Landkreis Celle: Richtfest für größtes Schulbauprojekt –2027 Fertigstellung des Neubaus – 2029 Fertigstellung des Gesamtprojekts
Keine fünf Monate nach der Grundsteinlegung ist am Schulzentrum Burgstraße bereits Richtfest gefeiert worden: Der Rohbau des Neubaus steht, aus Plänen ist sichtbar Gebautes geworden. Landrat Axel Flader würdigte den Baufortschritt bei der Feier als besonderen Meilenstein und dankte allen Beteiligten für die geleistete Arbeit.„Der Rohbau markiert die Halbzeit eines jeden Bauvorhabens – und hinter diesen Mauern steckt die Arbeit vieler Hände und Köpfe“, sagte Landrat Axel Flader.























Mit dem Neubau und der Sanierung am Schulzentrum Burgstraße realisiert der Landkreis Celle sein bislang größtes schulisches Investitionsprojekt. Auf drei Geschossen entstehen im Neubau künftig für das Gymnasium Ernestinum Unterrichts- und Kursräume, im zweigeschossigen sanierten Alttrakt entstehen für die IGS Celle Cluster- und Verwaltungsräume sowie als bindendes Element der Fachunterrichtstrakt. Alle Bauarbeiten sollen bis Herbst 2029 abgeschlossen sein.
Im jetzigen Neubau werden im Erdgeschoss auf rund 4.050 Quadratmetern zehn allgemeine Unterrichtsräume mit vorgelagerten Lernzonen, eine Pausenhalle, der Verwaltungstrakt sowie Lehrerbereiche mit Lehrerzimmer, Lehrerpausenraum, Lehrerbibliothek und einer Elternküche entstehen. Im ersten Obergeschoss folgen auf weiteren rund 2.425 Quadratmetern 15 Unterrichtsräume, im zweiten Obergeschoss auf ebenfalls rund 2.425 Quadratmetern sieben Unterrichtsräume sowie neun Kursräume. Alle Geschosse verfügen zudem über moderne Lernzonen und zusätzliche Differenzierungsräume.
Möglich wird das zügige Bautempo durch die serielle Bauweise: Die Bauelemente – einschließlich Fenster und Verschattungssysteme – werden bereits vorgefertigt angeliefert. Beim nachhaltigen Bauen setzt der Landkreis Maßstäbe: Der Neubau wird nach Energiestandard EG 20 errichtet, beheizt über Luftwärmepumpen und mit Gründächern mit integrierter Photovoltaik ausgestattet, die zugleich Regenwasser zurückhalten.
Als ersten fertiggestellten Baustein des neuen Schulcampus übergab der Landrat im Rahmen der Feier den kernsanierten Musikpavillon der IGS Celle – mit neuer Fensterfassade – offiziell an die Schule. Symbolisch überreichte er dem kommissarischen Schulleiter Sebastian Zeblewski den Schlüssel in Form eines Notenschlüssels.
Der Landrat dankte den am Bau beteiligten Unternehmen und Personen. Ebenso dankte er den Leitungsteams beider Schulen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.Die Fertigstellung des Neubaus ist für 2027 geplant. Anschließend folgt die Sanierung und Erweiterung des gesamten Bestandsgebäudes. Spätestens 2029 soll das Gesamtprojekt abgeschlossen sein: zwei moderne Schulbereiche mit gemeinsamer Mitte aus Fachunterrichtsräumen sowie neu gestalteten Außenanlagen.
Mario Kling, Geschäftsführer des Generalunternehmers Goldbeck, betonte in seiner Rede: „Für uns als Unternehmen ist es immer ein besonderer und sehr freudiger Anlass, hier in Celle ein Bauprojekt gemeinsam mit Ihnen feiern zu dürfen. Wir bauen immer wieder gerne in Celle – und diese Baumaßnahme ist dabei auch für uns etwas Besonderes.“
Und gerichtet an die Handwerkerinnen und Handwerker: „Wir feiern heute Richtfest. Deshalb gilt mein besonderer Gruß natürlich den Handwerkerinnen und Handwerkern, die dieses Projekt Tag für Tag mit ihrem Können und ihrem Einsatz voranbringen. Ohne ihren Beitrag wäre ein solches Vorhaben nicht möglich.
Was macht dieses Projekt so besonders?
Es geht darum, einen neuen Gebäudeteil zu schaffen und gleichzeitig zwei bestehende Schulen – das Gymnasium Ernestinum und die IGS – zu einem gemeinsamen Schulzentrum zusammenzuführen. Das funktioniert nur im Zusammenspiel aller Beteiligten. Die zentrale Frage war von Anfang an: Wie schaffen wir ein gemeinsames Schulzentrum, das den unterschiedlichen Anforderungen gerecht wird und gleichzeitig einen Ort schafft, an dem sich Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer gleichermaßen wohlfühlen? Dabei gehe es um die Verbindung von Architektur, Funktion und Gestaltung. All diese Aspekte müssen so zusammengebracht werden, dass sie nicht nur auf dem Papier funktionieren, sondern auch im täglichen Schulbetrieb.
Gemeinsam mit dem Bauherrn und dem Landkreis sei es uns gelungen, hier ein Stück weit das Bauen der Zukunft sichtbar zu machen. „Die Frage lautet dabei immer: Was hat sich bewährt und kann weiter genutzt werden? Und wo schafft etwas Neues tatsächlich einen Mehrwert und einen neuen Nutzen?“ so Kling
Der Schulleiter des Gymnasiums Ernestinum, Johannes Habekost, bezeichnete das heutige Richtfest als ein sichtbares Zwischenergebnis einer lange vorbereiteten Entwicklung und zugleich ein vorläufiger Höhepunkt in der 698-jährigen Schulgeschichte des Ernestinums. Mit der Übernahme der Schulträgerschaft für alle weiterführenden Schulen habe der Landkreis Celle vor gut 20 Jahren gewaltige finanzielle Verpflichtungen und Herausforderungen übernommen – insbesondere für die Unterhaltung, Sanierung und Anpassung eines großen Gebäudebestandes an die Anforderungen unserer Zeit. Mit der mutigen Entscheidung zur Sanierung und Erweiterung des Schulzentrums an der Burgstraße habe der Landkreis nun ein starkes Bekenntnis sowohl zur IGS als auch zum Gymnasium Ernestinum abgegeben.
Habekost: „Wir freuen uns auch darüber, dass unsere Arbeit nicht nur von unseren Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern, sondern auch in der Öffentlichkeit und insbesondere von unserem Schulträger Wertschätzung erfährt. Die Entscheidung, eine solche große Investition in gute Schulen und gute Lernbedingungen zu tätigen, ist deshalb auch eine Investition in die Zukunft unserer jungen Menschen. Denn eine gute Schule ist weit mehr als ein Gebäude. Sie ist ein Ort, an dem Menschen miteinander und voneinander lernen, kommunizieren und sich wohlfühlen.“
Das sei ein Ort, an dem jungen Menschen über fachliche Anforderungen hinaus umfassende Bildung und die Entwicklung zu verantwortungsbewussten Menschen ermöglicht wird. Und sie sei ein Ort, an dem erwachsene Menschen – insbesondere die Lehrkräfte – über Jahrzehnte hinweg einen attraktiven und wertschätzenden Arbeitsplatz finden.
Deshalb ist es für uns besonders wichtig, dass unsere Vorstellungen und Wünsche von Anfang an in die Planung einfließen konnten. Daraus ist ein Entwurf entstanden, der aus unserer Sicht sowohl funktional als auch ästhetisch sehr überzeugend ist.
Habekost: „Dabei ging es nicht nur um große architektonische Fragen, sondern immer wieder auch um die Details, die für unsere Schule identitätsstiftend sind. So sollen beispielsweise Elemente unseres bisherigen Schulhofs ihren Platz im neuen Gebäude wiederfinden. Dazu gehören Erinnerungsplatten früherer Abiturjahrgänge ebenso wie Skulpturen aus dem Innenhof beziehungsweise dem Treppenhaus. Auch wenn deren Erhalt und Integration mit zusätzlichem Aufwand verbunden sind, ist uns das sehr wichtig.“
Der Schulleiter der IGS, Sebastian Zeblewski, bedankte sich bei allen, die dieses Projekt möglich gemacht haben und mit großem Engagement begleiten.
Zeblewski: „Mein Dank gilt dem Landrat und der Politik für die Unterstützung und die verlässliche Begleitung dieses Vorhabens. Ebenso danke ich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung des Landkreises Celle, die uns während der gesamten Zeit offen, freundlich und hilfsbereit begegnet sind. Es war stets spürbar, dass unsere Anliegen ernst genommen und Anregungen konstruktiv aufgenommen wurden.“
Schön sei auch, dass der Musikpavillon schon fertiggestellt ist und heute übergeben wurde. An ihm sehe man bereits sehr gut, was hier insgesamt entstehen wird. Er stehe gewissermaßen beispielhaft für das neue Gebäude: Der Kern, die Funktion und die Ausrichtung passen genau zu den Bedürfnissen unserer Schule. Er sei modern gestaltet, und doch wurden auch alte Elemente sinnvoll aufgegriffen und in das neue Gesamtbild integriert. So entstand ein Gebäude, das nicht nur zeitgemäß ist, sondern vor allem funktional und genau auf unsere Schule zugeschnitten ist.
Zeblewski: „In diesem Zusammenhang möchte ich auch dem Schulleiter des Ernestinums, Herrn Habekost, ganz herzlich danken. Die offene Art und das gute Miteinander, das ich in der letzten Zeit erleben durfte, waren für mich sehr wertvoll. Ich nehme das als gutes Zeichen und als Ermutigung für die kommende Zeit.“
„Wenn auch die nächsten Monate mit Einschränkungen verbunden sein werden, glaube ich fest daran, dass wir auch diese Zeit gemeinsam gut meistern werden — mit Geduld, mit gegenseitigem Verständnis und mit dem gemeinsamen Ziel, das Beste für unsere Schulgemeinschaft zu erreichen“, so der IGS-Schulleiter abschließend.
PR/Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler Presse
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