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Gewalt gegen Frauen* hat viele Gesichter – Widerstand auch! – Solidarität mit der Frauenrevolution in Nord- und Ostsyrien

CELLE. Der 25. November ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Im Durchschnitt ist weltweit jede dritte Frau Opfer physischer oder sexualisierter Gewalt, die Übergriffe werden häufig vom engsten Umfeld begangen. 200 Millionen Frauen leiden unter Genitalverstümmelung, jedes fünfte Mädchen auf der Welt wird unter 18 Jahren verheiratet. In Deutschland wird davon gesprochen, dass jede siebte Frau in ihrem Leben sexualisierte Gewalt in Form von Vergewaltigung erlebt.

Heute ist es wichtiger denn je, auf Gewalt und Missstände aufmerksam zu machen, vor der Haustür und weltweit. Seit dem 9. Oktober greifen türkische und dschihadistische Truppen Rojava an. Im Zuge dieser Angriffe wurden bereits viele kurdische und internationalistische Kämpfer_innen getötet, ebenso wie unschuldige, unbeteiligte Zivilist_innen. Dies ist ein Angriff auf die Frauenrevolution, ein Angriff auf alle Frauen weltweit. „Wir sehen es als unser Bedürfnis und unsere Pflicht, uns mit Frauenkämpfen weltweit solidarisch zu zeigen und immer wieder darauf aufmerksam zu machen“, heißt es von den Initiatorinnen.

In Frankreich sind in diesem Jahr bereits 116 Frauen aufgrund ihres Geschlechts getötet worden, in Italien 94. Jede ermordete Frau ist eine zu viel! Deshalb gingen bereits am Samstag in Paris und Rom zehntausende Menschen auf die Straße, um auf gegen Frauen* gerichtete Gewalt aufmerksam zu machen. Auch hier in Celle fehlt bei keiner Kundgebung das Banner von „Gemeinsam kämpfen!“. Hier vor Ort in Celle wurde der Sonntag, 24.11. genutzt, um bei einem feministischen Frühstück im Bunten Haus zusammen zu kommen. Mehr als 20 Frauen* aus fünf Jahrzehnten konnten sich, teils mit Kindern dabei, austauschen und nicht nur an der reich gedeckten Tafel sondern insbesondere gegenseitig stärken.

In einer gemeinsamen Arbeitsphase wurde ein Banner mit der Aufschrift „Gewalt gegen Frauen* hat viele Gesichter – Widerstand auch! Solidarität mit der Frauenrevolution in Nord- und Ostsyrien“ gemalt. Dieses Banner wurde in der Nacht zum 25.11. innerorts an der B3 Richtung Hannover aufgehängt. Es soll hiermit auf die überall ausgeübte Gewalt gegen Frauen* aufmerksam gemacht und gleichzeitig ein deutliches Zeichen gesetzt werden, dass der Widerstand und der gemeinsame Kampf für ein freies Leben solidarisch und ebenso weltweit geführt wird, wie es weltweit Angriffe unterschiedlicher Art gibt.

Nach der Arbeitsphase folgte der gemeinsame Besuch einiger Frauen* im êzîdischen Kulturzentrum, Mala Êzîdiya, in Celle. Die êzîdischen Frauen hatten zu Mittagessen und Austausch zum Thema Gewalt gegen Frauen eingeladen.

Am 25. November direkt laden FemRiseUp und Gemeinsam Kämpfen Celle zu einem feministischen Abend in der Montagskneipe im Bunten Haus e.V. ein. Diese ist anlässlich des Tages nur für Frauen, Lesben, Trans, Inter und nicht-binäre Menschen offen. Die Männer, die an diesem Abend auf den Kneipenbesuch „verzichten“, können hierdurch symbolisch zeigen, dass sie Alkohol- oder andere Rauschzustände weder als Entschuldigung, noch als Begründung oder Relativierung von Gewalt und insbesondere sexualisierten Übergriffen akzeptieren.

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