Anerkennung für Arbeit in den Kommunen – Sozialministerin empfing Leiterin der Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft

Landkreis CELLE. In Celle wurde die Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft 2008 und der ÜBV Überbetrieblicher Verbund Frauen und Wirtschaft e.V. 2009 gegründet, um die Beratungslücke in Bezug auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für alle Beteiligten zu schließen und für das Thema zu sensibilisieren.

Sozialministerin Carola Reimann, rechts Susanne Heidt-Uzar, links Petra-Johanna Regner (Foto Pressestelle Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung)

Mehr als 900 Frauen wurden seit Gründung in Bezug auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und bei der Rückkehr aus Familienzeit in das Berufsleben beraten und begleitet. Über den ÜBV werden aktuell 75 Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen mit ihren 12.000 Beschäftigten bei dem Thema Familienfreundlichkeit unterstützt, unter anderem durch die Organisation der Ferienbetreuung mit aktuell 150 Plätzen. Eine Erfolgsgeschichte, die auch in Hannover wahrgenommen wird.

Sozialministerin Carola Reimann hatte die ehrenamtlich tätigen Vorsitzenden dieser Verbünde und die Leiterinnen der Koordinierungsstellen im Gästehaus der Landesregierung eingeladen. Aus Celle waren die Vorsitzende des ÜBV Überbetrieblichen Verbundes Frauen und Wirtschaft e.V., Susanne Heidt-Uzar, und die Leiterin der Koordinierungsstelle im Landkreis Celle, Petra-Johanna Regner dabei.

Rund 1.500 regionale Unternehmen arbeiten in Niedersachsen gemeinsam für mehr Familienfreundlichkeit und Gleichstellung. Sie sind Partner der 25 Koordinierungsstellen (KoStellen) Frauen und Wirtschaft, die sich seit nunmehr 25 Jahren für die Erwerbsbeteiligung von Frauen und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf einsetzen.

Beeindruckt von der Dynamik des vor über 25 Jahren gestarteten Programms erklärte die Ministerin: „Sie sind eine nicht mehr wegzudenkende Institution in und für Niedersachsen. Aus diesem Grund ist die Förderung der KoStellen auch in der Koalitionsvereinbarung verankert und zwar mit Priorität.“

Die regelmäßigen Treffen der Mitglieder verfolgen das Ziel, Initiativen zur Ferienbetreuung, zur Entlastung pflegender Angehöriger oder zur Gewinnung von Fachkräften in den niedersächsischen Regionen auf den Weg zu bringen. Im Verbund entwickeln die Partnerinnen und Partner auf diese Weise verschiedene familienorientierte Maßnahmen.

„Motivierte Beschäftigte treffen auf attraktive Arbeitgeber – damit stärken wir nicht nur die Wirtschaftskraft in der Fläche, sondern ermöglichen auch vielen Menschen, Arbeit und Familie besser in Einklang zu bringen. Das ist eine echte Win-Win-Situation. Gesellschaftlicher Fortschritt und Gleichstellung gehören zusammen“, hob Dr. Carola Reimann hervor. Ein zukunftsorientiertes Niedersachsen sei nur möglich, wenn Frauen und Männer in einem gleichberechtigten und partnerschaftlichen Miteinander Familien- und Sorgearbeit bewältigten. „Ein Schwerpunkt dieser Legislaturperiode ist und bleibt ganz klar die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Unser Fokus liegt auf dem weiteren Ausbau der Kinderbetreuung und ganz besonders auf der Gebührenfreiheit der Kitas.“

Noch in diesem Jahr soll ein Konzept zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf vorgestellt werden. Außerdem, so die Sozialministerin, setze sie sich für die Fortsetzung der erfolgreichen Koordinierungsstellen in der neuen EU-Förderperiode ab 2021 ein. Die Koordinierungsstellen Frauen und Wirtschaft erhalten für 2019/2020 eine Förderung in Höhe von rund 8 Millionen Euro aus Landes- und ESF-Mitteln. 15 Prozent der Gesamtausgaben werden vom Träger aufgebracht. In Celle trägt der Landkreis Celle diesen Anteil und der ÜBV unterstützt finanziell.

Hintergrund:
1991 entstand im Niedersächsischen Frauenministerium die Idee zu einem Modellprojekt, das Frauen nach einer längeren Familienphase die Rückkehr in den Beruf ermöglichen sollte. Das Konzept der „Koordinierungsstellen zur beruflichen und betrieblichen Förderung von Frauen“, wie die KoStellen damals hießen, wurde entwickelt. Die Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft im Landkreis Celle wurde 2008 und der Überbetriebliche Verbund e.V. ÜBV 2009 gegründet. Lag bis 2015 die Trägerschaft bei der Stadt Celle, ist jetzt der Landkreis Celle Träger der Koordinierungsstelle.

Mehr Informationen dazu unter: https://bit.ly/2SIn3Pi und http://www.frauen-und-wirtschaft@lkcelle.de/ und http://www.uebv-celle.de

lkc

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