LAGERLITERATEN oder „Tote auf Urlaub“: Oskar Ansull liest im Bomann-Museum aus seinem Buch „Die Baracke der Dichter“

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CELLE. Am Donnerstag, dem 20. September um 19.30 Uhr liest und erzählt Oskar Ansull im Rahmen der Sonderausstellung „Hinter Stacheldraht. Die Kriegsgefangenenlager in Celle 1914–1918“ im Bomann-Museum aus seinem Buch „Die Baracke der Dichter“

Mit seiner Lesung lädt Ansull quasi in die Dichterbaracke ein, die schon 1918 eine Lagerlegende war. Drei der im Cellelager Scheuen 1917 bis 1919 internierten italienischen Offiziere wurden berühmte Schriftsteller: Ugo Betti, Carlo Emilio Gadda und Bonaventura Tecchi. Die Anfänge ihrer Literatur gehen auf ihren Lageraufenthalt in Scheuen zurück.

In einer anderen Baracke lebte der Maler und Zeichner Francesco Nonni, dessen eindrucksvolle Grafiken vom Hungerwinter 1917/18 in der Ausstellung zu sehen sind. Und auch der Dramatiker Alberto Casella war in Celle interniert. Sein Drama „La morte in vacanca“ („Der Tod macht Ferien“) entwarf er im Lager. Es wurde mehrmals verfilmt, zuletzt 1998 mit Brad Pitt, Anthony Hopkins und Claire Forlani: „Meet Joe Black“.

Eintritt: 5,00 EUR

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