Spatenstich für Kooperationsprojekt von Landkreis und Land Niedersachsen
„Die Bedeutung von Zivil- und Katastrophenschutz nimmt heute einen anderen Stellenwert ein als damals vor 13 Jahren“, sagt Landrat Axel Flader beim heutigen Start eines Großprojektes auf dem Gelände des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) in Scheuen. Dass die Idee, die 2013 geboren wurde, heute beim ersten Spatenstich von so großer Wichtigkeit sein würde, sei nicht absehbar gewesen, spielt Flader auf den in jüngster Zeit bei so vielen Themen zu erlebenden schnellen Wandel an.






Auf dem traditionsreichen ehemaligen Bundeswehrstandort in Scheuen wird eine feuerwehrtechnische Zentrale für den Landkreis Celle und ein neues Technikzentrum für das NLBK entstehen. Die Nutzung durch die Bundeswehr endete 2006, im Jahr 2012 übernahm das Niedersächsische Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz das Gelände als Trainings- und Technikzentrum. Diese Aufgaben und Inhalte werden nun erheblich erweitert durch das Kooperationsprojekt zwischen Landkreis und Land Niedersachsen. Drei neue Gebäude werden unter der Leitung des Staatlichen Baumanagements Lüneburger Heide (Amtsleiterin Petra Könneker, auf dem Foto links) entstehen: eine Fahrzeughalle, ein 25,5 Meter hoher Übungsturm sowie ein Technikzentrum, das den funktionalen Schwerpunkt bildet und verschiedene Funktionen für Ausbildung, Werkstattbetrieb und Logistik vereint.
Als Regierungsvertreter ist Finanzminister Gerald Heere für das staatliche Baumanagement zuständig, in seiner Rede betonte er, ein gemeinsamer Standort von Land und Landkreis sei auch als Symbol für eine enge Verzahnung von Land und Kommunen zu verstehen. „Die neu entstehenden Gebäude werden ein Teil dessen, das man als Kritische Infrastruktur bezeichnen kann.“ Er zitierte die Innenministerin Daniela Behrens, die ihre Teilnahme wegen eines aktuellen Gewaltdelikts in Stade absagen musste und ihrem Ministerkollegen ihr Manuskript in die Hand gedrückt hatte: „Die Anforderungen an den Brand- und Katastrophenschutz nehmen stetig zu. In Celle-Scheuen schaffen wir durch den Neubau die dafür notwendigen modernen und leistungsfähigen Rahmenbedingungen.“
Wieso Scheuen, hatte Landrat Axel Flader rhetorisch gefragt: „Es ist geografisch sehr zentral und es ergeben sich an dieser Stelle Synergieeffekte. Die Arbeiten und Abläufe von Kreisfeuerwehr und NLBK ähneln sich, hier kann künftig zusammengeführt werden.“
Gemeinsam mit dem Landesbrandmeister Dieter Rohrberg, der Amtsleiterin Petra Könneker, Finanzminister Gerald Heere sowie NLBK-Präsident Dr. Christian Kielhorn griff Axel Flader zum Spaten und gab den Startschuss für das Großprojekt mit einem Investitionsvolumen 66 Mio Euro, das im August 2029 beendet sein soll.
Anke Schlicht
Redaktion Celler Presse
Fotos: Anke Schlicht
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