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Land fördert Sanierung des Stadtteils Neuenhäusen – Landesbeauftragte Monika Scherf überreicht Aufnahmebescheid für das Städtebauförderungsprogramm

  • Celle

CELLE. Gute Nachrichten hatte Monika Scherf am heutigen Dienstag bei ihrem Besuch in Celle im Gepäck. Die Landesbeauftragte überreichte Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge im Alten Rathaus den Aufnahmebescheid für das Städtebauförderungsprogramm des Landes Niedersachsen. Für die Sanierung des städtebaulichen Erneuerungsgebietes „Neuenhäusen“ bekommt die Stadt Celle nun eine erste Fördermittelrate in Höhe von 400.000 Euro. Insgesamt sollen aus Hannover in den nächsten 15 Jahren rund 7,3 Millionen Euro an Fördergeldern fließen, um die Sanierung des Gebietes zwischen Altstadt und Bahnhof voranzutreiben.

Oberbürgermeister Jörg Nigge, Landesbeauftragte Monika Scherf, MdL Thomas Adasch, Stadtbaurat Ulrich Kinder

„Wir freuen uns, dass wir ein weiteres Mal ein Sanierungsgebiet in dieser Stadt erfolgreich beantragt haben. Das ist – nach Blumlage, Neustadt, Allerinsel und Altstadt – die konsequente Weiterführung der Erneuerung und Entwicklung von Stadtquartieren mit Mitteln der Städtebauförderung in Celle. Bedenkt man, dass jeder Euro aus Sanierungsmitteln rund 6 Euro an privaten Investitionen nach sich zieht, sehe ich darin nicht nur eine städtebauliche Chance, sondern auch einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor“, so Stadtbaurat Ulrich Kinder.

Vor der Aufnahme ins Programm hatte die Stadt umfangreiche Planungsunterlagen vorgelegt. Städtebauliche Missstände wurden dort genauso festgehalten wie Entwicklungsziele und ein Erneuerungskonzept. Vorhandene Grün- und Freiräume, vor allem entlang der Fuhse, sollen dabei aufgewertet werden. „Die Planungen zeigen, wieviel Potenzial die Stadt hat. Ich bin mir sicher, dass die Maßnahmen den Bewohnerinnen und Bewohnern, aber auch dem Handel sehr zu Gute kommen werden“, erläuterte Monika Scherf.

Sie und ihr Team des Amtes für regionale Landesentwicklung mit Hauptsitz in Lüneburg kümmern sich unter anderem um die Bewilligung von Fördermitteln, die in diesem Fall von Bund und Land zur Verfügung gestellt werden. „Das Besondere an der Städtebauförderung ist, dass die Fördermittel jedes Jahr in Raten bewilligt werden. Eine umfangreiche Sanierung wie hier in Celle wird sich voraussichtlich über 15 Jahre hinziehen“, erläuterte Scherf.

Die Stadt Celle hat langjährige Erfahrung mit der städtebaulichen Erneuerung, etwa mit den bereits durchgeführten Sanierungsvorhaben „Blumlage“ und „Neustadt“. Derzeit laufen zwei weitere Sanierungsvorhaben, für die Monika Scherf am Dienstag auch die Fortsetzungsbescheide übergeben konnte. 900.000 € sind für die „Altstadt“ bestimmt und 315.000 € neue Fördermittel bekommt die Gesamtmaßnahme „Allerinsel“. Beide Maßnahmen werden noch einige Jahre fortgesetzt.

Zur Sache:

Städtebauliche Erneuerungsvorhaben werden im öffentlichen Interesse durchgeführt und aus Mitteln des Bundes und des Landes grundsätzlich mit zwei Dritteln der zuwendungsfähigen Kosten unterstützt. Bund und Land tragen die Förderung je zur Hälfte. Das letzte Drittel zuwendungsfähiger Kosten muss die Gemeinde aus Eigenmitteln aufbringen. Die Förderung ist laut Gesetz beschränkt auf investive und investitionsvorbereitende Maßnahmen.

In den elf Landkreisen des Amtsbezirks des Amtes für regionale Landesentwicklung Lüneburg gibt es aktuell 64 städtebauliche Erneuerungsvorhaben. Landesweit sind es sogar mehr als 270 Verfahren. Einige stehen kurz vor dem Abschluss, andere haben erst in diesem Jahr begonnen.

Im Programmjahr 2019 stellen Bund und Land gemeinsam für Niedersachsen neue Städtebaufördermittel in Höhe von 121,6 Mio. Euro zur Verfügung; im Jahr 2018 waren es 121,4 Mio. Euro.

PR
Foto: Celler-Presse.de

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