Ausstellungseröffnung im Museumsdorf Hösseringen
Am vergangenen Wochenende wurde im Museumsdorf Hösseringen feierlich die Sonderausstellung „Narrenfreiheit – Geschichte des Handpuppentheaters“ eröffnet. Die Veranstaltung zog zahlreiche Gäste an und verband auf gelungene Weise kulturelle Bildung mit unterhaltsamer Inszenierung.





Bereits die Moderation der Eröffnungsfeier verlieh dem Ereignis eine besondere Note: Die bekannte Figur „Kasi“ aus der Fernsehreihe Hallo Spencer führte charmant und humorvoll durch das Programm. Mit seiner lebendigen Art schuf er eine einladende Atmosphäre und leitete souverän zu den Redebeiträgen über.
Der Vorsitzende des Trägervereins, Jörg Hillmer, eröffnete den offiziellen Teil und sprach seinen Dank an alle Beteiligten sowie Leihgeber aus, die maßgeblich zur Realisierung der Ausstellung beigetragen haben. Im Anschluss erläuterten Museumsleiter Dr. Ulrich Brohm sowie die Hauptleihgeberinnen Irmgard und Christa Pastors die Hintergründe der Ausstellung. Die aus Viersen stammenden Zwillingsschwestern stellten einen bedeutenden Teil ihrer über Jahrzehnte aufgebauten Sammlung zur Verfügung. Ihre Motivation entspringt der Beobachtung, dass traditionelle Handpuppen zunehmend aus dem Alltag von Kindern verschwinden. Mit großem Engagement trugen sie rund 2.000 Exponate zusammen, von denen etwa 280 in Hösseringen präsentiert werden.
Ergänzt wird die Ausstellung durch weitere Leihgaben, unter anderem vom Münchner Marionettentheater sowie privaten Sammlern. Dadurch entsteht ein umfassender Überblick über die Entwicklung des europäischen Puppenspiels.
Inhaltlich widmet sich die Ausstellung der historischen und kulturellen Bedeutung des Handpuppentheaters. Der stellvertretende Museumsleiter Dr. Björn Thomann verdeutlichte in seinem Beitrag das zentrale Motiv der „Narrenfreiheit“: Figuren wie der Kasper nutzen ihre Rolle, um gesellschaftliche Normen zu hinterfragen und Kritik zu üben – oft humorvoll, manchmal provokant. Die Ausstellung spannt dabei einen Bogen von den Ursprüngen des Puppenspiels in der Antike über das mittelalterliche Jahrmarkttheater bis hin zu modernen Formen in Film und digitalen Medien.
Besonderer Wert wurde auf die Ansprache eines breiten Publikums gelegt. Als familienorientierte Ausstellung konzipiert, bietet sie sowohl informative Inhalte für Erwachsene als auch interaktive Elemente für Kinder. Junge Besucher haben die Möglichkeit, bekannte Figuren zu entdecken und selbst erste Erfahrungen im Puppenspiel zu sammeln.
Ein künstlerischer Höhepunkt der Eröffnung war die Aufführung des Puppentheaters „GRIMMbim“. Mit ihrer Inszenierung von „Rumpelstilzchen“ begeisterten Martin Lessmann und Herbert Lange das Publikum und unterstrichen die lebendige Tradition dieser Kunstform.
Insgesamt präsentierte sich die Ausstellungseröffnung als gelungene Veranstaltung, die historische Tiefe, kulturelle Relevanz und unterhaltsame Vermittlung miteinander verbindet. Das Museumsdorf Hösseringen bestätigt damit erneut seine Rolle als bedeutender kultureller Ort in der Region.
Redaktion
Celler Presse
Fotos: Museumsdorf
Diese Seite zeigt gesponsorten Marketing-Inhalt, Quell- und Informationslinks sowie extern eingespielte Banner und Flash-Anzeigen.
WhatsApp-Kanal
Immer bestens informiert! Erhalten Sie die neuesten Nachrichten und Updates jetzt auch direkt auf Ihr Smartphone. Folgen Sie unserem WhatsApp-Kanal und bleiben Sie schnell und unkompliziert auf dem Laufenden. Hier klicken und abonnieren!
Anzeige






