Mittwoch, 12. August 2026

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Bürgerpark Unterlüß nach Aufwertung eröffnet – Pumptrack zieht erste Besucher an

Nach rund sieben Wochen Bauzeit ist der Bürgerpark in Unterlüß am heutigen Freitag offiziell wieder für die Öffentlichkeit freigegeben worden. Herzstück der rund 2,3 Hektar großen Anlage ist ein neuer Pumptrack, der bereits während der Eröffnungsfeier zahlreiche Kinder und Jugendliche anzog. Auch wenn noch einzelne Arbeiten ausstehen, ist der Park nun weitgehend nutzbar und soll die Aufenthaltsqualität im Ortskern deutlich verbessern.

Gemeinsam durchschnitten Katharina Ebeling, Bürgermeisterin der Gemeinde Südheide, Unterlüß‘ Ortsbürgermeister Kurt Wilks sowie Jakob Schulz von der ausführenden Firma Hoppe Garten- und Landschaftsbau das rote Band und eröffneten den neugestalteten Park offiziell.

Unter den Gästen befanden sich außerdem Vertreter der Gemeindeverwaltung, Mitglieder des Gemeinde- und Ortsrates sowie der Kinder- und Jugendbeirat.

Erste Besucher ließen nicht lange auf sich warten

Dass die neuen Angebote gut angenommen werden, zeigte sich bereits vor der offiziellen Freigabe. Kaum war der Pumptrack zugänglich, nutzten Kinder und Jugendliche die neue Strecke ausgiebig. Besonders der Rundkurs war während der gesamten Veranstaltung nahezu durchgehend befahren.

Ortsbürgermeister Kurt Wilks erklärte, ursprünglich habe der Park bereits in der vergangenen Woche eröffnet werden sollen. Da einzelne Arbeiten jedoch noch nicht abgeschlossen gewesen seien, habe man den Termin verschoben. Dennoch sei schon jetzt deutlich geworden, wie groß das Interesse an der neuen Anlage sei.

„Die Leute wollen den Park nutzen“, sagte Wilks. Schon kurz nach Bekanntwerden der bevorstehenden Eröffnung sei der Zuspruch groß gewesen.

Noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen

Vollständig fertiggestellt ist der Bürgerpark allerdings noch nicht. Lieferverzögerungen sorgen dafür, dass einige Elemente erst in den kommenden Wochen ergänzt werden.

Unter anderem fehlen derzeit noch die Hangrutsche am Rodelberg, ein weiterer Unterstand sowie ein Fitnessgerät. Auch eine Klimmzuganlage konnte bislang nur teilweise geliefert werden.

Wilks zeigte sich dennoch zufrieden. Durch den neuen Pumptrack und die Fitnessangebote werde der Bereich nun erstmals seinem Namen als Bürgerpark gerecht.

Ziel sei es gewesen, sämtliche Arbeiten noch vor Beginn der Sommerferien weitgehend abzuschließen.

Investition in Aufenthaltsqualität

In ihrer Begrüßung bezeichnete Bürgermeisterin Katharina Ebeling die Fertigstellung als weiteren Baustein zur Aufwertung des Ortskerns von Unterlüß.

Der Bürgerpark sei gemeinsam mit dem Quartiersplatz im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Wachstum und nachhaltige Entwicklung – Lebenswerte Quartiere gestalten“ neugestaltet worden. Bund und Land übernehmen dabei rund zwei Drittel der Kosten, die Gemeinde Südheide trägt den verbleibenden Eigenanteil.

Die konkrete Idee sei im Rahmen des Gemeindeentwicklungsplans Südheide 2040 entstanden. Anregungen kamen sowohl aus dem Ortsrat Unterlüß als auch vom Kinder- und Jugendbeirat. Vor allem der Wunsch nach einem Pumptrack sei von Jugendlichen mehrfach geäußert worden.

„Mir ist es ausgesprochen wichtig, diesen neugestalteten Bereich nach einer Bauzeit von nur sieben Wochen freizugeben“, sagte Ebeling.

Pumptrack als Mittelpunkt des Parks

Das auffälligste neue Element ist der 117 Meter lange Pumptrack, der aus langlebigen Fiberglas-Elementen besteht und durch modellierte Erdaufschüttungen ergänzt wurde.

Geplant wurde die Anlage von Herrn Witte, den Ebeling während der Eröffnung ausdrücklich begrüßte. Der Parcours sei sowohl für Kinder und Einsteiger als auch für geübte Fahrer geeignet und biete unterschiedliche Schwierigkeitsgrade.

Neben der Pumptrack-Anlage wurden im Park weitere Angebote geschaffen oder modernisiert:

sechs Fitnessgeräte (ein weiteres folgt noch),
eine Fahrrad-Reparaturstation mit Luftpumpe und Werkzeug,
ein Trinkwasserbrunnen,
zusätzliche Sitzgelegenheiten und Tisch-Bank-Kombinationen,
erneuerte Wege mit wassergebundener Oberfläche,
neue Blühflächen und Bepflanzungen,
die Sanierung des bestehenden Unterstandes,
die technische Instandsetzung des historischen Wasserspiels.

Auch der Rodelberg wurde umgestaltet. Neben barrierearmen Aufstiegsrampen erhält dieser eine neue Hangrutsche, die nach ihrer Lieferung eingebaut wird.

Historisches Wasserspiel erhalten

Besonderes Augenmerk legte die Gemeinde auf den Erhalt der sogenannten Kieselguranlage, die bereits vor rund zwölf Jahren als Brunnen gestaltet worden war.

Gemeinsam mit den ursprünglichen Gestaltern Kalkmann senior und junior sowie Herrn Bergholz wurde das Wasserspiel technisch überarbeitet und wieder funktionsfähig gemacht.

Rund 450.000 Euro investiert

Nach Angaben der Gemeinde belaufen sich die Gesamtkosten derzeit auf rund 450.000 Euro. Darin enthalten sind Planungsleistungen, Gutachten, Beleuchtung, Landschaftsbau, Sportgeräte sowie die Arbeiten am Brunnen.

Die eigentlichen Bauarbeiten begannen Mitte Mai dieses Jahres. Bereits zuvor waren erste Rückschnittarbeiten an der Vegetation erfolgt.

Dank an alle Beteiligten

Zum Abschluss der Veranstaltung dankte Bürgermeisterin Katharina Ebeling allen am Projekt beteiligten Unternehmen, Planern sowie den Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung. Namentlich hob sie unter anderem Ortsbürgermeister Kurt Wilks, den Vorsitzenden des Bauausschusses Rüdiger Ahlert, Jugendpfleger Andrej Wilms, Fachbereichsleiterin Uschi Braun sowie Frank Stobbe und Niels Pelikan aus der Verwaltung hervor. Ebenso würdigte sie die Arbeit der Firma Hoppe Garten- und Landschaftsbau, vertreten durch Jakob Schulz.

Nach dem symbolischen Durchschneiden des roten Bandes nutzten viele Besucher die Gelegenheit, den neugestalteten Bürgerpark bei Getränken und Gebäck zu erkunden. Vor allem der neue Pumptrack zeigte bereits am ersten Tag, dass er künftig zu den beliebtesten Anlaufpunkten im Park gehören dürfte.

Redaktion
Celler Presse
Foto: Celler Presse