IHK warnt vor No-Deal-Brexit

LÜNEBURG. Die Unternehmen in der Region müssen weiterhin auf alle Brexit-Szenarien vorbereitet sein, auch auf einen ungeordneten Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union. Darauf weist die Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg hin.

Hintergrund sind die jüngsten Äußerungen des EU-Chefunterhändlers Michel Barnier, der in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung den Forderungen der britischen Premierministerin Theresa May nach einer Freihandelszone für Güter und Agrarprodukte, nicht aber für den freien Personenverkehr, eine klare Absage erteilt hat. Würde man Großbritannien einen privilegierten Zugang zum Europäischen Binnenmarkt gewähren, führte dies zu einem „unfairen Wettbewerb“, der das „Ende des europäischen Projekts“ bedeuten würde, so der EU-Beauftragte. Barnier betonte zudem, dass er nichts davon halte, die Verhandlungen mit Großbritannien zu verlängern und über das eigentliche Austrittsdatum am 29. März 2019 hinauszuführen.

„Langsam läuft die Zeit davon. Wenn es bis Mitte November keine Einigung zwischen Brüssel und London über einen geordneten EU-Austritt des Vereinigten Königreichs und vor allem über das Verhältnis für die Zeit danach gibt, sollten Unternehmen damit beginnen, ihre Notfallpläne für einen No-Deal-Brexit hervorbringen“, sagt IHK-Außenwirtschaftsberater Lars Heidemann. „Ohne Abschiedsvertrag wird Großbritannien wie jedes andere Drittland behandelt, so dass sich komplizierte Grenz- und Zollverfahren ergeben, die Lieferketten unterbrechen und zu erheblichen Unsicherheiten führen werden.“

Weiteres zum EU-Austritt Großbritanniens findet sich auf www.ihk-lueneburg.de/brexit. Zudem berät die IHK Unternehmen, die vom EU-Austritt Großbritanniens betroffen sind, jederzeit auch im persönlichen Gespräch sowie bei einer kostenfreien Informationsveranstaltung am 7. November in der IHK-Hauptgeschäftsstelle in Lüneburg. Weitere Informationen unter www.ihk-lueneburg.de/veranstaltungen mit der Nummer 151114901.

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