Sonntag, 8. März 2026

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Stand der Restaurierung des Thaer-Denkmals und Kritik am aktuellen Standort

Seit August dieses Jahres befindet sich das Albrecht-Thaer-Denkmal zur Aufbereitung in einem Steinmetz- und Restaurationsbetrieb in Wedel bei Hamburg, die Rückkehr war für November angekündigt. Doch der Sockel am Eingang zur Altstadt aus Richtung Bahnhofstraße und Hannoverscher Straße ist weiterhin leer.

Der Abtransport erfolgte ohne Ankündigung, von wem die Initiative zur Sanierung ausging, war ebenso unbeantwortet wie die Frage, wem die von Ferdinand Hartzer (1838-1906) erschaffene Statue gehört.

Nun melden sich die Albrecht-Thaer-Gesellschaft e.V. mit Sitz in Hannover und die Fördergesellschaft Albrecht Daniel Thaer e.V. mit Sitz in Möglin (Brandenburg) gemeinsam zu Wort in Form einer Pressemitteilung, in der sie den Stand der Restaurierung beschreiben: „Die obersten Materialschichten wurden geprüft, gereinigt und ausgebessert. Derzeit werden Risse verfüllt, die Inschriften neu vergoldet und Lasuren aufgetragen. Zuletzt steht die Modellage der abgebrochenen Finger an.“

Den Standort inmitten des Thaerplatzes sehen beide Vereine kritisch: „Hier steht es seit 1998 zwar zentral, aber an einem viel befahrenen Verkehrsknotenpunkt, der wenig repräsentativ ist. Auch die Verkehrsabgase hatten schlechte Auswirkungen auf die Materialsubstanz des Denkmals und ließen sie in den letzten Jahrzehnten stark leiden.“

Sowohl die Albrecht-Thaer- als auch die Fördergesellschaft wünschen sich, „das Denkmal an einem anderen besser zugänglichen und repräsentativeren Ort in Celle wieder aufzustellen. Hier soll eine innerstädtische Position mit mehr touristischem Fokus in Erwägung gezogen werden.“ Aktuell streben die Vereine an, „noch einmal in den Austausch mit dem Verwaltungsausschuss der Stadt Celle zu gehen, um den seinerzeitigen Beschluss zur Aufstellung am heutigen Standort aufheben zu lassen“, heißt es in der Pressemitteilung.

Der in Celle geborene und aufgewachsene Albrecht Daniel Thaer (1752-1828) verließ im Jahr 1804 seine Heimatstadt und ließ sich in Möglin nieder. Das Rittergut, das ihm als Wohnort und Musterbetrieb für seine agrarwissenschaftlichen Studien diente, befindet sich im heutigen Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg und gehört aktuell zur Lindhorst-Gruppe, die ihren Sitz in Winsen/Aller hat. Der Unternehmer Jürgen Lindhorst senior ist Mitglied in beiden Vereinen und unterstützt die Restaurierung der Marmor-Statue finanziell.

Die Lindhorst-Gruppe, die aus den Geschäftsbereichen Land- und Forstwirtschaft, erneuerbare Energien, Bauen und Immobilien sowie Pflegeeinrichtungen besteht, saniert zurzeit den „historischen, mehrteiligen Gebäudekomplex in Möglin denkmalgerecht und nach hohen ökologischen Standards.“ Entstehen wird nach Angaben der beiden Vereine auf den rund 700 Quadratmetern bis 2027 eine Mischung aus Miet- und Eigentumswohnungen.

Einen Zeitpunkt für die Rückkehr des Denkmals nach Celle wird in der Pressemitteilung nicht genannt.

Anke Schlicht
Redaktion Celler Presse
Foto: Lindhorst-Gruppe; Abtransport des Thaer-Denkmals am 18. August 2025

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