Der letzte Zeuge – ein Engerling auf dem Waldsportplatz

HERMANNSBURG. Waldsportplatz TuS-Hermannsburg: Vor drei Wochen waren sie noch massenhaft zu finden, die Engerlinge. Sie fraßen genüsslich die Graswurzeln ab, so dass die Fußballer beim Hineingrätschen wie auf einem losen Teppich ausrutschten und einer sich sogar das Kreuzband riss. Nach dem unglücklichen Begriff von der Chemiekeule hat der TuS-Vorstand ein Vierpunkteprogramme beschlossen.

Jörg Wagener, AL Fußball und Heinrich Lange, Hauptsportwart (von links)

Der erste Vorsitzende Georg Gremels: „Wir werden zusammen mit dem Pflanzenschutzamt der Landwirtschaftskammer Niedersachsens in Oldenburg analysieren, wer den Fußballrasen so massiv schädigt, dass der Platz für weitere Spiele gesperrt werden musste.“

Am 12. 11. war es so weit: Mit dem Spaten ging es auf Suche. Doch fast alle Engerlinge hatten sich unerreichbar in frostfreie Zonen verzogen, um dort zu überwintern. Drei Grabungen von mehr als einem halben Meter Tiefe brachten nur ihre Gänge zum Vorschein. Doch beim vierten Versuch wurde Hauptsportwart Heinrich Lange fündig: Ein Nachzügler fand sich noch dicht unter der Grasnarbe.

Nachdem eine Großaufnahme die Existenz des Übeltäters gesichert hatte, wurde er wohlverpackt ins Pflanzenschutzamt zur näheren Bestimmung geschickt. Von dort erwartet der TuS nun Vorschläge, was im Frühjahr unternommen werden könnte, um der Plage Herr zu werden.

Übrigens: Eine zweite, ganz neue Idee begeistert Nabu und TuS auf Anregung eines Fußballers: Nistkästen für Stare, die mit ihren Pinzettenschnäbeln für eine rasenschonende, natürliche Dezimierung sorgen würden. Ob daraus ein Projekt werden kann? Gremels: „Ich hoffe, davon können wir demnächst mehr berichten!“

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Fotos: Georg Gremels:

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