Dienstag, 12. Mai 2026

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Wathlingen: Gericht stoppt vorerst Lkw-Anlage für Salzwässer

Die Bürgerinitiative Umwelt Wathlingen sieht sich in ihrem Vorgehen gegen eine geplante Lkw-Entladeanlage am Schachtstandort bestätigt. Nach eigenen Angaben wurden zentrale Punkte ihrer Klage vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg aufgegriffen.

Auslöser war eine Bautätigkeit im Sommer 2025 am Schacht in Wathlingen. Recherchen der Initiative ergaben, dass das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) dem Unternehmen K+S eine Genehmigung zum Bau einer Anlage erteilt hatte. Über diese sollten fremde Salzwässer per Lkw angeliefert und zur weiteren Flutung des Bergwerks eingebracht werden.

Die Bürgerinitiative erhob im August 2025 Klage gegen das Vorhaben. Sie begründete dies unter anderem mit einer aus ihrer Sicht fehlenden Genehmigung für die Einleitung fremder Salzwässer, möglichen Gefahren durch Altlasten im Untergrund sowie mit zusätzlichem Lkw-Verkehr. Auch der Schutz einer benachbarten Artenschutz-Ausgleichsfläche spielte in der Argumentation eine Rolle.

Nach Angaben der Initiative wurde zudem gegen die vom LBEG angeordnete sofortige Vollziehung der Genehmigung vorgegangen. In der Folge seien Anpassungen erfolgt: So wurde die Zufahrt zur geplanten Entladeanlage nach Süden verlegt, um die Ausgleichsfläche zu entlasten. Außerdem hätten LBEG und K+S eingeräumt, dass eine abschließende Genehmigung für die Einleitung von Salzwässern aus anderen Standorten bislang nicht vorliegt. Die Anordnung der sofortigen Vollziehung sei inzwischen zurückgenommen worden.

Die Bürgerinitiative bewertet dies als Erfolg ihrer juristischen Schritte. Sie verweist darauf, dass sie sich seit mehreren Jahren gegen zusätzliche Belastungen durch Verkehr, Lärm und Staub im Zusammenhang mit der Haldenabdeckung und der Nutzung des Bergwerks einsetzt.

Gleichzeitig kündigt die Initiative an, ihr Engagement fortzusetzen. Ziel sei es weiterhin, zusätzlichen Lkw-Verkehr durch die Ortschaften zu verhindern und alternative Lösungen für den Umgang mit der Halde zu prüfen.

Redaktion
Celler Presse
Foto: Holger Müller

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