IHK-Umfrage: Ausbildungsbetriebe können mit klaren Strukturen und Zukunftsperspektiven punkten – Immer mehr Abiturienten unter den Azubis.

LÜNEBURG. Wer sich für eine duale Ausbildung entschieden hat, ist mit diesem Schritt zufrieden. Im Durchschnitt bewerten junge Menschen ihre Ausbildung mit der Note 2,5. Das zeigt die aktuelle Umfrage der Industrie- und Handelskammer Niedersachsen (IHKN), an der sich knapp 5000 Auszubildende im letzten Lehrjahr beteiligt haben, 768 aus dem IHK-Bezirk Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW). Und: Rund 80 Prozent würden sich wieder für ihren Beruf entscheiden.

 „Die Ergebnisse machen deutlich, wie attraktiv die berufliche Ausbildung für junge Menschen ist. Das ist eine gute Nachricht für die regionale Wirtschaft, denn als Ausbildungsbetriebe sichern sie sich die Fachkräfte von morgen“, sagt Volker Linde, Leiter Aus- und Weiterbildung der IHK Lüneburg-Wolfsburg und  Sprecher berufliche Bildung der IHKN.

Wichtigste Kriterien für die Wahl des Ausbildungsberufs sind für die Befragten der Spaß am Beruf (68 Prozent) und gute berufliche Zukunftsperspektiven (63 Prozent). Weitere Kriterien sind, dass der Ausbildungsplatz ihren Neigungen entspricht (52 Prozent), die Aussicht auf Übernahme (50 Prozent), das Image des Unternehmens (36 Prozent) und die Qualität der Ausbildung (37 Prozent).

Gefragt wurde auch, wie die Erwartungen der Jugendlichen mit Blick auf die Unternehmenskultur und die Ausbildungsorganisation waren – und ob die Betriebe diese erfüllt haben. „Wichtig sind für die Jugendlichen ein angenehmes Betriebsklima, gut strukturierte Ausbildungspläne und Vermittlung der Ausbildungsinhalte, eine fundierte Vorbereitung auf die Prüfungen sowie eine regelmäßige Reflexion des Ausbildungsstandes“, fasst Volker Linde zusammen. „In diesen Handlungsfeldern haben die Unternehmen noch Luft nach oben, denn hier weichen die von den Azubis gegebenen Durchschnittsnoten am stärksten von den Erwartungen ab.

Für die Wahl des Ausbildungsbetriebs spielt die Nähe zum Wohnort (61 Prozent) und zur Berufsschule eine wichtige Rolle, umso mehr, je jünger die Befragten sind. „Das spiegelt auch eine Umfrage unter Unternehmen, die eine standortnahe Beschulung als eine der wesentlichen Voraussetzungen für erfolgreiche Ausbildung sehen“, sagt Linde.

Bei der Berufswahl setzten die jungen Leute am häufigsten auf die Beratung von ihrer Familie und von Freunden (69 Prozent). Jeder zweite hat sich über ein Praktikum orientiert und bei jedem Fünften resultierte daraus der Ausbildungsvertrag. Online-Angebote wie die Website des Unternehmens nutzten 24 Prozent der Jugendlichen für die Suche nach dem Ausbildungsplatz, Abiturienten sogar zu 34 Prozent. „Das zeigt, wie wichtig die eigene Website zur Ansprache dieser Zielgruppe ist – und mehr als ein Drittel der Auszubildenden hat Abitur“, fasst Volker Linde zusammen.

Im IHK-Bezirk Lüneburg-Wolfsburg ist der der Anteil der Auszubildenden mit Abitur seit 2015 um zehn Prozentpunkte auf 36 Prozent (IHKN: 31 Prozent) gestiegen. Weitere 43 Prozent der Berufsstarter haben einen Realschulabschluss, jeweils 10 Prozent eine Fachhochschulreife oder einen Hauptschulabschluss. Und: Je höher der Schulabschluss, desto besser bewerten die Azubis ihre Ausbildung. Abiturienten vergeben die Note 2,2.

Unternehmen, die sich im Bereich Ausbildung noch besser aufstellen wollen, erhalten im IHK-Netzwerk Dialog Ausbildung Erfahrungsaustausch und  fachlichen Input: ihk-lueneburg.de/dialog-ausbildung. Außerdem zertifiziert die IHK vorbildliche Ausbildungsbetriebe mit dem Siegel „Exzellende Ausbildungsqualität“, weitere Informationen unter ihk-lueneburg.de/top-ausbilder.

IHK

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