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Das Seminarhaus „Hof Roth“ bekommt eine neue Ausschilderung

Jul 8, 2021 , ,

MUNSTER. Am Rande des Truppenübungsplatzes Munster Nord, in der alten Ortschaft Lopau, liegt das historische Seminarhaus „Hof Roth“. Um den Weg dorthin besser zu finden, wurden neue Schilder hergestellt und kürzlich an den Gebäudeverantwortlichen übergeben.

Der persönliche Einsatz zählt

„Mir ist es wichtig, dass sich jeder Soldat auch persönlich einbringt. Ich möchte mitmachen, wenn es darum geht solche Schätze wie den Hof Roth zu erhalten“, sagte Oberleutnant Christoph K. Er ist Teileinheitsführer des Instandsetzungszuges der 2./Versorgungsbataillon 141 aus Munster. Vor einigen Wochen bekam Oberleutnant Christoph K. von seinem Chef den Auftrag im Seminarhaus „Hof Roth“ eine Weiterbildung für die Einheit zu organisieren. Da das Seminarhaus durch die Panzertruppenschule verwaltet wird, nahm der Offizier Verbindung zu Stabsfeldwebel Christian N. auf. Der Stabsfeldwebel ist Spieß an der Panzertruppenschule in Munster und für das Seminarhaus gebäudeverantwortlich. Beide Soldaten trafen sich vor Ort in Lopau. Gleich zu Beginn stellte Oberleutnant Christoph K. fest, dass es schwierig sei den Hof Roth zu finden. Die vorhandene Ausschilderung ist in die Jahre gekommen und bei Dunkelheit kaum zu erkennen. „Ich habe da so eine Idee“, leitete der Offizier ein. Ihm untersteht unter anderem auch die Spezialinstandsetzung. Diese Abteilung kommt da zum Einsatz, wo andere nicht weiterkommen.

Die Macher – Die Spezialinstandsetzung –

„Wir bauen Spezialanfertigungen und Sonderbauten. Wir sind kreative Macher“, schmunzelt Hauptfeldwebel Sebastian R. Dem Zeitsoldaten unterstehen diese Spezialisten. Sein Team sind die Stabsunteroffiziere Philip K. und Dominik L, sowie der Obergefreite Sarmand H. Der Obergefreite ist Feldwebelanwärter, „ich bin noch nicht lange dabei, aber ich lerne jeden Tag dazu. Wir funktionieren als Team sehr gut.“ Bevor so ein Projekt umgesetzt wird, ruft Hauptfeldwebel Sebastian R. seine Soldaten zusammen und gibt das Ziel vor. Danach bringen sich die Spezialinstandsetzer mit ihren Ideen ein und besprechen den Weg dorthin. „Wir lernen viel dazu und bleiben in Übung. Das ist kein einfaches Abarbeiten, hier sind Kreativität und Ideen gefragt“, wirft Stabsunteroffizier Philip K. ein. Wie gehen wir an die Sache ran? Wer macht was? Welche Materialien nutzen wir? Diese und weitere Fragen bestimmen den Planungsprozess. „Mir sind das Training meiner Soldaten, Kosteneffizienz und Langlebigkeit bei solchen Projekten wichtig“, so Hauptfeldwebel Sebastian R. Solche Projekte nutzt der Gruppenführer zur Weiterbildung seiner Soldaten. Nach der Planung geht die Arbeit los. Es fliegen die Metall- und Holzspäne durch die Werkstatt ­– von der Säge bis zur Hydraulischen Metallschneide – findet sich alles in der großen Werkstatt. Die Folie mit der Beschriftung hat das Fachmedienzentrum an der Panzertruppenschule erstellt, da dort die „Spezialisten“ für diesen Anteil arbeiten.

Übergabe am Hof Roth

Bei strahlendem Sonnenschein konnten in der vergangenen Woche die Schilder an den Stabsfeldwebel Christian N. übergeben werden. „Es ist klasse, dass die Einheiten am größten Heeresstandort so gut zusammenarbeiten, schließlich nutzen alle das Seminarhaus“, so der Gebäudeverantwortliche. Die Hinweisschilder werden bei Veranstaltungen den Weg ab der Ortschaft Wulfsode weisen. „Besonders die Details des Projektes, wie zum Beispiel die Transportkiste, gefallen mir sehr gut. Es ist klasse was Hauptfeldwebel Sebastian R. mit seinem Team gezaubert hat“, so Stabsfeldwebel Christian N. Der historische Hof Roth stammt übrigens aus dem Jahr 1844 und wurde nach seinem letzten Pächter benannt. Ende der 1983 übernahm die Panzertruppenschule das Gebäude und bewahrte es in Eigeninitiative mit über 15.000 Arbeitsstunden vor dem totalen Zerfall. Seitdem wird der Hof Roth als Ausbildungs- und Begegnungsstätte genutzt.

Thomas Rotter
Fotos: Thomas Rotter






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