Celle entwickelt sich zu einer klimafreundlichen und nachhaltigen Kommune
CELLE. Die Anträge der SPD-Fraktion „Resolution zum Klimanotstand“, der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen „Klimawandel“, der Ratsfrau Marks „Ausrufung des Klimanotstands“ und der CDU-Fraktion „Klimaschutz als strategisches Ziel“ sind, sind nun gebündelt vom Verwaltungsausschuss behandelt positiv beschieden worden, so dass am Donnerstag der Rat dazu einen Beschluss fassen kann. Wie Oberbürgermeister Jörg Nigge im Vorfeld der Ratssitzung erläuterte, sind somit im Hinblick auf die erhobenen Forderungen zur Erklärung des „Klimanotstandes“ inhaltlich behandelt und formal erledigt.
Die Stadt Celle entwickelt sich zu einer klimafreundlichen und nachhaltigen Kommune und leistet ihren Beitrag zum nationalen Klimaziel, heißt es in der Beschlussvorlage, bis 2030 den C02 Ausstoß um 55% im Vergleich zu 1990 zu senken. Klimaschutz wird als strategisches Ziel auf allen Ebenen mit hoher Priorität festgelegt und wird ein wichtiges Kriterium bei allen Entscheidungen. In allen kommunalen Handlungsfeldern sind unter Einbeziehung der kommunalen Unternehmen sämtliche Maßnahmen auf Energieeffizienz, Klimaneutralität und Nachhaltigkeit weiter zu optimieren incl. der engen Kooperation mit lokalen und überregionalen Akteuren.
Die Stadt Celle sieht im Klimawandel eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und will auf lokaler Ebene Verantwortung übernehmen und ihren Beitrag zur Erreichung der bestehenden Klimaschutzziele leisten. Insbesondere bei der Verringerung von Treibhausgasen und bei der CO2-Minderung sind große Anstrengungen erforderlich.
Schon bislang hat die Stadt u.a. durch ihr eigenes Klimaschutzkonzept, durch eine Vielzahl von Fördermaßnahmen des Klimaschutzfonds, durch Innenentwicklung und Konversionsmaßnahmen, durch Radverkehrsförderung und Tempo 30 – Quartiere, durch Blockheizkraftwerke und Photovoltaikanlagen u.a. im Eigenbetrieb Stadtentwässerung u.v.a.m. verschiedenste Maßnahmen ergriffen.
Dieser Weg soll konsequent weitergeführt werden mit den Schwerpunkten Klimafreundliche Siedlungsentwicklung, Solardachoffensive, Förderung von Radverkehr und Micromobilität, Ausweitung der autofreien Altstadt, Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED sowie einer Baumpflanz-, Waldaufforstungs- und Mooroffensive. Im Celler Klima-Pakt können sich Celler Unternehmen, Institutionen, Vereine, Verbände etc. am Klimaschutz beteiligen und ein gemeinschaftliches Vorgehen abstimmen.
Die Stadt Celle diskutiert außerdem mit relevanten örtlichen Akteuren im Runden Tisch Klimaschutz über Celler Klimaschutzstrategien und -maßnahmen und stellt die Ergebnisse im Rahmen des 2. Klimaschutz- und Mobilitätstages Celle im kommenden Jahr vor. Auf dieser Basis wird das Klimaschutzkonzept fortgeschrieben. Weiterhin werden gute Beispiele aus dem Klimaschutzfonds Celle zusammengestellt und öffentlichkeitswirksam aufbereitet.
Eine formelle Erklärung des „Klimanotstandes“, wie in den Anträgen gefordert, ist angesichts der vorstehend beschriebenen Aktivitäten aus Sicht der Verwaltung weder erforderlich, noch würde damit der Anspruch zielorientierten Handelns gestärkt. Dies gilt auch für die genannte Aufforderung an andere Kommunen, Bundesländer und die Bundesrepublik Deutschland, dem Beispiel der Stadt Celle zu folgen und den „Klimanotstand“ auszurufen. Wie der OB ergänzte, gelte es, das Thema sachlich zielorientiert abzuarbeiten und nicht in Populismus wie „Klimanotstand“ verfallen.
PR/Reaktion
Celler Presse
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