Freitag, 7. August 2026

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Waldbrandbekämpfer kehren aus Spanien zurück – „Kurzer Einsatz, aber viele neue Erfahrungen“

Glücklicherweise war der Einsatz nur von kurzer Dauer, weil die Waldbrände im spanischen Kastilien und León bei weitem nicht die Ausmaße der in Frankreich und Griechenland wütenden Flammen hatten. „Die Feuer waren nicht so extrem“, berichtet ein Feuerwehrmann aus dem Heidekreis. Er ist einer von neun Kameraden aus Niedersachsen, die in Spanien im Einsatz waren, davon stammen vier aus dem Heidekreis.

Am frühen Nachmittag kehrte die Einheit mit ihren drei Fahrzeugen zurück und wurde auf dem Gelände des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) in Celle in Empfang genommen. „Es war ein erfolgreicher Einsatz“, resümierte der Leiter des NLBK Dr. Christian Kielhorn und dankte ebenso wie die Regierungsbrandmeister Dirk Heindorff und Uwe Quante, der frühere Gemeindebrandmeister Willi Lucan sowie der Vertreter des niedersächsischen Innenministeriums Klaus Wickboldt den Feuerwehrleuten, die sich einer nordrheinwestfälischen Spezialeinheit angeschlossen hatten. Grundlage für die Hilfe aus Deutschland sind die Union Civil Protection Mechanism (UCPM)-Abkommen, die die verstärkte Zusammenarbeit der EU im Falle von Katastrophen regeln.

Die niedersächsischen Brandbekämpfer waren voll des Lobes für die Kameraden aus Nordrheinwestfalen: „Wir haben gute Erfahrungen im Zuge der Zusammenarbeit mit den Kameraden aus NRW gemacht.“ Diese bilden mit 60 Einsatzkräften und 20 Fahrzeugen eine spezialisierte europäische Einheit für bodengebundene Vegetationsbrandbekämpfung unter Einbeziehung von Löschfahrzeugen (Ground Forest Fire Fighting Using Vehicles GFFF-V). Ihr Zweck ist es, bei großen Waldbränden die örtlichen Einheiten zu unterstützen.

Im konkreten Fall war dies die Feuerwehr von Veguellina, eine kleinere Ortschaft in der Provinz León, die wiederum zu Kastilien und León gehört, einer Region im Nordwesten Spaniens, die hauptsächlich aus einer von Bergen umstandenen Hochebene besteht. „Die Bewohner standen am Straßenrand und applaudierten“, berichten die Kameraden aus dem Heidekreis. „Unsere Aufgabe war es, einen Schutzstreifen am Hang zu installieren, das heißt, alles brennbare Material musste entfernt werden. Glutnester wurden mithilfe von Wärmebildkameras identifiziert“. Der Wietzendorfer Gemeindebrandmeister Jens Brokmann verfolgt die Interviews, die seine Feuerwehrleute Medienvertretern geben, sehr genau. „Ich bin stolz“, wirft er ein und ergänzt: „Solche Einsätze sind nicht einfach, sie erfordern z.B. eine große körperliche Fitness. Das Klima, die Topographie, alles ist ja anders dort.“ Über eine gewisse Erfahrung verfügen die Kameraden bereits, denn es ist schon das dritte Mal, dass es ins Ausland ging. Auch in Mecklenburg-Vorpommern und im Harz leisteten sie Hilfe. Ihre Kenntnisse zu erweitern, spielt für die Feuerwehrleute eine große Rolle. Sehr genau wird beobachtet, mit welchem Equipment die Kameraden aus anderen Ländern arbeiten. „Auch die Strukturen sind ja andere. In Spanien und Frankreich sind die Feuerwehren eher militärisch geprägt“, ergänzt Gemeindebrandmeister Jens Brokmann.

Die An- und Abreise war lang. „Und dann war nach anderthalb Tagen schon alles vorbei“, erzählen die Brandbekämpfer.  „Aber die neuen Erfahrungen waren es wert“, sagen sie abschließend übereinstimmend.

Anke Schlicht
Redaktion Celler Presse
Fotos: Anke Schlicht

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