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Was der aktuelle IPCC-Bericht mit Celle zu tun hat

CELLE. „Der in den letzten Wochen vorgelegte Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) bestätigt das, was in den letzten Jahren auch ohne wissenschaftliche Expertise und auch bei uns in Celle wahrnehmbar ist: Wir befinden uns mitten in einem Klimawandel, der uns vor große ökologische, soziale und wirtschaftliche Herausforderungen stellt“, verlautet es von der Celler Klimaplattform.

Der IPCC ist der Weltklimarat der Vereinten Nationen und arbeitet seit 1988 daran, weltweit koordiniert Fakten und Zukunftsszenarien zum Thema Klimaveränderung zu veröffentlichen. Alle Klimaveränderungen der letzten Jahre wurden in den vergangenen Berichten des IPCC vorhergesagt. „Im Grunde überraschen die Aussagen nicht wirklich“, sagt Wolfram Steinmetz als Sprecher der Initiative Parents For Future Celle. Luisa Neubauer und Clara Reemtsma von der Bewegung Fridays for Future hätten Recht, wenn sie darauf hinweisen, dass der neueste Klimabericht „ein Report über politisches Versagen in historischem Ausmaß“ sei. „Denn obwohl die wissenschaftlichen Fakten seit Jahrzehnten bekannt sind und obwohl es in Mode gekommen ist, angeblich klimafreundliche Politik
zu machen (es sei nur an den Stadtratsbeschluss „Klima in Not“ erinnert), bleiben die wirklichen Veränderungen immer noch aus“, meint der Sprecher der Celler Klimaplattform, Michael Weinrich. Vor allem aber helfe es nicht, die Verantwortung und Schuld jeweils auf eine Personengruppe zu schieben. „Wir müssen auf allen Ebenen aktiv werden und Neues wagen – in der globalen Politik bis hinunter zum eigenen Haushalt“.

Hitzewellen der vergangenen Jahre – insbesondere auch die neuen Rekordtemperaturen in den USA und Kanada im Juni 2021 sowie die aktuellen Witterungsbedingungen, die in Süd- und Südosteuropa zu unvorstellbaren Waldbränden führen, konnten nur durch den fortschreitenden Klimawandel in dieser Heftigkeit überhaupt entstehen. Gerade konnten Forscher in einer internationalen Studie nachweisen, dass die zerstörerischen Juli-Fluten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz erst durch den Klimawandel ermöglicht wurden (vgl.https://www.tagesschau.de/inland/studie-starkregen-101.html) Die Wahrscheinlichkeit und Häufigkeit solcher Extremereignisse wird zunehmen. Bereits jetzt beträgt die Wahrscheinlichkeit einer Hitzewelle ein Vielfaches und steigt mit jedem Grad weiterer Erwärmung noch massiv weiter an: Besondere Rekordtemperaturen sind jetzt bereits rund fünf Mal häufiger als in vorindustrieller Zeit zu messen und könnten auf die 39-fache Häufigkeit steigen. Solche Fakten veröffentlicht der Bericht des IPCC als Handlungsgrundlage für die Menschen und die Politik.

Der bislang relativ kühle Sommer hier in Celle ist dabei nicht der Gegenbeweis für die globale Erwärmung, sondern nur die Kehrseite der festgefahrenen Wetterlage, die weiter südlich für so viel Hitze und Trockenheit sorgt und Waldbrände und Starkniederschläge wie aktuell im Mittelmeerraum begünstigt. Jeder Einzelne ist gefragt: Die Parents for Future bieten ab September eine Seminar- und Workshopserie in der evangelischen
Familien-Bildungsstätte (FABI) Celle an. Das Motto der Veranstaltungsreihe heißt „Klima in Not“. Die einzelnen Veranstaltungen beschäftigen sich neben allgemeinen Informationen zum Klimawandel auch mit ganz konkreten Möglichkeiten, die wir alle in unserem Alltag haben, um auch auf der untersten Ebene etwas für den Klimaschutz zu tun.

Und diejenigen, die sich privat, im Verein, in der Lerngruppe oder der Firma aktiv für den Klimaschutz engagieren, können sich mit ihrem Projekt als „Klimaheld:in Celle“ bewerben – weitere Informationen hierzu finden sich auf der Homepage www.celler-klimaplattform.de

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