Unter dem Leitthema „Die Wehrmacht und der Truppenübungsplatz Bergen“: Veranstaltungen zum 74. Jahrestag der Befreiung des KZ Bergen-Belsen

BERGEN-BELSEN. Um der Toten zu gedenken und zugleich an die Befreiung des Lagers vor 74 Jahren zu erinnern, laden am Sonntag, dem 28. April 2019, ab 10 Uhr der Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen, die Niedersächsische Landesregierung und die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten zu mehreren Veranstaltungen ein. Neben der Überlebenden Dr. Zsuzsa Misur werden Dr. Peter Tauber, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, sowie der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne und der Leiter der Gedenkstätte Lager Sandbostel, Andreas Ehresmann, sprechen.

Folgende Veranstaltungen sind vorgesehen:

Kriegsgefangenenfriedhof:
Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr mit einer Kranzniederlegung auf dem Kriegsgefangenenfriedhof Bergen-Belsen. Es spricht Andreas Ehresmann, Leiter der Gedenkstätte Lager Sandbostel.

Gedenkstätte:
Um 11.30 Uhr wird die Veranstaltung mit der Begrüßung durch Geschäftsführer Dr. Jens-Christian Wagner, einem Grußwort des niedersächsischen Kultusministers Grant Hendrik Tonne sowie einem Redebeitrag von Dr. Peter Tauber, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, auf dem Gelände der Gedenkstätte Bergen-Belsen fortgesetzt. Als Hauptrednerin wird die Vertreterin der ungarischen Überlebenden von Bergen-Belsen, Dr. Zsuzsa Misur, sprechen. Sie überlebte Bergen-Belsen als Kind.

Niedersachsen-Kaserne:
Um 14.30 Uhr wird bei einer Schlüsselübergabe durch den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium Dr. Peter Tauber der Lernort M.B. 89 eingeweiht. Es folgt ein Grußwort von Menachem Rosensaft, World Federation of Bergen-Belsen Associations. Anschließend eröffnet der Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten Dr. Jens-Christian Wagner die Ausstellung „Aufrüstung, Krieg und Verbrechen. Die Wehrmacht und der Truppenübungsplatz Bergen“. Eine Einführung in die Ausstellung geben Studierende der Leibniz Universität Hannover, die die Ausstellung zusammen mit der Gedenkstätte Bergen-Belsen erarbeitet haben.

Hintergrund:
Auf dem Truppenübungsplatz Bergen richtete die Wehrmacht 1940 mehrere Kriegsgefangenenlager ein, darunter auch in Bergen-Belsen. Ab 1943 nutzte die SS das Areal zusätzlich als Konzentrationslager. Bis 1945 starben hier rund 20.000 Kriegsgefangene, vorwiegend aus der Sowjetunion, sowie über 50.000 KZ-Häftlinge aus fast allen Ländern Europas, vor allem Juden, politische Häftlinge sowie Sinti und Roma.
Nach der Befreiung des KZ Bergen-Belsen durch britische Truppen am 15. April 1945 bestand in der Kaserne Bergen-Hohne noch bis 1950 ein Lager für befreite KZ-Häftlinge, darunter vor allem jüdische Holocaust-Überlebende (Displaced Persons Camp).

Die Veranstaltungen am 28. April 2019 sind öffentlich.

Am Sonntag, 28. April, bietet die Gedenkstätte einen kostenlosen Shuttlebus durch CeBus zwischen Celle und der Gedenkstätte Bergen-Belsen mit den folgenden Haltepunkten und Fahrtzeiten an:

09.00 Uhr
09.05 Uhr
09.25 Uhr
09.30 Uhr
09.40 Uhr an
09.45 Uhr ab
10.50 Uhr ab
14.10 Uhr ab
15.30 Uhr ab
15.35 Uhr ab

16.10 Uhr

Celle Schlossplatz / Schlossseite
Celle Bahnhofsvorplatz / Bahnhofsseite
Winsen, Celler Straße
Winsen, Küsterdamm
Gedenkstätte Bergen-Belsen
Gedenkstätte – Kriegsgefangenenfriedhof Hörsten
Kriegsgefangenenfriedhof Hörsten – Gedenkstätte
Transfer Gedenkstätte – Kaserne Belsen
Kaserne Belsen
Gedenkstätte
Rückfahrt über Winsen, Küsterdamm und Celle, Bahnhof zum Schlossplatz
Ankunft Celle Schlossplatz

Außerdem wird zu 10 Uhr ein Shuttle-Bus von der Gedenkstätte zum Kriegsgefangenenfriedhof fahren.

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