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Grüne zum AKH–Urteil: „Die richtigen Konsequenzen ziehen“

CELLE. Das Urteil des Arbeitsgerichtes sollte als Weckruf verstanden werden, die Maßnahmen innerhalb des Sanierungskurses des Krankenhauses zu überdenken und zu korrigieren, meinen die Celler Grünen. „Gemäß Urteil des Arbeitsgerichtes Celle muss das AKH die Mitarbeiter aus den tertiären Bereichen, die geklagt hatten, wieder zu den alten Konditionen beschäftigen. Dies ist ein starkes Signal für die Arbeitnehmerrechte der betroffenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen“, so Judith Knabe vom Stadtverband der Grünen. „Wir freuen uns mit den Mitarbeitenden, die den Mut aufgebracht haben zu klagen und für ihr Durchhaltevermögen belohnt wurden.“

Gleichwohl müsse an der wirtschaftlichen Gesundung des Krankenhauses weitergearbeitet werden – allerdings nicht auf Kosten der Mitarbeitenden. „Es muss nun eine Wiedereingliederung der tertiären Bereiche stattfinden. Die Spaltung der Belegschaft ist ein Irrweg. Das Management ist aufgerufen, den Sanierungsprozess mit neuen, kreativen Ideen fortzusetzen, statt an alten und scheinbar einfachen Mustern festzuhalten“, so Anna Boertz vom Stadtverband. Ein kommunal verantwortetes Krankenhaus sollte Vorbild sein und öffentliche Tarife anwenden für alle Beschäftigten, die an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr für die Bürger und Bürgerinnen da sind. Es sollte auch in schwierigen Zeiten fair mit den Beschäftigten umgehen, statt unwürdige Prozesse zu führen.

Ein öffentliches Krankenhaus muss gleichwohl wirtschaftlich arbeiten. Hier sei in erster Linie die Landesregierung gefragt, die ihren Finanzierungsverpflichtungen bei Investitionen nicht nachkomme. Aber es werde auch ein Management gebraucht, das hinter den Beschäftigten steht und mehr Ideen und Konzepte hat als „rechtsmissbräuchliche“ Ausgliederung und Neubau. Die gegenwärtige Geschäftsführung habe ihre Kompetenz dabei noch nicht unter Beweis gestellt. Und es brauche Kommunalpolitiker und -politikerinnen im Aufsichtsrat, die nicht blind einem Vorstand folgen, sondern den Prozess mit Sachverstand kritisch überwachen und wirksam kontrollieren. Dazu gehöre auch der Mut, aus eigenen Fehlern Konsequenzen ziehen. „Wir wollen, dass das AKH auch in Zukunft ein Krankenhaus für alle im Kreis Celle bleibt“, so die Forderung der Grünen.

PR






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