Freitag, 11. September 2026

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Großangelegte Katastrophenschutzübung auf dem Gelände des NLBK Technik- und Trainingszentrums in Scheuen

Am Samstag den 22.August 2026 führte das Niedersächsische Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) die letzte der dreiteiligen Übungsreihe, die im Jahr 2024 gestartet wurde, auf dem Gelände des NLBK Technik und Trainingszentrums in Scheuen, durch. Es wurden jeweils zwei der insgesamt sechs in Niedersachsen stationierten Medizinischen Task Forces (MTF) in einer realitätsnahen Großübung auf ihre Leistungsfähigkeit überprüft.

Die Medizinische Task Force des Bundes dient der Unterstützung bzw. Ergänzung und Ablösung der Einheiten des Landeskatastrophenschutzes, sowie des Sanitätsdienstes in der Versorgungsstufe 4 (Spannungs- und Verteidigungsfall) im Bereich der Erstversorgung mit zahlreichen Verletzten in zerstörten Gebieten.

Ziel der Übung war es zu testen, wie das Rahmenkonzept des Bundes, das Deutschlandweit einheitlich ist, funktioniert.

Im Ernstfall muss eine reibungslose Zusammenarbeit der Einsatzkräfte gewährleistet sein, deshalb wurde besonders die Koordination der verschiedenen Einheiten geübt. Es wurde trainiert wie Patientinnen und Patienten in schwierigen Situationen behandelt und transportiert werden können, da besonders bei Naturkatastrophen die Infrastruktur oft beschädigt ist, und Zufahrtswege blockiert oder zerstört sind.

120 ehrenamtliche Einsatzkräfte der verschiedenen Hilfsorganisationen wie, Deutsches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Johanniter Unfallhilfe, DLRG und der Arbeiter-Samariter Bund, übten mit 98 Darstellern, die mit unterschiedlichen simulierten Verletzungsmustern die Opfer realitätsnah darstellten, den Ernstfall. Dazu gehören Umweltkatastrophen, großflächige Unfälle und der Verteidigungsfall.

Zunächst wurden die Verletzungen der Patientinnen und Patienten gesichtet, in Sichtungskategorien von rot bis grün eingestuft, und anschließend in den zahlreichen Versorgungszelten, die alle einheitlich ausgerüstet sind, stabilisiert und behandelt. Für einen erforderlichen Transport ins Krankenhaus standen zahlreiche Rettungswagen zur Verfügung. Für besonders schwere Fälle war auch ein Airbus Eurocopter im Einsatz, der mit zwei Piloten, einem Arzt, und einem Luftrettungsmeister besetzt war.

Deutschland investiert derzeit massiv in Zivilschutz. Medizinische Notfallstrukturen werden ausgebaut, um im Ernstfall schnell reagieren zu können. Der Zivilschutz kommt bei erkannten Gefahren sofort zum Einsatz, unterstützt durch moderne Warnsysteme und koordinierte Einsatzkräfte. Die Bürger sollten sich aber zusätzlich selbst vorbereiten, um die Zeit bis zum Eintreffen der Hilfe zu überbrücken und erste Hilfe leisten können.

Um auf Krisen und Katastrophen künftig gut vorbereitet zu sein, hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe eine Broschüre herausgebracht.

Weitere Infos:
www.bbk.bund/vorsorge
www.bbk.bund.de

Editha Urich
Redaktion Celler Presse
Fotos: Editha Urich

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