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Noch steht der Haesler-Bau in der Speicherstraße – aber wie lange noch?

CELLE. Die otto haesler initiative ist weiterhin aktiv, um die Genehmigung des Abrisses des Gebäudes in der Speicherstraße zu hinterfragen. Dabei befasst sie sich u.a. mit einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung, in der die Genehmigung gerechtfertigt wird. Des Weiteren bezieht sie sich auf eine Dokumentation von Walter Schmidt, in der die Besonderheit des Gebäudes dargestellt wird. Diese Dokumentation befindet sich im Anhang.

Hier die Einlassung der ohi im Wortlaut:

„Die Stadtverwaltung sieht den Abriss als einen ganz normalen Akt der laufenden Verwaltung, so die Pressemitteilung, bei dem sie niemanden fragen muss. Dieses Arbeiten ohne Beteiligung der Öffentlichkeit und der Politik (und merkwürdigerweise unter Beteiligung der Bezirksdenkmalpflege) ist ein Teil des Problems, das man jetzt auch für die Zukunft lösen muss. Wir bitten alle am Erhalt von Baudenkmälern Interessierte, Lösungsvorschläge an die politischen Parteien zu schicken.

Der Celler Bürger Walter Schmidt hat uns darauf aufmerksam gemacht (siehe das pdf im Anhang), dass dieses Gebiet Teil der „Fortschreibung Rahmenplanung Allerinsel 2018“ im Rahmen eines Bundes-Förderprogramms Stadtumbau West ist: „Wesentlicher Bestandteil des Quartiers ist die Integration bestehender, erhaltenswerter Gebäude,“ heißt es in dieser von Rat beschlossenen Fortschreibung. Und dieser Haesler-Bau, der zwar namentlich nicht erwähnt wird, ist danach einer von drei historischen Bauten, die erhalten bleiben sollen: „Die Integration bestehender, erhaltenswerter Gebäude ist hierbei wesentlicher Bestandteil.“ Der Abriss würde also bedeuten, dass ein Drittel der historischen Bauten dieser Planung wegfallen. Und nicht nur das: Es würden von dem einstigen Arbeitplatz Hafen nur Fabrikantenvillen übrig bleiben – ein Geschichtsverständnis so wie in Kaisers Zeiten. Der Haeslerbau wäre danach das einzige Fabrikgebäude, das – wenn er denn erhalten bleibt – davon zeugen würde, dass hier im Hafenbereich auch gearbeitet wurde.

Die Zusammenstellung von Herrn Schmidt, der dafür Fotos aus den Internetseiten der Stadt (insbesondere Geoportal) und ein eigenes Foto benutzt, geht auf den längeren Leidensweg von Haeslerhäusern in Celle ein und fragt dann auch nach personellen Konsequenzen aus dem aktuelle Fall. Es ist seine Meinung. Wir von der otto haesler initiative sehen allerdings nicht den Baudezernenten als Kern der Problems, dessen Rücktritt auch nichts ändern würde. Wir sind aber dankbar, dass durch das Ratsmitglied Joachim Schulze bereits eine Sondersitzung der Otto Haesler Stiftung beantragt wurde und dass die SPD-Fraktion sowie Bernd Zobel und auch Inga Marks Initiativen im Rat eingeleitet haben.

Carsten Maehnert, Dietrich Höper und Dietrich Klatt
(Vorstand der otto haesler initiative)“

PR
Anhang: Dokumentation Walter Schmidt





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