Mittwoch, 13. Mai 2026

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DEHOGA Niedersachsen warnt vor Schaden durch ÖPNV-Streiks zur Hannover

Der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Niedersachsen sieht die von Verdi angekündigten Streiks im öffentlichen Nahverkehr in Hannover zu Beginn der Hannover Messe mit großer Sorge. Zusätzlich kommt es womöglich durch die von der Vereinigung Cockpit angekündigten Streiks bei der Lufthansa auch im Luftverkehr zu Einschränkungen. Damit wird die Anreise für viele nationale und internationale Gäste deutlich erschwert.Messe Präsident Breuckmann: „Unverantwortlicher Zeitpunkt – massiver Schaden für Tourismus und Wirtschaft“

„Der Zeitpunkt dieser Streiks ist aus Sicht des Gastgewerbes höchst problematisch“, erklärt DEHOGA-Präsident Dirk Breuckmann. „Zur Hannover Messe erwarten wir mehr als 100.000 Besucher aus aller Welt. Wenn genau dann zentrale Verkehrsinfrastrukturen ausfallen, ist das nicht nur ein massiver Imageschaden für den Wirtschafts- und Tourismusstandort Hannover, sondern auch darüber hinaus.“ 

Die Hannover Messe hat Strahlkraft für das Land Niedersachsen, denn sie zählt zu den wichtigsten internationalen Leitmessen und ist für Hotellerie und Gastronomie ein zentraler wirtschaftlicher Faktor. Einschränkungen bei der Anreise treffen die Branche unmittelbar.

„Unsere Betriebe haben sich intensiv auf diese Tage vorbereitet – personell, logistisch und wirtschaftlich. Wenn Gäste verspätet anreisen, Termine verpassen oder im schlimmsten Fall ganz fernbleiben, hat das direkte Auswirkungen auf Umsatz und Auslastung“, so Breuckmann weiter. 

Neben den wirtschaftlichen Folgen sieht der DEHOGA Niedersachsen auch langfristige Risiken: „Wir stehen im internationalen Wettbewerb um Gäste, Veranstaltungen und Investitionen. Ein solcher Start in eine weltweit bedeutende Messe sendet das falsche Signal. Verlässlichkeit und Erreichbarkeit sind zentrale Standortfaktoren – sie dürfen nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden.“ 

Bei allem Verständnis für das Streikrecht appelliert der Verband an alle Beteiligten, die Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft stärker in den Blick zu nehmen: „Das Streikrecht ist ein hohes Gut. Dennoch erwarten wir, dass bei der Wahl von Zeitpunkt und Umfang eines Arbeitskampfes auch die Folgen nicht nur für den bestreikten Wirtschaftsbereich, sondern diverse Branchen drumherum und den Standort insgesamt berücksichtigt werden“, betont Breuckmann. 

Der DEHOGA Niedersachsen fordert daher alle Beteiligten auf, schnellstmöglich zu tragfähigen Lösungen zu kommen, um weiteren Schaden abzuwenden und die Funktionsfähigkeit des Standorts sicherzustellen.

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Foto: StelaDi / Pixabay

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