„Ohne das Ehrenamt geht es im Handwerk nicht“
Ehrenamt und Handwerk – auf den ersten Blick erschließt sich keine unmittelbare Verbindung. Doch die gibt es, und zwar in Form der ehrenamtlich tätigen Prüfer und Prüferinnen, die in den zahlreichen unterschiedlichen Prüf-Ausschüssen tätig sind und damit für den Nachwuchs im Handwerk sorgen.





„Das Ehrenamt im Handwerk lebt. Und das ist gut so. Denn ohne das Ehrenamt geht es im Handwerk nicht“, sagte der Präsident der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, deren Kammerbezirk auch den Landkreis Celle umfasst, Detlef Bade. Gemeinsam mit der zweiten Säule der handwerklichen Selbstverwaltung, den Kreishandwerkerschaften, zeichnete die Kammer am Freitagabend in der Congress Union 33 ehrenamtlich tätige Prüfer und Prüferinnen für ihr Engagement aus. „Unsere Prüferinnen und Prüfer bringen ihr Fachwissen, ihre Erfahrung und viel persönliche Zeit ein und tragen damit entscheidend zur Qualität der beruflichen Bildung bei“, begründete der Präsident den „Tag des Ehrenamtes im Handwerk“, wie die Veranstaltung im Europasaal überschrieben war.
Vor der Vergabe der Urkunden und dem anschließenden Essen konnten sich die Anwesenden bei Musik der Cover-Band deep passion entspannen und etwas lernen beim Vortrag des Bundesliga- und FIFA- Schiedsrichters Harm Osmers „Souverän entscheiden, konsequent umsetzen“. Er arbeitete Parallelen heraus zwischen seiner Aufgabe, Entscheidungen auf dem Fußballplatz zu treffen und dem Agieren in der Arbeitswelt. „Wer Akzeptanz für seine Entscheidungen herbeiführen möchte, muss Transparenz herstellen“, berichtete er, eine Fehlerkultur sei wichtig und besonders bei unpopulären Entscheidungen spiele für die Vermittlung die innere Überzeugung eine große Rolle.
Anke Schlicht
Redaktion Celler Presse
Fotos: : Anke Schlicht
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