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Grüne: „Die Wärmewende muss nicht teuer sein“

Zum Thema „Wärmewende“ und den daraus resultierenden Diskussionen und Notwendigkeiten äußert sich von den Wathlinger Grünen Dr.-Ing. Christian Sauer wie folgt:

„Auch wenn es viele behaupten, aber eine Wärmepumpenpflicht wird es nicht geben, denn das Gebäudeenergie-Gesetz ist bewusst technologieoffen formuliert. Und die Wärmewende muss auch nicht teuer sein, wenn man ernsthaft und rechtzeitig nach intelligenten Lösungen sucht. An der Ernsthaftigkeit haben wir so langsam unsere Zweifel.

Wir GRÜNEN in Wathlingen haben schon im Jahr 2021 zusammen mit der SPD einen Antrag im Wathlinger Rat eingebracht, dass die Tiefengeothermie unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten untersucht wird. Für die Gemeinde Wathlingen ist durch den Salzstock Wathlingen-Hänigsen das geothermische Potential besonders hoch. Ist diese Wärmequelle erst einmal erschlossen, liefert diese mittels eines Nahwärmenetz zuverlässig Wärme in unsere Häuser oder Betriebe. Insbesondere für Bestandsgebäude ist diese Lösung interessant, da die Wassertemperaturen deutlich über 65°C betragen werden. Es wird überhaupt keine Heizung mehr im eigenen Haus benötigt werden und die Tiefengeothermie gilt als 100% erneuerbar. Mit der Erdöl-Industrie vor der Haustür, haben wir die Experten für solche Bohrungen in nächster Nähe und sorgen somit für eine Wertschöpfung vor Ort.

Dass Baker Hughes nun im Raum Celle Probebohrungen durchführen will und die Gemeinde Wathlingen darüber sogar informiert wurde, erfährt der Wathlinger Rat aus der Zeitung.

Vor über einem Jahr hat der Bauausschuss aufgrund unseres Antrages einstimmig die Verwaltung beauftragt Geodienste aus Celle in den Bauausschuss einzuladen, damit geklärt werden kann, wie Geothermie in Wathlingen genutzt werden kann. Bis heute wartet der Bauausschuss auf diesen Vortrag.

Mit unserem Antrag haben wir auch vorgeschlagen im Detail zu prüfen, ob das bestehende Grubengebäude des Kaliwerks Niedersachen-Riedel für die geothermische Nachnutzung geeignet ist. Im Vorfeld haben wir hierzu Gespräche mit Geoenergy e.V. geführt, die von der Möglichkeit der Nachnutzung überzeugt sind. Leider haben im Abschlussdokument der Mediation eine Mehrheit aus CDU, FDP und BL trotz unserer Hinweise diese Überprüfung nicht gefordert. Das Pilotprojekt für solch eine Nachnutzung wird jetzt im ehemaligen Kalibergwerk bei Wietze zusammen mit dem LBEG durchgeführt.

Im November 2021 haben wir auch beantragt, nach Fördermöglichkeiten zu suchen, um ein Wärmenetz zu betreiben, damit die Geothermie näher untersucht werden kann. Passiert ist daraufhin nichts – trotz Energiekrise. Unsere Anfrage im Februar, wie der Bürgermeister plant Energie zu sparen, fällt derweil unserer Meinung nach sehr ernüchternd aus. Damit die Klimaziele des Bundes in Wathlingen erreicht werden können und wir alle mit bezahlbarer und erneuerbarer Wärme im Jahr 2045 versorgt werden können, haben wir GRÜNEN deshalb jetzt noch einmal nachgelegt und im Wathlinger Rat beantragt, dass ein sog. Wärmeplan erstellt wird. Mit Hilfe unabhängiger Experten lässt sich herausfinden, welche Technologie für Wathlingen die Wirtschaftlichste ist und was jetzt getan werden muss, um dies erreichen. Mit der wissenschaftlichen fundierten Planung lässt sich auch herausfinden, ob die von der CDU und FDP favorisierte Wasserstofflösung wirtschaftlich und bis 2045 realisierbar ist.

Wenn Sie mit uns darüber oder über andere politische Themen diskutieren wollen, dann kommen Sie doch am 09.05.2023 zum Grünschnack in die Naturkontaktstation Wathlingen. Ab 19 Uhr wollen wir uns zu verschiedenen Themen im Seminarhaus austauschen.

Dr.-Ing. Christian Sauer für die GRÜNEN in Wathlingen

PR

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