Zwischen wilden Tieren von Frankreich nach Celle – Die Geschichte des Gemäldes der Herzogin Eléonore d’Olbreuse

CELLE. Am Donnerstag, dem 14. November um 15.30 Uhr beleuchtet Dr. des. Christopher Galler in der Reihe „Museums-Melange“ die wechselvolle Herkunftsgeschichte des 1941 erworbenen Gemäldes der jugendlichen Eléonore d’Olbreuse.

1938 wollte die Stadt Celle eine Straße nach der für die Celler Residenzgeschichte bedeutenden Herzogin Eléonore d’Olbreuse benennen. Daher bat sie das deutsche Konsulat in Frankreich um die Feststellung des genauen Geburtsdatums. Im Zuge der Recherchen ergab sich, dass die Nachfahren der Familie noch ein Porträt der Herzogin im Jugendalter in ihrem Besitz hatten.

Sofort war das Interesse groß und es kam zu Verhandlungen, die bis 1939 an den Preisvorstellungen scheiterten. Nach Kriegsbeginn ruhten sie zunächst, wurden aber nach dem Feldzug gegen Frankreich wiederaufgenommen. Diesmal waren Angehörige der Wehrmacht als Vermittler für die Stadt Celle tätig, unter anderem der später als Landeshistoriker bekannte Archivschutzoffizier Georg Schnath. 1941 kam es schließlich zu einem Verkauf. Da aber die Alliierten 1943 alle Erwerbungen aus den besetzten Gebieten generell für nichtig erklärten, wurde das Gemälde 1947 von Frankreich zurückgefordert und war Gegenstand jahrelanger Verhandlungen.

Wichtig: Treffpunkt ist diesmal nicht an der Kasse des Bomann-Museums, sondern am Counter im Celler Schloss. Im Anschluss ist wie immer Gelegenheit zum Austausch im Museums-Café. Eintritt inkl. Kaffee und Kuchen 8,50 EUR. Anmeldung unter Tel. 05141 12-4540

Bomann-Museum Celle
Schloßplatz 7, 29221 Celle

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