Anzeige

Gut zu wissen – Verbrauchertipp – Dubiose Trading-Plattformen: Vorsicht bei der Geldanlage

NIEDERSACHSEN. Inflation, Negativzinsen, Rekordstände bei Goldpreisen – wer heute Geld anlegen möchte, hat es nicht leicht. Verlockend klingen dann Angebote von Trading-Plattformen. Diese versprechen nicht nur einen einfachen Zugang zu Finanzmärkten, sondern auch teils hohe Gewinne in kurzer Zeit. Schnell ist das Geld in Aktien, Optionen, Kryptowährungen und Co investiert. Bei Trading-Plattformen ist jedoch auch Vorsicht geboten: Im Internet tummeln sich einige dubiose Anbieter. Auf was Verbraucherinnen und Verbraucher achten müssen und wie sie unseriöse Anbieter erkennen, verrät die Verbraucherzentrale Niedersachsen.

„Anfangs wirkt alles vertrauenswürdig“, weiß Philipp Rehberg, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Niedersachsen, und erläutert: „Persönliche Berater bauen eine Beziehung auf, geben einem ein gutes Gefühl und leiten beim ersten Traden an.“ Neu-Anleger beginnen dann meist vorsichtig mit kleinen Einzahlungen in Höhe von wenigen hundert Euro. Schon nach kurzer Zeit entwickeln sich diese, laut Berater, sehr gut – professionell aussehende Online-Kontoauszüge versprechen ein wachsendes Vermögen. „Die Euphorie aus den ersten Erfolgen führt dann meist dazu, dass weitere oder sogar höhere Investitionen getätigt werden. Nicht mal Verluste führen zum Umdenken, zumal auch der vermeintlich nette Berater weitere Einzahlungen empfiehlt.“ Erst wenn kein weiteres Geld mehr investiert wird, weil vielleicht die ganzen Ersparnisse bereits aufgebraucht sind, kippt die Stimmung. Wer sich auszahlen lassen will, wird stattdessen erneut zur Kasse gebeten – etwa für angebliche Gewinnsteuern, Wechselkursgebühren oder ähnliches. Eine Auszahlung erfolgt praktisch nie. Oder die Berater tauchen ab und sind nicht mehr erreichbar.

Tipps der Verbraucherzentrale

„Es gibt einige Dinge, auf die Verbraucherinnen und Verbraucher achten können, wenn sie auf der Suche nach einer Trading-Plattform sind“, so Rehberg und erklärt weiter: „Ein Blick in das Impressum kann schon aufschlussreich sein.“ Häufig fehlt die Registrierungsnummer mit Angabe der entsprechenden Finanzaufsichtsbehörde. Auch bei dort angegebenen Adressen und Telefonnummern aus dem Ausland, beispielsweise der Karibik, sollten Anlegerinnen und Anleger hellhörig werden. Gleiches gilt für Konten. „Liegen diese im Ausland, ist es fast unmöglich eingezahltes Geld zurückzuerhalten.“ Wer eine Trading-Plattform nutzen möchte, sollte potenzielle Anbieter außerdem immer vorab im Internet recherchieren. Sowohl negative Bewertungen als auch gar keine Informationen können darauf hinweisen, dass es sich um einen unseriösen Anbieter handelt. Grundsätzlich rät der Finanzexperte: „Seien Sie skeptisch, wenn Anbieter große Gewinne in kurzer Zeit mit geringem Risiko versprechen. So eine Geldanlage gibt es nicht.“

Wer Geld investieren oder für das Alter vorsorgen möchte, kann sich durch die Verbraucherzentrale Niedersachsen beraten lassen – vor Ort, telefonisch und per Video: www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/fuer-sie-da

PR






Anzeige


Anzeige