Prognose 2019: Das Handwerk blickt optimistisch ins neue Jahr

LÜNEBURG/CELLE. Das Handwerk blickt kurz vor dem Jahreswechsel optimistisch in die Zukunft. „Dem Handwerk geht es unverändert sehr gut“, sagt Eckhard Sudmeyer, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade. Das konjunkturelle Hoch bleibe den Betrieben auch 2019 erhalten. „Wir hatten im vergangenen Jahr drei Prozent Umsatzwachstum, in diesem werden es fünf Prozent. Und für 2019 rechnen wir mit drei bis vier Prozent.“

Hauptgeschäftsführer Eckhard Sudmeyer

Das Handwerk profitiert weiterhin von der hohen Konsumbereitschaft und den Ausgaben der öffentlichen Hand für Infrastruktur. „Die Zinsen dürften niedrig bleiben und die Nachfrage nach Wohnraum besteht unverändert. Die Bauinvestitionen werden daher weiter zulegen“, sagt Sudmeyer. Handwerksleistungen seien zurzeit sehr gefragt, Kunden müssten sich daher auch im nächsten Jahr auf längere Wartezeiten einstellen. Grund dafür sei auch der zunehmende Fachkräftemangel. „Es fehlen in vielen Branchen einfach die qualifizierten Mitarbeiter“, erklärt der Hauptgeschäftsführer.

Das Handwerk blickt optimistisch in die Zukunft

Trotz der positiven Aussichten sieht Sudmeyer im Handwerk eher eine Tendenz zur Stabilisierung als zur Fortsetzung des Wachstums. Grund dafür sei die gesamtwirtschaftliche Situation: „Auch wenn die Aussichten im Handwerk weiterhin gut sind, so zeichnet sich doch insgesamt eine Abschwächung im kommenden Jahr ab.“ Das liege vor allem am Außenhandel, der unter den politisch verursachten weltwirtschaftlichen Konflikten leide. „Das überwiegend regional tätige Handwerk ist davon zwar nicht in dem Maße betroffen wie die Industrie, aber es lässt sich natürlich auch nicht von den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen abkoppeln.“ Eine Abschwächung der Konjunktur im Handwerk werde aber, wenn überhaupt, erst zeitversetzt eintreten, ist sich der Kammerchef sicher.

Sudmeyer sieht dennoch Handlungsbedarf in einigen Bereichen: „Die Engpässe am Arbeitsmarkt nehmen zu. Hier zeichnet sich immer stärker der Fachkräftemangel ab“, sagt er. Daher sei wichtig, dass die Meisterprämie über 2019 hinaus fortgeführt werde. „Wenn es keine bundesweite Lösung mit einer Änderung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes gibt, appellieren wir an die Landesregierung, die Meisterprämie in Niedersachsen beizubehalten.“ Ein berufsbegleitender Meistervorbereitungskurs könne bis zu zwei Jahre dauern. Handwerker bräuchten daher jetzt eine Zusage, wenn sie sich auf den Weg zum Meister machen sollen. „Diese Unsicherheit sollte schnellstmöglich beseitigt werden“, sagt Sudmeyer.

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Foto: (© Fotostudio Sascha Gramann), (© www.bildwerknord.de – Hannes Harnack)

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