Sonntag, 8. März 2026

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Vielfältige Projekte beim Regionalwettbewerb Jugend forscht

Am 28. Regionalwettbewerb Jugend forscht in Celle am 17. und 18. Februar in der Halle 10 im Kultur- Veranstaltungszentrum CD-Kaserne nahmen Schülerinnen und Schüler aus der Region Nord- und Ost-Niedersachsen teil. 53 Projekte wurden präsentiert und 40 Preise wurden vergeben die von verschiedenen Sponsoren zur Verfügung gestellt wurden. Der Wettbewerb wurde zum vierten Mal unter der Patenschaft des Unternehmens Baker Hughes, vertreten durch die Baker Hughes INTEQ GmbH, ausgerichtet.

Es wurden rund 40 Preise in den sieben Fachgebieten vergeben:

  • Arbeitswelt
  • Biologie
  • ChemieGeo- und Raumwissenschaften
  • Mathematik/Informatik
  • Physik
  • Technik
    – plus mehrere Sonderpreise.

Ergänzend zu unserem Bericht vom 19. Februar https://celler-presse.de/2026/02/19/mit-53-projekten-rekordbeteiligung-beim-celler-regionalwettbewerb-jugend-forscht/ stellen wir heute exemplarisch für die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer einige Projekte vor:

„Eignung von Abfallprodukten zur Wärmedämmung“

Assia Medraoui, Jalenar Al Halaki und Pias Linda Koch vom Marion-Koch-Gymnasium Nienburg untersuchten im Fachgebiet Chemie die „Eignung von Abfallprodukten zur Wärmedämmung“. Sie untersuchten, ob ausgewählte Abfallprodukte sich grundsätzlich als einfache Wärmedämmstoffe eignen. Es interessierte dabei, ob Materialien, die sonst weggeworfen werden, eine Dämmwirkung besitzen, die für eine praktische Anwendung relevant sein könnte. Der Fokus lag dabei auf Baumwolle, Schafwolle und Kokosfasern. In mehreren Versuchsreihen wurde überprüft, wie gut  die einzelnen Stoffe Wärme zurückhalten.

„Wie lässt sich Rosten verhindern?“

Max Schwedler, Jannis Leon Fiedler und Justus Metzing vom Hermann-Billung-Gymnasium Celle stellten im Fachgebiet Chemie das Projekt: „Wie lässt sich Rosten verhindern?“ vor. Dabei untersuchten sie Eisennägel unter verschiedenen Bedingungen, um herauszufinden, mit welchen Stoffen diese besonders schnell rosten. Anschließend haben sie Nägel mit verschiedenen Haushaltsstoffen behandelt, um herauszubekommen, wie man das Rosten besonders gut verhindern kann. Dabei kamen u.a. Zinn, Lackfarbe und Honig zum Einsatz. Zinn zeigte dabei die beste Wirkung.

„Erholsamer Schlaf durch NOX – Der Schlaftracker mit Daten zur Selbstauswertung“

Emil Mohs vom Gymnasium Ernestinum Celle ging im Fachgebiet Technik dem Thema „Erholsamer Schlaf durch NOX – Der Schlaftracker mit Daten zur Selbstauswertung“ nach. Das Projekt basierte auf der Idee, den Schlaf mit einem selbstgebauten Analysegerät zu erforschen und ihn zu optimieren. Schlaf ist zu individuell, um ihn zu pauschalisieren. Deswegen hat Emil ein Gerät entwickelt, das hochwertige Schlafdaten ohne die Auswertung einer Fremdsoftware liefert. Dabei wurden die Luftfeuchtigkeit, die Lufttemperatur, die Luftqualität, die Bewegung im Schlaf, die Herzfrequenz und die Atmung berücksichtigt. Die Speicherung der Daten erfolgt auf einer SD-Karte, die nach der Nacht mit einem einfachen Skript als Diagramm das Ergebnis verständlich darstellt.

„Die neue Generation der Rettung“

Kolja Grünewald und Max Lohmann von der IGS Achim haben in dem Fachgebiet Technik „Die neue Generation der Rettung“ vorgestellt. In diesem Projekt haben die beiden Schüler einen Quadcopter, dessen Rahmen und Komponenten selbst konstruiert und mit einem 3D-Drucker hergestellt wurden. Ziel war es, einen kleinen Medicopter zu entwickeln, der eine kleine Transportbox trägt. In dieser Box sollen einfache Erste-Hilfe-Materialien Platz finden, die schnell zu schwer erreichbaren Orten gebracht werden können. Mit diesem Projekt wollen die beiden Schüler nicht nur ihre technischen Fähigkeiten im Bereich Aerodynamik und 3DDesign erweitern, sondern auch zeigen, wie selbstgebaute Drohnen für sinnvolle, praktische Einsätze genutzt werden können.

„Reismörtel“

Lavinia Aurelia Twele und Lea Sophie Leiding vom Marion-Dönhoff-Gymnasium Nienburg haben sich im Fachgebiet Arbeitswelt dem Baustoff „Reismörtel“ gewidmet. Vor allem unter der Ming-Dynastie – kam dieser Reismörtel großflächig zum Einsatz. Einige Abschnitte der Chinesischen Mauer stehen heute noch gerade wegen dieses Reismörtels – während andere Bauwerke aus derselben Zeit längst zerfallen sind. Die Eigenschaften:  sehr hohe Festigkeit, Wasserresistenz,  bessere Haltbarkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Erdbeben haben die Schülerinnen nun näher untersucht. Sie haben u.a. Reisbrei, Reismehl und Reiswasser hergestellt, dem Mörtelgemisch beigefügt und kleine Yton-Steine damit verfugt und mit verschiedenen Gewichten die Belastbarkeit getestet. Zukünftig ist noch geplant, dass Mörtelfugen starker Hitze (Gasbrenner) und Kälte (Gefrierfach) ausgesetzt werden, um einen möglichen Einfluss von extremen Witterungsbedingungen zu entdecken.

„Planetare Pioniere“

Kim Bogun und Johanna Runge vom Hermann-Billung-Gymnasium Celle haben sich im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften als „Planetare Pioniere“ betätigt. Sie haben untersucht, wie verschiedene marsähnliche Umweltbedingungen das Wachstum ausgewählter Bakterien beeinflussen. Dazu wurden Eschericia coli, Bacilluss subtilis, Micrococcus luteus und Deinococcus radioduans unter veränderten Laborbedigungen kultiviert. Untersucht wurden u.a. der Einfluss einer CO2-reichen Atmosphäre, einem reduzierten Luftdruck, Salzstress, niedrigen Temperaturen, Caalciumsulfat, Eisenoxid sowie UV-C-Strahlung. Das Bakterienwachstum wurde mithilfe einer standardisierten Methode anhand des Bedeckungsgrades auf Nährmedien ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass einzelne Faktoren wie CO2 oder mineralische Zusätze das Wachstum nur gering beeinflussen, während die UV-Strahlung und niedrige Temperaturen einen stark hemmenden Effekt besitzen.

„Modell eines Vulkanausbruchs“

Felix Hauenstein und Fredrik Horn vom Hermann-Billung-Gymnasium Celle haben im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften ein „Modell eines Vulkanausbruchs“ erstellt. Der Vulkanausbruch wurde mithilfe einer chemischen Reaktion simuliert. Dazu kamen Wasserstoffperoxid, Hefe als Katalysator, Seife und Lebensmittelfarbe zum Einsatz. Ziel war es, die Ausbruchsdynamik – insbesondere die Geschwindigkeit und Konsistenz der Lava – möglichst realistisch an einen echten Vulkanausbruch anzupassen. Um dies zu erreichen wurden mehrere Versuchsreihen durchgeführt mit unterschiedlichen Mischungsverhältnissen. Die Ergebnisse wurden mit Videomaterial realer Ausbrüche verglichen und das Modell schrittweise optimiert.

„Nachhaltiges Papier aus Apfelresten“

Daniel Peter Willems, Serban-Florian Tudor und Mathilde Rollert befassten sich im Fachgebiet Arbeitswelt mit dem Thema: „Nachhaltiges Papier aus Apfelresten“. Dabei ging es darum, Apfelpapier herzustellen, um eine nachhaltige Alternative zur herkömmlichen Papierproduktion zu schaffen. Bei der klassischen Herstellung wird viel Holz benötigt, was zur Abholzung und zum Verlust von Lebensräumen führt. Apfelpapier reduziert diesen Holzverbrauch, indem Apfelreste aus der Lebensmittelindustrie genutzt werden. Apfelpapier verbindet Umweltbewusstsein mit Innovation und zeigt wie nachwachsende Rohstoffe und Recycling zum Klimaschutz beitragen können. So wurden verschiedene Methoden bei der Herstellung erprobt und versucht, das Material so zu optimieren, dass es zum Schreiben geeignet ist.

Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler Presse.de

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