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Großer Andrang beim Tag der offenen Tür am Gymnasium Ernestinum

Zahlreiche Schülerinnen und Schüler – viele von ihnen gemeinsam mit ihren Eltern – nutzten am 6. März 2026 die Gelegenheit, sich beim Tag der offenen Tür am Gymnasium Ernestinum in Celle über das Profil und die vielfältigen Angebote des traditionsreichen altsprachlichen Gymnasiums zu informieren.

Nach der Begrüßung in der Aula durch Schulleiter Johannes Habekost sorgten die unterschiedlich instrumentierten Schulorchester des Gymnasiums mit eindrucksvollen Auftritten für einen stimmungsvollen Auftakt. In den Klassen- und Fachräumen präsentierten Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler Unterrichtsinhalte, Projekte und Arbeitsgemeinschaften und standen für zahlreiche Fragen der jungen Besucherinnen und Besucher sowie ihrer Eltern zur Verfügung.

Während des Rundgangs herrschte eine lockere und entspannte Atmosphäre, bei der auch der Spaß nicht zu kurz kam. Ein besonderes Highlight war eine Rikscha, mit der sich die angehenden Schülerinnen und Schüler durch die Flure des Schulgebäudes fahren lassen konnten, um auf ungewöhnliche Weise verschiedene Stationen des Rundgangs zu besuchen. Selbst Schulleiter Johannes Habekost ließ es sich nicht nehmen, eine Fahrt in der von Schülerinnen und Schülern gezogenen und geschobenen Rikscha zu genießen.

Für musikalische Akzente sorgte darüber hinaus die Schulband „Room 55“, die mit flotten Rhythmen für zusätzliche Stimmung in den Räumlichkeiten sorgte.

Lebendige Tradition und besondere Sprachenvielfalt

Im persönlichen Gespräch erläuterte Habekost, dass der Tag der offenen Tür vor allem dazu diene, die große Bandbreite der Fachgebiete sichtbar zu machen. „Uns ist wichtig, den Kindern und ihren Eltern zu zeigen, wie vielfältig unser Unterrichtsangebot ist“, betonte der Schulleiter.

Ein besonderes Profilmerkmal des Ernestinums ist das Fach Hebräisch, das im Raum Celle ein Alleinstellungsmerkmal darstellt. Dass dieses Angebot eine lange Tradition besitzt, zeigte auch der Besuch ehemaliger Lehrkräfte: Der frühere Hebräisch-Lehrer Dr. Dr. Friedrich Erich Dobberahn, mittlerweile 76 Jahre alt, ließ es sich nicht nehmen, den Tag der offenen Tür persönlich zu besuchen und mit großem Interesse die Entwicklung „seines“ Fachs zu verfolgen. Ebenso war Oberstudienrat im Ruhestand Michael Krebs (83) gekommen, um seine frühere Wirkungsstätte zu besuchen und mit ehemaligen Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch zu kommen.

Europäische Perspektiven und Sprachenvielfalt

Das Gymnasium Ernestinum trägt seit einigen Jahren den Titel „Europaschule“. Internationale Begegnungen und interkulturelle Kompetenz spielen daher eine zentrale Rolle im Schulalltag, etwa durch Austauschprogramme und europäische Projekte.

Aktuell hospitieren zudem drei Lehrerinnen aus Italien am Ernestinum. Wie Schulleiter Habekost erklärte, verfolgen sie mit großem Interesse den Unterricht und das Schulleben. Sprachliche Barrieren gibt es dabei nicht: Eine der Lehrkräfte spricht Deutsch, mit den beiden anderen ist eine reibungslose Verständigung auf Englisch selbstverständlich. Englisch ist erste Fremdsprache am Ernestinum, gefolgt von Französisch, Latein oder Russisch ab Klasse 5 oder 6. Als dritte Wahlpflichtsprache (ab Klasse 8) stehen Griechisch oder Französisch zur Wahl. Zudem werden AGs in Hebräisch, Italienisch und Chinesisch angeboten. 

Interesse aus der Kommunalpolitik

Auch Vertreter des Schulträgers nutzten die Gelegenheit, sich ein Bild vom Schulleben zu machen. Für den Kreistag waren die FDP-Mitglieder Charles Sievers und Steffen Lenzen vor Ort. Sie zeigten großes Interesse an den präsentierten Unterrichtsangeboten und suchten das Gespräch mit Lehrkräften sowie der Schulleitung.

Eine Schule mit langer Geschichte

Das Gymnasium Ernestinum gehört zu den traditionsreichsten Schulen Niedersachsens. Seine Wurzeln reichen bis in das Jahr 1328 zurück, als in Celle eine Lateinschule gegründet wurde. Seit 1928 trägt das Gymnasium seinen heutigen Namen, der auf Herzog Ernst den Bekenner zurückgeht.

Heute lernen am Ernestinum mehrere hundert Schülerinnen und Schüler. Neben dem altsprachlichen Profil mit Latein und Griechisch bietet die Schule ein breites Sprachenangebot, naturwissenschaftliche Profile sowie zahlreiche Arbeitsgemeinschaften – von Musik und Theater über Rudern bis hin zu „Jugend forscht“.

Mit Blick auf den kommenden Sommer steht für die Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgangs bereits das Abitur bevor. In den vergangenen Jahren lag die Zahl der Absolventinnen und Absolventen jeweils bei rund 50 bis 60 Schülerinnen und Schülern. Gleichzeitig bereitet sich die Schule auf die Aufnahme neuer Fünftklässler vor, die nach den Sommerferien ihre Laufbahn am Ernestinum beginnen werden.

Der Tag der offenen Tür bot den Besucherinnen und Besuchern somit nicht nur einen umfassenden Einblick in Unterricht, Projekte und Schulleben, sondern auch die Möglichkeit, das besondere Profil des traditionsreichen Gymnasiums kennenzulernen. Und das lohnte sich auch bei einem längeren Aufenthalt. Für das leibliche Wohl war gesorgt mit vielerlei Kleinigkeiten. Man musste nur dem Duft folgen. Auch für die Zubereitung der Köstlichkeiten haben sich die engagierten Schülerinnen und Schüler ein Lob verdient.

Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler Presse.de

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