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Statement von Sozialminister Philippi zur Armutsgefährdung in Niedersachsen

„Die Armutsbekämpfung ist und bleibt eine unserer großen sozialpolitischen Herausforderungen. Obwohl Deutschland ein reiches Land ist, gibt es immer noch Menschen, die in Armut leben müssen. Das gilt – so zeigen es die heute vom Landesamt für Statistik vorgelegten Zahlen für das vergangene Jahr – auch für Niedersachsen: Im Jahr 2022 waren rund 1,37 Millionen Menschen von relativer Einkommensarmut betroffen. Die Armutsgefährdungsquote lag bei 17,1 Prozent und damit unverändert gegenüber dem Vorjahreswert.

Mir bereitet vor allem der Blick auf die Verteilung von Armut große Sorge. Denn Armut ist – das muss ich ganz klar so sagen –  jung und weiblich. Mehr als ein Fünftel unserer Kinder und Jugendliche gelten als armutsgefährdet. Und bei den jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren sind sogar ein Viertel betroffen. Während hier der Anteil junger Männer mit 22,5 Prozent um gut 2 Prozentpunkt sinkt, steigt die Quote bei jungen Frauen von 25,8 auf 27,2 Prozentpunkte an. Genauso verhält es sich beim Blick auf die Altersgruppe ab 65 Jahren. Hier gilt immerhin noch jede fünfte Frau im Rentenalter als arm.

Klar ist, eine auskömmliche Erwerbstätigkeit ist der wichtigste Faktor, wenn es um die Bekämpfung vom Armut und das Verhindern von Altersarmut geht. Geschlechterbedingte Lohnunterschiede und Teilzeitjobs mangels verlässlicher Kinderbetreuungsangebote erhöhen das Risiko junger Frauen in die Armutsspirale zu geraten. Diesem Trend müssen wir gesamtgesellschaftlich mit allen Kräften entgegentreten. Es gilt Lohnunterschiede endlich abzuschaffen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Aber es geht auch darum, den jungen Frauen die Augen für ihre Möglichkeiten zu öffnen. Darum haben wir als Land unter anderem das Arbeitsmarktprogramm RIKA speziell für Frauen entwickelt. Im Fokus von RIKA stehen Maßnahmen zur Beratung und Qualifizierung von Frauen. Innerhalb der Programme fördern wir erwerbssuchende Frauen, die besondere Schwierigkeiten haben, im beruflichen Leben Fuß zu fassen. Dies sind vor allem Arbeitslose, Berufsrückkehrerinnen, Alleinerziehende oder Migrantinnen.“

Hintergrundinformation zu RIKA

Über die Richtlinie RIKA (Regionale Initiativen und Kooperationen für Frauen am Arbeitsmarkt) fördert das Land Niedersachsen aus EU- und Landesmitteln Projekte, die Frauen bessere Chancen am Arbeitsmarkt ermöglichen. Berufswegeplanung und berufliche Orientierung gehören ebenso dazu wie passgenaue Angebote für Alleinerziehende oder zugewanderte Frauen. Auch die Förderung von Netzwerken ist möglich . Damit möglichst viele Projekte gefördert werden können, stellt die Landesregierung bis 2029 40 Millionen Euro an Landesmitteln und europäischen Mitteln zu Verfügung.

Informationen hierzu gibt es online unter www.frauen-gewinnen.eu und www.ms.niedersachsen.de/startseite/frauen_gleichstellung/frauen_wirtschaft/foerderung-von-frauen-am-arbeitsmarkt-13839.html

PR
Foto: ms

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