Freitag, 13. Februar 2026

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Baustart für Sanierung in der Gedenkstätte Bergen-Belsen

Mit dem symbolischen Aufstellen des Bauschilds hat das Staatliche Baumanagement Lüneburger Heide heute offiziell mit der energetischen Dach- und Fassadensanierung in der Gedenkstätte Bergen-Belsen begonnen. Die Bauarbeiten umfassen dringend notwendige Reparaturen und Modernisierungen an den unter Denkmalschutz stehenden Bestandsgebäuden der Verwaltung und des Bildungszentrums. Das Dokumentationszentrum ist von den Bauarbeiten nicht berührt. Die Sanierung wird voraussichtlich bis Frühjahr 2027 abgeschlossen sein.

Sanierung dringend erforderlich

Neben der Instandsetzung der stark geschädigten Flachdächer erneuert das Staatliche Baumanagement Fenster, Glasfassaden und Teile der Fassaden, bringt Dämmungen an und installiert moderne, energieeffiziente Technik, darunter LED-Beleuchtung und Wärmerückgewinnungssysteme. Aufgrund einer erhöhten Gefährdungslage liegt ein zentraler Schwerpunkt der Baumaßnahme auf der Verbesserung der Sicherheitsstandards in der Gedenkstätte. Dazu gehört unter anderem die klare Trennung interner und externer Nutzungen sowie die Möglichkeit, den Zugang zu einzelnen Bereichen bei Bedarf gezielt zu beschränken. Ein neuer „Seminargarten“ bietet künftig zusätzliche Aufenthalts- und Arbeitsmöglichkeiten für Besuchergruppen.

„Mit dieser Maßnahme sichern wir nicht nur den baulichen Bestand, sondern verbessern auch nachhaltig die Arbeits- und Besuchsbedingungen an diesem international bedeutsamen Erinnerungsort“, betont Petra Könneker, Leiterin des Staatlichen Baumanagements Lüneburger Heide. „Unser Ziel ist es, die historische Substanz zu bewahren und gleichzeitig die Voraussetzungen für eine moderne pädagogische Arbeit zu schaffen.“

„Wichtig ist für uns auch die energetische Sanierung – zum einen aus ökologischen Gründen, zum anderen aber auch, um die seit Jahren steigenden Energiekosten in den Griff zu bekommen“, erläutert Dr. Elke Gryglewski, Leiterin der Gedenkstätte Bergen-Belsen und Geschäftsführerin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten. „Darüber hinaus wird unsere Bildungsarbeit von den modernisierten und neu eingerichteten Räumlichkeiten profitieren“, ergänzt Katrin Unger, Leiterin der Bildungsabteilung und stellvertretende Leiterin der Gedenkstätte Bergen-Belsen.

Der gesamte Seminar- und Verwaltungsbetrieb der Gedenkstätte ist für die Bauzeit in die nahe gelegene Niedersachsen-Kaserne ausgelagert. Der Zugang für Besucherinnen und Besucher zum Dokumentationszentrum der Gedenkstätte bleibt während der Bauarbeiten gewährleistet.

Energetische Dach- und Fassadensanierung in der Gedenkstätte Bergen-Belsen

Daten und Fakten

  • Baukosten: 3,6 Millionen Euro (inklusive Baunebenkosten)
  • Bauzeit: Sommer 2025 bis voraussichtlich Frühjahr 2027
  • Projektsteuerung: Staatliches Baumanagement Lüneburg-Harburg (SB-LH)

Hintergrund der Baumaßnahme

Die Gebäude der Verwaltung und des Bildungszentrums der Gedenkstätte Bergen-Belsen entstanden in drei Bauphasen, die jeweils den damaligen Umgang mit Geschichte und Erinnerung widerspiegeln:

  • 1966: Errichtung eines schlichten Waschbetonbaus mit Dokumentenhaus, Besucher-WCs und Verwalterhaus. Der markante Zugang mit der langen Waschbetonwand und dem zweiflügeligen Tor prägt das Erscheinungsbild der Gedenkstätte bis heute.
  • 1990: Erste größere Erweiterung um Seminar- und Filmraum, Büros für Wissenschaft, Pädagogik und Verwaltung sowie eine Ausstellungshalle. Die Gebäude erhielten eine Natursteinfassade und wurden um einen begrünten Innenhof gruppiert.
  • 2000: Hinzu kam ein zunächst als temporär geplantes Seminargebäude in Holzrahmenbauweise, das mittlerweile unverzichtbar für die pädagogische Arbeit ist.

Alle drei Bauabschnitte stehen überwiegend unter Denkmalschutz und sollen auch künftig als „Zeitzeugen“ sichtbar bleiben.

Nachhaltigkeit im Fokus

Die Sanierung legt besonderen Wert auf energetische Verbesserungen und Nachhaltigkeit. Geplant sind unter anderem:

  • Sanierung und Dämmung der Flachdächer
  • Erneuerung von Fenstern, Glasfassaden und Teilen der Fassaden
  • Verbesserter sommerlicher Wärmeschutz durch neue Dachformen und Auskragungen
  • Wärmerückgewinnung bei Kälte- und Lüftungsanlagen
  • Umrüstung auf energieeffiziente LED-Beleuchtung

Besondere Herausforderungen

  • Offenheit und Sicherheit: Die Zugänglichkeit für Besucherinnen und Besucher soll erhalten bleiben, während zugleich erhöhte Sicherheitsanforderungen für Gedenkstätte und Personal umgesetzt werden.
  • Alt trifft Neu: Die Auflagen des Denkmalschutzes müssen berücksichtigt werden, während gleichzeitig moderne Anforderungen an Sicherheit, Brandschutz, Gedenkstättenbetrieb und Klimaschutz erfüllt werden.

Über das Staatliche Baumanagement Lüneburger Heide

Das Staatliche Baumanagement Lüneburger Heide führt als eines von sieben staatlichen Bauämtern in Niedersachsen Baumaßnahmen des Landes und des Bundes durch. Mit mehr als 220 Beschäftigten betreuen wir über 7.000 Bauwerke in den Landkreisen Celle, Harburg, Heidekreis, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg und Uelzen.

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Foto: Celler Presse (Archiv)

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