtrat für Soziales und Bildung, die Gäste persönlich. Der Empfang setzte bewusst auf Austausch und Begegnung: Informationsstände der Verwaltung, eine Fotowand, ein sogenannter „Wünschehimmel“ für Anliegen und Ideen sowie Präsentationen von Vereinen und Initiativen luden zum Mitmachen ein.

Internationaler Auftakt und Rückblick auf das Jahr

Das Bühnenprogramm im Großen Saal begann mit einem musikalischen Medley aus den 1990er-Jahren, präsentiert vom Chor „Stimmwerk“ unter der Leitung von Hanna Mehl, begleitet von Christoph Steindamm am Klavier. Moderatorin Audrey-Lynn Struck führte durch den Abends. Eine Bildershow zeigte zunächst Eindrücke und Ereignisse aus dem Stadtjahr 2025.

In seiner Rede stellte Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge zunächst die Bedeutung der Städtepartnerschaften in den Mittelpunkt. Diese stünden für Vertrauen, Austausch und gegenseitige Unterstützung. Besonders hob er die Beziehung zur ukrainischen Partnerstadt Sumy hervor. Anschließend wurde das Programm kurzfristig angepasst, um Raum für eine siebenminütige Videobotschaft aus Sumy zu schaffen. In dem Beitrag dankten Bürgermeister Oleksandr Lysenko sowie Bürgerinnen und Bürger, darunter auch medizinisches Personal, für die Hilfstransporte und die anhaltende Unterstützung aus Celle. Der stellvertretende Bürgereiter, Vitali Mokienko, sprach in Celle von moralischer und emotionaler Hilfe und äußerte die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Krieges.

Nigge betonte im Anschluss, dass diese Worte nicht nur der Stadtverwaltung, sondern der gesamten Stadtgesellschaft gälten. Viele Menschen hätten sich in den vergangenen Jahren mit Spenden, Sachleistungen oder persönlichem Engagement eingebracht.

Verwaltung zwischen Gestalten und Verantwortung

In seiner weiteren Ansprache ging der Oberbürgermeister auf grundlegende Fragen kommunalen Handelns ein. Verwaltung solle nicht nur verwalten, sondern gestalten und Impulse setzen – gemeinsam mit Politik, Mitarbeitenden und Bürgerschaft. Ziel sei eine Stadt, in der sich Menschen aller Generationen aufgehoben fühlen. Themen wie Bildung, funktionierende Infrastruktur, Wohnen, Kultur, Sport, Klimaschutz und Vorsorge gegen Naturereignisse nannte er als zentrale Aufgaben. Dabei betonte er, dass Celle seine Identität bewahren und sich zugleich weiterentwickeln müsse.

Ehrenbürgerwürde für Martin Biermann

Ein zentraler Moment des Abends war die Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Martin Biermann. Er ist damit der 13. Ehrenbürger der Stadt Celle. Biermann war von 1990 bis 2001 Oberstadtdirektor und wurde nach Abschaffung dieses Amtes im Jahr 2001 zum Oberbürgermeister gewählt. Dieses Amt bekleidete er bis zu seinem Rücktritt Ende 2008.

Dr. Nigge würdigte Biermanns Wirken über mehrere Jahrzehnte. Er habe die Entwicklung der Stadt maßgeblich mitgeprägt – unter anderem durch Projekte im Kulturbereich, die Weiterentwicklung der Congress Union, die Unterstützung der Lichtkunst sowie durch sein Engagement für internationale Beziehungen. Auch die Friedensglocke mit den Wappen der Partnerstädte sei Ausdruck dieses Wirkens. Biermanns Haltung, sein Gespür für Situationen und sein Einsatz für gemeinschaftliche Lösungen hätten Spuren hinterlassen, die bis heute sichtbar seien.

In seiner Dankesrede zeigte sich Martin Biermann sichtlich bewegt. Die Ehrenbürgerwürde seiner Heimatstadt bedeute ihm besonders viel. Er dankte dem Rat, dem Oberbürgermeister und den Bürgerinnen und Bürgern für das Vertrauen, das ihm seit den 1970er-Jahren bei zahlreichen Wahlen entgegengebracht worden sei. Ohne dieses Vertrauen, so Biermann, wäre vieles nicht möglich gewesen.

Weitere Programmpunkte des Abends

Nach der Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Martin Biermann setzte sich das Bühnenprogramm fort, bevor der Abend in den offenen Ausklang im Foyer überging. Zunächst folgte eine Talkrunde zur Städtepartnerschaft mit Tulsa (Oklahoma/USA), die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert. In dem Gespräch wurde auf die Entwicklung der Partnerschaft, persönliche Begegnungen sowie den langjährigen Austausch zwischen beiden Städten zurückgeblickt.

Anschließend richtete sich der Blick auf das Themenjahr zu Caroline Mathilde. Anlässlich des 250. Todestages der dänischen Königin, die ihre letzten Lebensjahre im Exil in Celle verbrachte, wurde das Jubiläumsjahr noch einmal zusammengefasst. Dabei ging es um historische Bezüge, Veranstaltungen und die Bedeutung Caroline Mathildes für die Stadtgeschichte.

Einen Brückenschlag in die Gegenwart bildete danach das Gespräch mit der Celler Influencerin Hannah Rogge, bekannt als „Hannah aus Celle“. Sie berichtete über ihre Verbundenheit zur Stadt, ihre Motivation, Celle in den sozialen Medien sichtbar zu machen, und darüber, warum sie ihre Heimat bewusst in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellt.

Den Abschluss dieses Programmteils gestaltete eine Bühnenshow der Lichterparade. Unter dem Titel „Zirkus“ verwandelten die Tänzerinnen und Tänzer den Großen Saal in eine Manege und leiteten damit zum musikalischen Ausklang und den Begegnungen im Foyer über.

Ausklang mit Musik und Begegnung

Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge hatte bereits im Vorfeld betont, dass der Bürgerempfang mehr sein solle als ein formeller Jahresabschluss. Unter dem Motto „Stadt trifft dich!“ wolle man bewusst Raum für Austausch schaffen. Dieser Ansatz prägte den Abend – als Begegnung zwischen Stadtverwaltung, Bürgerschaft und Gästen aus der Region und der internationalen Partnerwelt.

Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler-Presse.de

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