Buntes Fest zum Weltkindertag auf dem Brandplatz

CELLE. Am 20. September ist Weltkindertag, der auch in Deutschland jedes Jahr gefeiert wird. Bereits am Sonnabend, 16. September, gab es dazu auf dem Brandplatz ein buntes Fest für Kinder, an dem sich der Kinderschutzbund, UNICEF, SchutzCelle und Celler Kitas beteiligten und für Kinder eine Vielzahl an Aktionen anboten.

Der Kinderschutzbund beispielsweise nutzte diesen Tag, um auf die Rechte von Kindern aufmerksam zu machen. Die UN-Kinderrechtskonvention trat 1990 in Kraft. “Die Bundesregierung hat sie 1992 unterschrieben, aber bis heute noch nicht umgesetzt. Für die Umsetzung der Kinderrechte müssten diese im Grundgesetz festgeschrieben werden. Der Kinderschutzbund, UNICEF und andere Organisationen fordern daher die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz. Um auf diese Forderung aufmerksam zu machen, beteiligte sich der Kinderschutzbund Celle an dem von der Stadt Celle, Fachberatung Kindertageseinrichtungen, organisierten Fest” erzählte Silvia Seibel, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes. „Wir feiern den Weltkindertag, denn Kinder haben Rechte. Mach mit. Spiel mit. Sprich mit“, so ihre Aufforderung. Der Kinderschutzbund Celle bot das „Kinderrechte-Quiz“ an, bei dem Kinder 15 Fragen zum Thema mit ja oder nein beantworten konnten. Im Anschluss wurde mit den Kindern besprochen, welche Rechte tatsächlich ihre Kinderrechte sind. Zudem wurde mit der Aktion „Klingeln für die Kinderrechte“ lautstark auf die Rechte von Kindern aufmerksam gemacht.

Zum Anliegen des Weltkindertages: „Kindern eine Stimme geben!“ – unter dieses Motto stellen UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk den diesjährigen Weltkindertag am 20. September. Im Vorfeld der Bundestagswahl rufen die Kinderrechtsorganisationen gemeinsam dazu auf, mehr Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in Deutschland zu schaffen.

Im unmittelbaren Lebensumfeld der Kinder, in Schulen und Kitas, in Städten und Gemeinden, aber auch auf Landes- und Bundesebene müssen Kinder und Jugendliche Gelegenheiten bekommen, ihre Ideen und Meinungen einzubringen. Bei der Bundestagswahl dürfen Kinder nicht mit abstimmen. Deshalb appellieren das Deutsche Kinderhilfswerk und UNICEF an die Parteien, Kinderinteressen in ihren Wahlprogrammen zu berücksichtigen und in konkrete Politik für Kinder umzusetzen.

„Um uns für die Belange und Bedürfnisse von Kindern einzusetzen müssen wir Kindern die Möglichkeit geben, sich Gehör zu verschaffen. Nur so schaffen wir die Basis für eine gesellschaftliche Entwicklung Deutschlands, die dem demografischen Wandel Rechnung trägt und die Rechte von Kindern stetig zur Geltung bringt. Auch fast 25 Jahre nach Inkrafttreten der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland müssen wir in unserem Land eine anhaltende Ausblendung und Verdrängung von Kinderinteressen feststellen. Wir brauchen eine Kinderpolitik, die nicht nur Politik für Kinder macht, sondern auch Politik mit Kindern“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Jedes Kind hat ein Recht darauf, bei wichtigen Entscheidungen gehört zu werden. In einer Gesellschaft, die immer mehr von älteren Menschen geprägt wird, ist die Stimme der nachwachsenden Generation ein wichtiger Beitrag für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes“, sagt Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. „Neueste Umfragen zeigen, dass sich über die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland gerne in ihren Städten und Gemeinden politisch einbringen wollen. Politik wird besser wenn wir die Kinder fragen!“

Die UN-Kinderrechtskonvention von 1989 garantiert allen Kindern das Recht auf Überleben, persönliche Entwicklung, Schutz vor Ausbeutung und Gewalt sowie das Recht auf Beteiligung – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe und Religion. Die Kinderrechte gelten in den Entwicklungsländern ebenso wie in Industrieländern wie Deutschland. Deutschland hat die Kinderrechtskonvention vor genau 25 Jahren, im April 1992, ratifiziert und sich verpflichtet, diese umzusetzen.

Zum Weltkindertag am 20. September 2017 machen bundesweit zahlreiche Initiativen unter dem gemeinsamen Motto „Kindern eine Stimme geben!“ auf die Kinderrechte aufmerksam.

Redaktion
Celler Presse

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