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Bürgerempfang in der Congress Union: Viel Lob für die Hilfsbereitschaft der Celler Bürgerinnen und Bürger für Sumy

Ca. 250 Besucherinnen und Besucher folgten am Freitag der Einladung von Oberbürgermeister Jörg Nigge in den Großen Saal der Congress Union zum Bürgerempfang. Ein großer Teil der Interessierten kam aus Politik, Verwaltung, Vereinen und Verbänden. Aber auch Vertreterinnen und Vertreter aus Celles Partnerstädten Tavistock (England), Kwidzyn (Polen) und Hämeenlinna (Finnland) waren angereist. Olli-Poika Parviainen, Bürgermeister der finnischen Partnerstadt kam, um mit Celle das gemeinsame Jubiläum 50 Jahre Städtepartnerschaft zu feiern.

In seiner Ansprache betonte Oberbürgermeister Nigge, dass es nach zwei Jahren coronabedingter Pause, endlich wieder zum Bürgerempfang kommen konnte und damit eine liebgewordene Tradition wieder auflebte. So nutzte der OB die Gelegenheit, auf die kommunalpolitische Lage einzugehen, die sich gerade durch die Corona-Pandemie ergeben habe. Es sei nötig, für die Menschen da zu sein und Dienstleistungen anzubieten. Zudem sei die Stadtentwicklung weiter fortgeschritten, sowohl für die Bürger als auch für die Touristen, für eine Stadt mit den Eigenschaften liebenswert und lebenswert. Dazu werde ein guter Haushalt benötigt. Das erfordere die Verbesserungen der Einnahmen aus Wirtschaft und Tourismus. Nigge bedauerte, dass es bisher nicht gelungen ist, eine Universität anzusiedeln. Der Fokus liege darauf, Wohnraum für junge Familien zu bieten.

Es gebe keinen nennenswerten Leerstand in der Innenstadt, so der OB. „Wie sah es vor sechs Jahren aus und wie sieht es heute aus.“ Es konnten sogar Geschäfte zurückgewonnen werden. Celle stehe im Vergleich mit anderen Städten gut da. „Schauen Sie sich andere Städte an.“ Und die Dauerbaustelle Brandplatz, da ist sich der OB sicher, dass dieser am 16. Dezember eingeweiht werden kann. Die Frage, ob in Celle noch ein Hotel benötigt wird, stelle sich nicht. Dies sei allein eine Entscheidung von Investoren. Zur Klima- und Umweltpolitik berichtete Nigge, dass in den vergangenen drei Jahren 30.000 Bäume gepflanzt wurden.

Was die Städtepartnerschaft angehe, habe diese eine hohe Akzeptanz in der Bürgerschaft. Das sei nun auf der Basis einer Freundschaft, deshalb sei auch bei einem Austausch eine private Unterbringung möglich.

Zu dem Thema Partnerschaft äußerte sich auch der Bürgermeister Hämeenlinna, Olli-Poika Parviainen, eindeutig: „50 Jahre Zusammenarbeit und Kameradschaft haben es wirklich verdient, gefeiert zu werden.“ „Celle ist zum Beispiel in Hämeenlinna wahrscheinlich am besten bekannt durch den Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden, durch den Kulturaustausch und Kunstausstellungen. Finnland und Deutschland haben in Bezug auf unsere nationalen Kulturen und Identitäten viel gemeinsam, dies erleichtert die Zusammenarbeit auf Stadtebene und macht sie praktisch und einfach.“ In Zukunft sei es wichtig, dass die Bürger weiter vernetzt werden und neue Kooperationsräume geschaffen werden.

Zum neunten Male wurde der Kulturpreis vergeben. Stadträtin Susanne McDowell erläuterte, dass dazu acht Vorschläge eingereicht wurden. Die Jury entschied sich für den Künstlerverein Celle, und die Abstimmung im Stadtrat fiel dazu auch einstimmig aus. Der Künstlerverein Celle – Verein für Kunst und Wissenschaft wurde somit für sein bereits 160 Jahre währendes erfolgreiches Wirken ausgezeichnet. Nachzuholen war noch die Auszeichnung aus dem Jahr 2020 für Dr. Wulf Haack, der sich um die Haesler-Initiative verdient gemacht hat.

Und dass Städtepartnerschaften sich auch in Krisenzeiten bewähren, zeigte in diesem Jahr ein weiterer wichtiger Programmpunkt: „Hilfstransporte nach Sumy/Ukraine und Unterstützung für Geflüchtete“. Dabei wurden zwei Gruppen auszeichnet, die mit großem Engagement Transporte organsiert und unter großem Risiko durchgeführt haben unter dem Motto „Unser Herz schlägt für Sumy“. Wie die Beteiligten erzählten, sind sie von der Spendenbereitschaft der Cellerinnen und Celler sehr beeindruckt, und in beiden Fällen haben sie große Unterstützung erfahren.

Dass die Spenden auch ankommen, dazu äußerte sich in einer Videobotschaft der Bürgermeister von Sumy. In bewegenden Worten schilderte er die Situation vor Ort und bedankte sich für das Engagement in Celle.

Für den passenden musikalischen und sportlichen Rahmen sorgte in diesem Jahr das Schulorchester des Ernestinums unter Leitung von Maria Meynecke, Bärbel Budtke und Chrstiph Stelljes. Außerdem beeindruckten die „Stalluniors“ und die Cheer-Dance-Gruppe des MTV Eintracht Celle unter Regie von Lorena Kaulfuß mit ihren tänzerischen und akrobatischen Einlagen.

Passend zu dem freundschaftlichen Schulterschluss europäischer Partnerschaften und der europanahen Krisensituation erklang zum Abschluss der Veranstaltung die Europahymne. Das Publikum hatte sich von den Plätzen erhoben und sang kräftig mit „Alle Menschen werden Brüder….“, der Text wurde an der Videowand geliefert. Angesichts der Thematik und der geschilderten Aktivitäten ein Gänsehautmoment.

Redaktion
Celler Presse

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