Zwei Richterinnen des Oberlandesgerichts Celle zu Bundesrichterinnen gewählt: Dr. Reershemius-Schulz und Dr. Zapf wechseln nach Karlsruhe
Der Bundesrichterwahlausschuss hat am 10. Juni 2026 die Richterinnen am Oberlandesgericht Celle Dr. Maike Reershemius-Schulz und Dr. Jana Christina Zapf zu Richterinnen am Bundesgerichtshof gewählt. Sie werden demnächst von Celle nach Karlsruhe wechseln.
Die Präsidentin des Oberlandesgerichts Celle Stefanie Otte gratulierte den Kolleginnen: „Mit Frau Dr. Reershemius-Schulz und Frau Dr. Zapf wurden gleich zwei herausragende Richterinnen vom Oberlandesgericht Celle an den Bundesgerichtshof gewählt. Wir werden unsere Kolleginnen wegen ihrer außergewöhnlichen fachlichen Kompetenz und ihrer hochgeschätzten persönlichen Art in Celle vermissen. Aber vor allem freuen wir uns mit ihnen über die Bestätigung ihrer juristischen Expertise und darüber, dass die außerordentlich hohe Qualität der Rechtsprechung aus diesem Hause kontinuierlich Bundesrichterinnen und Bundesrichter hervorbringt.“
Dr. Reershemius-Schulz begann ihre Laufbahn in der niedersächsischen Justiz im März 2009 als Proberichterin bei der Staatsanwaltschaft Hannover. Nach Stationen bei dem Amtsgericht Celle und dem Landgericht Hildesheim wurde sie im Juli 2012 in Hildesheim zur Richterin am Landgericht ernannt. Ab September 2014 war die 45-Jährige an das Niedersächsische Justizministerium abgeordnet, wo sie u.a. in einem strafrechtlichen Referat – zeitweise auch als Referatsleiterin – tätig war. Der Abordnung schlossen sich ab April 2018 eine weitere Abordnung und die spätere Versetzung an das Landgericht Hannover an. Dort wirkte sie in mehreren Strafkammern, bevor sie im Januar 2020 zur Richterin am Oberlandesgericht Celle ernannt wurde. Dr. Reershemius-Schulz ist am Oberlandesgericht Celle u.a. Mitglied in einem für Revisionen und Bußgeldsachen zuständigen Strafsenat und einem Staatsschutzsenat sowie Mitarbeiterin in der Präsidialverwaltung.
Dr. Jana Christina Zapf gehört der niedersächsischen Justiz seit ihrer Ernennung zur Richterin auf Probe im Juli 2009 an und wurde im April 2013 zur Richterin am Landgericht in Hildesheim ernannt. Die 46jährige Richterin war bereits von Dezember 2017 bis einschließlich September 2020 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Bundesgerichtshof abgeordnet und dort im 1. Strafsenat tätig. Nach ihrer Rückkehr an das Landgericht Hildesheim erfolgte im Januar 2021 ihre Ernennung zur Richterin am Oberlandesgericht Celle. Sie ist ebenfalls einem Strafsenat und Senat für Bußgeldsachen sowie dem u.a. für Staatsschutzsachen zuständigen 4. Strafsenat zugewiesen.
Die Wahl zur Bundesrichterin oder zum Bundesrichter erfolgt durch den Bundesrichterwahlausschuss. Dieser besteht aus 32 Mitgliedern und wird von der Bundesjustizministerin oder dem Bundesjustizminister einberufen. Der Ausschuss setzt sich aus den Justizministerinnen und Justizministern der 16 Bundesländer sowie 16 weiteren, vom Deutschen Bundestag gewählten Mitgliedern zusammen. Er entscheidet in geheimer Abstimmung mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen.
PR
Foto: Celler Presse
Diese Seite zeigt gesponsorten Marketing-Inhalt, Quell- und Informationslinks sowie extern eingespielte Banner und Flash-Anzeigen.
Anzeige







