Gemeinsam Kultur erleben – Der Celle Tag am 10. Oktober vereint Bomann-Museum und Kunstmuseum zu einer kreativen Einheit
Am Samstag, den 10. Oktober, laden das Bomann-Museum und das Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon alle Bürgerinnen und Bürger sowie Familien aus Celle und der Region herzlich zum zweiten „Celle Tag“ 2026 ein. Bei freiem Eintritt erwartet die Besucherinnen und Besucher von jung bis alt ein buntes, niederschwelliges Aktions- und Mitmachprogramm. Ziel der traditionsreichen Veranstaltung ist es, Kultur lebendig zu vermitteln, Vorurteile abzubauen und die beiden Häuser als zusammenwachsende, kreative Einheit erfahrbar zu machen.


Dann können Besucherinnen und Besucher die Frage stellen: „Wie sieht unsere Welt in Zukunft aus? Und können wir aus der Vergangenheit lernen?” Zwischen 11.00 Uhr und 17.00 Uhr können überall in den Museen spannende Ausstellungen, Aktionen, Führungen und Vorführungen entdeckt werden.
Die Zukunft beginnt nicht erst morgen. Alles, was für uns heute selbstverständlich ist, hat eine Geschichte. Der Blick auf die Vergangenheit kann deshalb helfen, die Gegenwart besser zu verstehen und Ideen für morgen zu entwickeln. Die Celler Museen sind dafür ein idealer Ort: Im Bomann-Museum geht es darum, aus dem Gestern für das Morgen zu lernen, während das Kunstmuseum dazu einlädt, einen eigenen kreativen Blick auf die Zukunft zu entwickeln. Adrian Schwinge, Museumspädagoge und Daphne Mattner, Kuratorin Kunstvermittlung erläuterten beim Pressetermin was die Besucherinnen und Besucher am Celle Tag zu sehen bekommen.
Eine Symbiose zweier Häuser: Wechselseitige Inspiration
Obwohl das Bomann-Museum als eines der größten regionalgeschichtlichen Museen Niedersachsens und das Kunstmuseum Celle unterschiedliche Schwerpunkte setzen, bilden sie baulich und inhaltlich ein eingespieltes Team. Museumspädagoge Andrian Schwinge Kuratorin Daphne Mattner bringen es auf diesen Nenner: „Interessant ist die Symbiose zwischen Bomann-Museum und Kunstmuseum, die sich gegenseitig bereichern und beflügeln. Man stolpert ungewollt in Themen hinein, die sich überraschenderweise miteinander verknüpfen. Wenn wir im Bomann-Museum beispielsweise das Thema ‚Kapseln‘ geschichtlich betrachten, greift das Kunstmuseum dieselbe Idee mit ganz eigenen Mitteln und einer anderen künstlerischen Sprache auf. So entsteht für unsere Gäste eine große, zusammenhängende kreative Einheit.“
Finale einer Trilogie: Der Blick in die Zukunft
Der diesjährige Celle Tag bildet den feierlichen Abschluss einer dreiteiligen Vermittlungs-Reihe: Nach einer Reise in die Vergangenheit verschiedener Epochen sowie einer Gegenüberstellung von historischen und gegenwärtigen Lebenswelten richtet sich das Hauptaugenmerk in diesem Jahr auf das Zukunftsthema.
Wie sieht die Welt in 50 oder 100 Jahren aus? Am Celle Tag können Besucherinnen und Besucher ihrer eigenen Zukunft eine Nachricht hinterlassen. Gemeinsam gestalten und basteln sie eine Zeitkapsel und überlegen, welche Wünsche, Ideen und Dinge sie für die Menschen von morgen bewahren möchten. Was soll in der Kapsel stecken und was erzählt sie später über unser Leben heute? Außerdem dürfen sie Vorschläge machen, welche Gegenstände aus unserem heutigen Alltag in Zukunft von Museen gesammelt werden sollen. Wie könnte Celle in Zukunft aussehen? Daneben können sich Besucherinnen und Besucher künstlerisch mit der zukünftigen Entwicklung der Stadt auseinanderzusetzen. Der Mal-o-Mat wartet auf Vorschläge, was in der Stadt der Zukunft nicht fehlen darf und spuckt im Handumdrehen eine Zeichnung davon aus. Eine Fotostation bietet zudem die Möglichkeit, sich selbst in einer zukünftigen Stadtlandschaft zu inszenieren. So entstehen kreative Zukunftsbilder, die zeigen, wie unterschiedlich die Vorstellungen von der Stadt von morgen sein können.
Eine wichtige Rolle in den Städten von morgen wird die Energiegewinnung spielen. Dabei basiert die Ausbreitung von Leben auf der Erde von Anfang an auf Sonnenenergie. Auch die heute noch genutzten fossilen Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas wurden vor viele Millionen Jahren durch Sonnenenergie gebildet. Doch diese fossilen Sonnenenergievorräte gehen nicht nur in absehbarer Zeit zur Neige, sondern ihre Nutzung verursacht und beschleunigt den Klimawandel. Die Sonne ist die einzige Quelle, die uns noch weitere 4 Mrd. Jahre Energie liefern wird, ob wir nun direkt die Sonnenwärme nutzen oder das Sonnenlicht in Strom umwandeln. Und auch Strom aus Wind und Wasserkraft beruht letztlich auf Sonnenenergie. Der durch seine Experimentierkurse für Kinder als Doc Hu bekannte Wissenschaftler Dr. Michael Huber wird dies mit vielen Bildern, praktischen Beispielen und Experimenten für Jung und Alt erläutern.
Kleidung begleitet uns jeden Tag – doch wie wird sie hergestellt und was passiert mit ihr, wenn wir sie nicht mehr tragen? Besucherinnen und Besucher können entdecken, wie sich die Herstellung und Nutzung von Kleidung verändert hat und was hinter den Begriffen Fast Fashion und Slow Fashion steckt. Beim Ausprobieren der traditionellen Herstellung von Leinen aus Flachs werden die Arbeit und der Wert, die in einem Kleidungsstück stecken, begreifbar. Beim Anprobieren alter Bauernkleidung kann man in vergangene Zeiten schlüpfen. Und beim Upcycling alter T-Shirts zu Taschen kann Stoff ein neues Leben geschenkt und Ressourcen gespart werden. Um den Umgang mit Ressourcen in der Zukunft geht es auch bei der Station des Zweckverbands Abfallwirtschaft Celle. Was passiert mit unserem Müll und wie können wir in Zukunft bewusster mit Rohstoffen umgehen? Besucherinnen und Besucher spielerisch können erkunden, was mit unterschiedlichen Abfällen passiert und warum Recycling für die Zukunft wichtig ist. An verschiedenen Mitmach-Stationen wird sortiert, ausprobiert und überlegt, wie aus gebrauchten Dingen etwas Neues entstehen kann. Dabei geht es auch um die Frage, was wir aus unserem Umgang mit Dingen in der Vergangenheit für eine nachhaltige Zukunft lernen können.
Wie man vielleicht aus der Vergangenheit von morgen lernen kann, ist auch das Thema zweier weiterer Stationen an diesem Tag. Im Mini-Steinzeit-Camp wird gefragt: Wer jagte, wer sammelte und wer kümmerte sich um das Lager? Und waren diese Aufgaben tatsächlich so klar zwischen Frauen und Männern verteilt, wie wir es uns heute vorstellen? Es darf spielerisch erkundet werden, wie Menschen in der Steinzeit gelebt und zusammengearbeitet haben. Bei der spielerischen Jagd und dem Fährtenlesen wird zum Beispiel deutlich, dass es wichtiger ist, wie geschickt man ist, als die Frage, ob man Mann oder Frau ist. Außerdem warten weitere Aufgaben und Steinzeit-Objekte darauf, ausprobiert zu werden. Dabei zeigt sich: Welche Aufgaben Menschen übernehmen, kann sich verändern – und auch unsere Vorstellungen von Rollen und Zusammenarbeit sind nicht in Stein gemeißelt. Und im Innenhof des Museums sind dann grüne Daumen gefragt. Wie können Pflanzen auch auf kleinem Raum wachsen und gedeihen? Wie könnte der Garten von morgen aussehen? Und müssen wir immer dasselbe anbauen? Besucherinnen und Besucher können ihr eigenes kleines Gewächshaus im Schraubglas zusammenstellen. Außerdem können sie in den Hochbeeten des Museums alte Nutzpflanzen entdecken und erfahren, warum sich viele dieser Pflanzen nicht mehr auf Feldern oder Gärten finden lassen.
In der Museumspädagogischen Werkstatt dreht sich dann alles um Roboter. Roboter gehören für viele Menschen zur Zukunft – doch wie funktionieren sie eigentlich? Das können Besucherinnen und Besucher selbst ausprobieren. Die Veranstaltungsreihe „BibKids“ der Stadtbibliothek Celle stellt dazu ihre Blue-Bots vor. Mit ihnen lernen Kinder ganz einfach Programmieren und mit Robotern Aufgaben zu erfüllen. Außerdem können sie aus einer Zahnbürste ihren eigenen kleinen Bürstenroboter bauen. So wird Technik spielerisch erfahrbar und die Zukunft bekommt ein ganz persönliches Gesicht.
Im Kunstmuseum sieht die Zukunft bunt, verrückt und absolut handgemacht aus. Hier wird erfunden und gebaut, was in der echten Welt noch dringend fehlt: Ein Roboter-Kumpel zum Beispiel, der verschwundene Socken findet oder Pommes zum Frühstück serviert. Mit Pappkartons, Stoffen und ganz viel herrlichem Schnick-Schnack lässt sich so ein eigener „Best Buddy“ zum Leben erwecken. Wer gerne den Durchblick behalten möchte, gestaltet im Handumdrehen eine coole „Was-Wäre-Wenn-Brille“. Damit lässt sich ganz wunderbar in eine fantasievolle Welt von Übermorgen schauen.
Wer bei so viel Aktion Hunger und Durst bekommt, kann sich in der Garderobe des Bomann-Museums eine kleine Auszeit nehmen, kräftig durchatmen und gegen Spende mit leckeren Waffeln und einem wärmenden Getränk versorgen.
Die Museen freuen sich sehr, dass auch die nächsten beiden Celle Tage – am 10. Oktober 2026 und im April 2027 – wieder von der Sparkasse gesponsert werden. 5.000 EUR ermöglichen es, neben den eigenen Angeboten der Museumspädagogischen Werkstadt und der Kunstpädagogik externe Akteure einzuladen und damit ein breit aufgestelltes Programm für die ganze Familie zu schaffen.
„Wir unterstützen dabei, Kunst und Kultur erlebbar zu machen. Für alle und für jeden. Egal, ob jung oder alt. Egal, ob kunstinteressiert oder nicht. Es freut mich sehr, dass wir dabei helfen, Türen zu öffnen und Begeisterung zu erzeugen“, sagt Dirk Suhrkamp, Direktor der Region Celle von der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg.
Termin: 10.10. von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr, Mitmach-Aktionen bis 16.30 Uhr Uhr
(Einige Aktionen finden nur zu bestimmten Zeitpunkten am Tag statt.)
Ort: Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon und Bomann-Museum Celle, Schlossplatz 7, 29221 Celle
Eintritt und Aktionen sind an diesem Tag kostenfrei
PR/Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler Presse
Diese Seite zeigt gesponsorten Marketing-Inhalt, Quell- und Informationslinks sowie extern eingespielte Banner und Flash-Anzeigen.
Anzeige









