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Konstant und zuverlässig – DRK bietet kontinuierlich Corona-Tests in Stadt und Landkreis

CELLE. Die Zeiten, in denen die Schlangen vor den Teststationen in der Innenstadt lang waren, sind längst vorüber. Die Corona-Lage, und damit auch die sie begleitenden Umstände, ändern sich stetig. Der DRK-Kreisverband war Vorreiter und eröffnete Mitte Januar in seinem Bildungszentrum in der Fundumstraße ein Antigen-Schnelltest-Zentrum. Im März zog die Stadt das Thema Corona-Prävention an sich und beauftragte den Malteser Hilfsdienst, zweimal pro Woche, jeweils an Markttagen, in der City kostenlos Proben zu nehmen. Die Nachfrage war groß, die Malteser waren bis Ostern im Einsatz, danach entschied sich das Neue Rathaus für eine Privatfirma, die CPS Health Care GmbH übernahm. „Sie muss wirtschaftlich arbeiten, 100 Tests pro Tag sind Minimum, damit es sich rechnet“, sagt die Innenstadtmanagerin Johanna Crolly.

Indes blieb das Angebot des DRK-Kreisverbandes kontinuierlich bestehen und wurde sukzessive über die DRK-Ortsvereine auf das Kreisgebiet ausgedehnt. An 11 Standorten (Celle, Hermannsburg [2], Winsen, Eschede, Faßberg, Lachendorf, Ahnsbeck, Hambühren, Bergen, Wathlingen) unterhält das Rote Kreuz Teststationen (Adressen, Öffnungszeiten etc. s. www.drkcelle.de/corona-schnelltests.html). Im DRK-Bildungszentrum wird der kostenfreie Service im Dienst der Prävention verknüpft mit einem kleinen Beitrag zur Integration. „Mein Ziel ist eine feste Stelle im Bereich Medizin“, beschreibt Omar Alhaj Mohamad seine Situation. Er ist Mediziner, hatte in Syrien seine eigene Facharztpraxis, muss sich nach seiner Flucht aufgrund von Problemen bei der Anerkennung von Berufsabschlüssen jedoch mit weniger qualifizierten Tätigkeiten zufriedengeben. Seit April arbeitet er im Bildungszentrum und testet. „Ich bin dem DRK sehr dankbar“, sagt der Familienvater, der vier Sprachen beherrscht und die Anstellung beim Kreisverband auch deshalb so sehr schätzt, weil sie ihm die Gelegenheit gibt, Deutsch zu sprechen. Die Nachfrage ist nach wie vor hoch, durchschnittlich werden innerhalb von drei Stunden rund 50 Personen beprobt, der Nachweis behält 24 Stunden seine Gültigkeit. Eine Stippvisite in der Fundumstraße zeigt beispielhaft, wofür ein konstantes Angebot genutzt wird. „Die Kinder müssen für die Ferienpass-Aktion Silverlake-Resort einen negativen Test vorweisen“, nennt Nina Hollung als Motiv für ihren Besuch mit Sohn Jakob. „Freitag sind wir dann schon wieder hier, da steht eine weitere Ferienpass-Aktion an.“ Senja Lindahl hat mit ihrem Mann Urlaub in Celle gemacht: „Morgen geht es zurück nach Schweden mit dem Auto, an der Grenze müssen wir einen negativen Test vorzeigen.“

„Es gibt Leute, die kommen jeden Tag, weil der Arbeitgeber das verlangt“, wirft DRK-Mitarbeiter Ralf-Dieter Schulz ein, während die Formulare ausgefüllt werden. Er nimmt die Besucher in Empfang, ist für den reibungslosen formalen Ablauf zuständig. Eine junge Cellerin ist als nächste an der Reihe, sie lässt sich regelmäßig testen. Ein Grund, weshalb sie sich für das DRK in der Fundumstraße entschieden hat: „Was den Datenschutz angeht, fühle ich mich hier am besten aufgehoben“, sagt sie und fügt hinzu: „Schön, dass es immer die Möglichkeit gibt, sich zu testen.“

Ähnlich werden am kommenden Wochenende wahrscheinlich all jene denken, die das Schützenfest in Ahnsbeck besuchen möchten. Der Ortsverein Lachtetal bietet Sondertermine im Dorfgemeinschaftshaus an: Fr, 6.8.: 16-18 Uhr; Sa, 7.8.: 11-13 Uhr, 16-18 Uhr; So, 8.8.: 10-12 Uhr.

Anke Schlicht
Fotos: Anke Schlicht






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