Behiye Uca: „Frieden heißt, dem Völkerrecht Geltung verschaffen“

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CELLE. Am Freitag, den 14. Dezember, feiern Êzîdinnen und Êzîden in aller Welt am Ende einer Fastenzeit das Îda Êzî-Fest. Die Celler Politikerin Behiye Ucasagt in einem Grußwort anlässlich des Îda Êzî: „Dieser Feiertag hat in unserer Religion eine ähnliche Bedeutung wie das Weihnachtsfest und steht auch im Zeichen der Versöhnung und des
Friedens.“

Behiye Uca weiter: „In vielen Regionen der Welt ist leider Krieg und es gibt viele Konflikte, die sich zu Kriegen ausweiten können. Êzîdinnen und Êzîden sind davon in Syrien und dem Irak betroffen. Die Türkei hat vor elf Monaten völkerrechtswidrig die syrische Region Afrin besetzt, in der viele Êzîdinnen und Êzîden leben bzw. dann von dort geflüchtet sind. Im Irak sind nach wie vor viele Frauen und Mädchen aus der Shingal-Region in den Händen des IS. Die internationale Gemeinschaft muss meines Erachtens diese Verstöße gegen das Völkerrecht entschiedener benennen und ächten, damit sich mittelfristig etwas ändern kann. Auch die Bundesregierung hat sich leider nicht gegen die völkerrechtswidrige Militäraktion des NATO-Partners Türkei gestellt. Hier muss es jetzt darum gehen, die Kooperationder türkischen Firma BMC und Rheinmetall zur Aufrüstung des Leopard II bzw. zum Bau eines neuen Panzers zu verhindern. Die offensichtliche Lücke in den Rüstungsexportrichtlinien
muss geschlossen werden. Der Wunsch der Menschen nach Frieden und Gerechtigkeitist angewiesen auf ein politisches Handeln, das Konfliktursachen bekämpft und militärische Aggression ächtet.“

Behiye Uca ist Mitglied im Celler Stadtrat, im Celler Kreistag, stellvertretende Ortsbürgermeisterin in Neuenhäusen sowie Mitglied im niedersächsischen Landesvorstand Die Linke.

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