Von Politikverdrossenheit keine Spur: Podiumsdiskussion „Jugend trifft Politik“

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CELLE. 350 Schüler der Oberstufe der Celler Gymnasien hatten gestern im Rahmen der zweiten Podiumsdiskussion im der Veranstaltungsreihe „Jugend trifft Politik“ die Möglichkeit, mit den Kandidaten zur Bundestagswahl zu diskutieren und die Ziele der Einzelbewerber und deren Parteien kritisch zu hinterfragen.

Diesmal mit dabei waren Kirsten Lühmann (SPD), Anja Schulz (FDP), Henning Otte (CDU), Thomas Ehrhorn (AfD), Paul Stern (Die Linke) und Heiko Wundram (Bündnis 90/Die Grünen).

Begrüßt wurden alle Schüler von „Hausherr“ Jörg Nigge, der besonders darauf hinwies, wie wichtig es für jeden Bürger sei, sein Wahlrecht auch wirklich in Anspruch zu nehmen, sich vorher aber auch genau zu informieren, wen man wählen möchte, welche Inhalte einem wichtig sind. So rief er die anwesenden Schüler dazu auf, die Kandidaten „wirklich unter Druck zu setzen“.

Zumindest mit Blick auf eine Partei folgten die Schüler auch diesem Tipp. So gingen die meisten Fragen nach einer Vorstellungsrunde der Kandidaten an Thomas Ehrhorn von der AfD. Gleichzeitig wurden aber auch die Fragen behandelt, was wirklich wichtig für die Jugend ist, welche Privatperson hinter dem Bild auf Wahlperson steckt oder auch welche Unterschiede die Wahlprogramme aufweisen. Dabei kristallisierte sich schnell heraus: Die Schüler waren bestens vorbereitet auf die Kandidaten, kannten teilweise sogar detaillierte Inhalte der Wahlprogramme und hinterfragten diese kritisch.

Beim „Wahl-o-Mat in umgedrehter Form“ zeigten die Kandidaten mit Hilfe von Ampeln, wie sie zu einzelnen Themen stehen: Grün für Zustimmung, Rot für Ablehnung. Hierbei wurde allerdings auch deutlich: Die eigene Position der Politiker war nicht immer zwingend auch die der Parteiprogramme.

Den Abschluss der rund zweistündigen Veranstaltung, welche durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“ gefördert wurde, bildet noch einmal die Möglichkeit, direkt mit den Politikern ins Gespräch zu kommen, die an Stehtischen Rede und Antwort standen.

Das Fazit der Veranstaltung: Entgegen der vielfach bemängelten Politikverdrossenheit scheint gerade die Jugend höchst interessiert am aktuellen Geschehen zu sein und nutze die Gelegenheit zum Austausch mehr als vorbildlich. Und auch den Politikern machte die Gesprächsrunde Spaß, so dass man Ende sogar die Idee aufkam, den Talk auch außerhalb der Wahlen öfter zu veranstalten.

Redaktion
Celler Presse

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