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Freie Demokraten: Tolle Spielplätze, fehlende Spielplätze und Kritik an Unternehmen

CELLE. „Wir haben tolle Spielplätze, aber auch fehlende Spielplätze festgestellt“, berichtet Joachim Falkenhagen (FDP), der sich zusammen mit Moritz Hagelstein (Junge Liberale) und seinem Fraktionskollegen Dr. Andreas Mercier (Altstadt) sowie (Altencelle) alle Spielplätze in den Ortsteilen Altenhagen/Bostel/Lachtehausen, Garßen, Hehlentor, Vorwerk, Blumlage, Altstadt und Altencelle angesehen und die Plätze bewertet hat, „damit wir wissen, welche Plätze wir demnächst mit unseren Enkeln besuchen können“, fügt er lächelnd hinzu.

„Für familienfreundliche Spielplätze haben wir im Rat viel Geld bereitgestellt und die Verwaltung hat damit tolle Arbeit geleistet“, sagt der FDP-Fraktionsvorsitzende, der interessierten Eltern und Großeltern empfiehlt, „mit den Kindern Ausflugstouren per Fahrrad zu machen und so die Spielplätze zu erkunden. Insbesondere die Plätze im Thaers Garten, in Garßen, am Schlösschen und im Schlosspark sind richtige Erlebniswelten für Groß und Klein“.

Die Freien Demokraten haben ihre Eindrücke in einer kleinen Aufstellung zusammengetragen und sie mit einem Ratsantrag an den Oberbürgermeister übersandt, weil sie „weiteren Bedarf an Spiel- und Bolzplätzen und einigen Verbesserungsbedarf“ sehen.

„Ich habe die Anzahl aller Plätze ins Verhältnis zur Bevölkerung gesetzt und dann den jeweiligen Faktor für alle Ortsteile errechnet. Natürlich ist dies ein reiner mathematischer Wert. Aber er ist ein Indiz und muss ergänzt werden mit Gesichtspunkten, die sich aus der Bevölkerungsstruktur ergeben“, ist sich Falkenhagen sicher.

Er hat den Mittelwert über alle Celler Ortsteile mit 1,09/1.000 Einwohner errechnet und festgestellt, dass die Ortsteile „Garßen mit 0,72, Hehlentor mit 0,65 und Vorwerk mit 0,63 weit von dem Mittelwert der Gesamtstadt entfernt sind.“ Er ist davon überzeugt, daß „in allen drei Ortsteilen mindestens ein weiterer Spielplatz entstehen muss, gerade auch im Hinblick auf die dort vorhandene Bevölkerungsstruktur. Und Altenhagen und Lachtehausen haben überhaupt keine Spielplätze“, sagt Falkenhagen, während der Ortsteil Altencelle „zumindest rechnerisch mit dem Faktor 1,69 am besten ausgestattet ist. Wir sehen aber auch in Altencelle einen Verbesserungsbedarf“, ergänzt Martin Tietje.

Ein ausgesprochen schlechtes Zeugnis stellen die Freien Demokraten den privaten Wohnungsunternehmen aus. „Bei den in den Ortsteilen Vorwerk und Blumlage tätigen Wohnungsunternehmen erkennen wir fast keine Bereitschaft zur qualitativen Gestaltung der Spielplätze. Wenn überhaupt, sind sie nur spärlich ‚mit Geräten von gestern‘ ausgestattet, die den dort wohnenden Kindern nicht ansatzweise gerecht werden und fantasielos und teilweise auch erschreckend ungepflegt sind. Eine Fläche, auf der zwei Papiertonnen und das Schild ‚Spielplatz‘ steht, aber ansonsten keine Geräte vorhanden sind, ist kein Spielplatz und deutet bestenfalls darauf hin, dass man Kinder als störende oder lästige Nebensache betrachtet“, kritisiert Falkenhagen.

Hierzu erklärt Dr. Andreas Mercier: „Wir werden das fehlende Engagement der Wohnungsbauunternehmen im Rat thematisieren. Was wir gesehen haben, wird unserer Gesamtverantwortung gegenüber Kindern nicht gerecht. Dies gilt insbesondere auch unter den Folgen der Corona-Pandemie, die unseren Kindern erheblich zugesetzt haben“.

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Fotos: Lieselotte Heinrich





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