Montag, 11. Mai 2026

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Vortragsabend in Synagoge: „Angriffe auf jüdische Friedhöfe seit 1945“ 

 „Angriffe auf jüdische Friedhöfe seit 1945“, so lautet das Thema eines Vortragsabends mit Dr.-Ing. Katrin Keßler am Donnerstag, 7. Mai, um 19 Uhr in der Synagoge, Im Kreise 24.  Keßler ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Bet–Tfila, Forschungsstelle für jüdische Architektur der TU Braunschweig. 

Die mehr als 2000 jüdischen Friedhöfe in Deutschland wurden nicht nur in der Zeit des Nationalsozialismus schwer verwüstet, sondern waren auch nach 1945 immer wieder von Schändungen und anderen Angriffen bedroht. Andererseits waren Angriffe auf Friedhöfe in der Vergangenheit jedoch häufig auch Anlass für ein wachsendes Bewusstsein für das jüdische Erbe vor Ort. Seit den 1960er Jahren entwickelten unterschiedliche Gruppen, aber auch zahlreiche einzelne Personen ein ehrenamtliches Engagement für jüdische Friedhöfe. 

Der Vortrag stellt diese Entwicklung bis heute vor, die Probleme und Herausforderungen wie auch die zunehmende Bedeutung jüdischer Friedhöfe für die Erinnerungskultur und die Vermittlungsarbeit für unterschiedliche Zielgruppen. Katrin Keßler berichtet aus der aktuellen Forschung darüber, was jüdische Friedhöfe für Nachfahren und für die jüdische Gemeinschaft bedeuten und wie sie durch ehrenamtliches Engagement vor dem Vergessen bewahrt werden konnten. 

Veranstalter ist das Stadtarchiv in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Celle.

PR
Foto: Katrin Keßler

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