„Haus der Familie“ besteht seit 30 Jahren

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CELLE. Mit einem Festakt im Kunstmuseum Celle feiert der Paritätische Wohlfahrtsverband das 30-jährige Bestehen des „Haus der Familie“ im Beisein zahlreicher Wegbegleiter und Unterstützer und unter Anwesenheit der niedersächsischen Sozialminister Cornelia Rundt. Außerdem wurde der Rahmen zum Anlass genommen, Sigrid Maier-Knapp-Herbst an diesem Abend mit einem Orden des Verbandes zu würdigen.

Das „Haus der Familie“ bietet ein großes Angebot an Hilfeleistungen, welches sich im Laufe der vergangenen 30 Jahre naturgemäß immer mehr erweitert hat. So gibt es beispielsweise das 24-Stunden-Notruftelefon. Unter 05141/6633 können Frauen, die von physischer, psychischer und sexualisierter Gewalt betroffen sind, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Aufenthaltsstatus und ihren finanziellen Möglichkeiten  mit ihren Kindern Schutz und Unterkunft im Frauen- und Kinderschutzhaus finden. Das Notruftelefon ist rund um die Uhr besetzt, so dass eine Aufnahme jederzeit möglich ist. Hilfesuchende erhalten dort Beratung in rechtlichen, sozialen und allgemeinen Lebensfragen sowie Hilfen und Vermittlung, individuelle psychosoziale Beratung und Hilfe bei der Bewältigung der Gewalterfahrungen, Beratung und Unterstützung in Erziehungsfragen, Begleitung und Unterstützung bei der weiteren Lebensplanung oder auch praktische Hilfe und Unterstützung, wie Begleitung bei Behördengängen, Ausfüllen und Bearbeiten von Anträgen und bei der Wohnungssuche.

Ein weiterer wichtiger Tätigkeitsbereich ist die Beratungs- und Interventionsstelle (BISS), erreichbar unter Telefon 05141/214444. Die BISS wird über einen polizeilichen Einsatz wegen häuslicher Gewalt von der Polizei informiert. Die Mitarbeiterin nimmt zeitnah Kontakt mit betroffenen Frauen auf und bietet Hilfe und Unterstützung an.

Außerdem gibt es noch die Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung. Viele Frauen werden ungeplant schwanger. Für einige ist dies eine freudige Überraschung, für andere kann eine ungeplante Schwangerschaft zu großen Konflikten und zu existenziellen Ängsten führen. Fast alle erleben widersprüchliche Gefühle, besonders dann, wenn die Entscheidung für die Schwangerschaft schwer fällt oder unmöglich erscheint. Die Beratung ist ergebnisoffen, anerkannt als Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle nach §§ 218/219 StGB und bietet Schwangerenberatung in Form von Informationen zu sozialen, finanziellen und allgemeinen rechtlichen Fragen sowie sexualpädagogische Veranstaltungen für Mädchen und Jungen.

Das „Haus der Familie“ bietet außerdem Hilfen für Familien mit kleinen Kindern in Form von Eltern-Kind-Gruppen und Selbsthilfegruppen, STEP-Elterntraining und Beratung für Frauen und Familien an.

Alle Anfragen und Beratungen sind kostenlos und unterliegen der Schweigepflicht.

Redaktion
Celler Presse

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